Gedenken in Mölln am 23.11.2020 | „WIR WERDEN IMMER WIEDER DA SEIN“ (Faruk Arslan)

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Chronologische Reihenfolge der Redner:innen: Ibrahim Arslan, Faruk Arslan, Emiş Gürbüz, Vaska Zlateva, Überlebende des Attentats in Halle, Mouctar Bah, Newroz Duman, Enkelsohn von Bahide Arslan. In Gedenken Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz , die vor 28 Jahren, am 23. November 1992, bei dem rassistischen Brandanschlag in Möllen ums Leben kamen, versammelten sich gestern die Familien der Opfer sowie weitere Betroffene und befreundete Initiativen aus Hanau, Lübeck, Halle und Dessau zusammen mit vielen solidarischen Menschen vor dem Haus in der Mühlenstr. 9.

„Nicht nur die rassistischen Anschläge haben Kontinuität, sondern der Umgang mit den Betroffenen und Angehörigen hat auch Kontinuität.“, erklärte Ibrahim Arslan nachdem er drei von dreitausend Briefen, die den Familien Arslan und Yılmaz von der Stadt Mölln über 27 Jahre vorenthalten wurden waren, vorgelesen hatte.

https://gedenkenmoelln1992.wordpress.com/      (@FREUNDESKREIS IM GEDENKEN AN DIE RASSISTISCHEN BRANDANSCHLÄGE VON MÖLLN 1992)

https://www.facebook.com/19FebruarHanau/       (@19FebruarHanau)

https://www.facebook.com/GedenkenMolln1992  (@GedenkenMölln1992)

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Solidarität mit den Familien Arslan und Yılmaz.

#BreakTheSilence  #KeinEinzelfall  #WeWillNeverForget  #NoJusticeNoPeace #SayTheirNames

Ausstellung thematisiert rassistische Gewalt

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Mario Pfeifer mit „Negotiating the Law – Das Recht verhandeln“                             vom  29. Oktober 20 bis 10. Januar 21                                                                                    im Edith-Russ-Haus > Katharinenstr. 23 / 26121 Oldenburg

Oldenburg. Mit „Negotiating the Law – Das Recht verhandeln“ greift
der Videokünstler und Filmemacher Mario Pfeifer das aktuell viel
diskutierte Thema rassistischer Gewalt auf. Das Edith-Russ-Haus für
Medienkunst zeigt die Ausstellung vom 29. Oktober 2020 bis zum 10.
Januar 2021.(..)*

Der konzeptionelle Ausgangspunkt der Ausstellung „Das Recht
verhandeln“ ist die neue Arbeit Pfeifers „Zelle 5 – 800°
Celsius“. Sie beruht auf der künstlerischen Aufarbeitung von
forensischen Materialien im zutiefst verstörenden Fall von Oury Jalloh,
eines Sierra-Leoners, der in Deutschland Asyl gesucht hatte und 2005 in
der Gewahrsamszelle 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau verbrannte ..

Presseinformation – Edith Russ Haus: 27.10.20      > Link / pdf

Nord-West-Zeitung, vom 30.10.20: “Mit rassistischer Gewalt im Alltag konfrontiert” (Video-Kunst) > Link zum Artikel Aktivist*innen in die Kunsthallen – Mario Pfeifer zum Fall Oury Jalloh Deutschlandfunk Kultur mp3 vom 03.11.20 > Link Audio  ..  Continue reading

Rechte und Rassistische Strukturen in Staat und Gesellschaft bekämpfen!

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Demo – 7.11.20 – 14:00 Uhr – Platz der Luftbrücke / Berlin – Masken und Abstand!

Auch in Neukölln terrorisieren Nazis Migrant*innen und Linke – bis heute gibt es dazu keinen unabhängigen Untersuchungsausschuss, was Betroffene seit Jahrzehnten fordern!
Das NSU-Urteil vor zwei Jahren ist Kein Schlussstrich! Deutschland ist kein Land der Einzeltäter und der Einzeltaten!

Wir fordern Respekt für die Betroffenen und Konsequenzen für die Täter*innen. Kampf dem rassistischen Normalzustand! Zeigt eure Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und den Betroffenen von rassistischer und rechter Gewalt auf der Straße, seid laut und widerständig!

Kein Vergeben, kein Vergessen

– No Justice, No Peace!

Links > Weitere Infos Aufruf pdf  & Flyer  & Facebook-Event

Das Problem heißt Rassismus!

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Gegen die autoritäre Formierung, gegen rechte Netzwerke in Polizei und
Behörden!  Entnazifizierung Jetzt! W) Auf die Straße gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen! Gemeinsam den Rassismus in Staat und Gesellschaft bekämpfen. | de.indymedia.org

Das Wuppertaler „Bündnis gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen“
nimmt unter anderem die aktuellen Fälle in NRW und mehrere Gerichtsverfahren gegen Aktivist*innen in Wuppertal zum Anlass auf die Straße zu gehen und ruft für den 27.10. zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen auf. Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen. Los geht es um 17:30 Uhr am Wuppertaler Landgericht. Vor der Polizeiwache am Hofkamp ist eine Zwischenkundgebung geplant, die Demo endet am Hauptbahnhof.

Aufruf vom „Bündnis gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen“                         Link > pdf
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Solidarität mit Christian D.: Opfer von Polizeigewalt vor AG Fürstenfeldbruck am 21.10.

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Aufruf von culture of deportation, Justizwatch & Bayerischer Flüchtlingsrat 20.10.2020

Am 21. Oktober 2020 muss sich Christian D. vor Gericht gegen den Vorwurf des tätlichen Angriffs und der Körperverletzung von Polizeibeamtinnen verteidigen. Dabei war er es, der von den gleichen Beamtinnen angegriffen wurde, die am 5. September 2019 gerufen wurden, um ihn unter Zwang in eine andere Unterkunft zu bringen.

Kommt zum Gericht und zeigt Solidarität mit Christian D: Am 21. Oktober 2020 um 11 Uhr im Amtsgericht Fürstenfeldbruck, Stadelbergerstraße 5, 82256 Fürstenfeldbruck.  – ANMERKUNG: Aufgrund der Situation mit COVID 19 können wir nicht vorhersehen, wie viele Personen den Gerichtssaal betreten dürfen.

Am 5. September 2019 liegt der westafrikanische Asylsuchende Christian D. auf dem Bett seines Zimmers einer Asylbewerberunterkunft in Fürstenfeldbruck bei München. Er soll an diesem Tag in eine andere Unterkunft umziehen. Seine Sachen sind ordentlich gepackt und stehen in der Ecke des Zimmers. Da er selbst aufgrund einer Operation keine schweren Lasten tragen darf, wartet er auf einen Bekannten, der ihm beim Transport helfen soll. Doch die Unterkunftsleitung unterstellt D., er widersetze sich der Anordnung die Unterkunft zu verlassen und bestellt die Polizei, um den Auszug von Christian D. unter Zwang durchzuführen zu lassen .. Continue reading

Black Germans Say It’s Time to Look Inward

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The Black Lives Matter movement saw shows of solidarity around the world this summer. In Germany, some feel there is a reluctance to acknowledge more local problems.

Published Oct. 4, 2020  by New York Times: Is It 'Natural'? Consumers, and Lawyers, Want to Know - Peel Back The Label  Link > engl.

“Weiße Deutsche können nicht immer wieder auftauchen, wenn jemand in Amerika stirbt”, sagte Diana Arce, 38, Organisatorin von Black Lives Matter Berlin. „Sie sagen Black Lives Matter, aber sie weigern sich immer noch, wirklich vollständig zu untersuchen, was mit Oury Jalloh passiert ist. Hier gibt es bereits eine Geschichte der Gewalt. Es hat immer eine Geschichte von Gewalt gegeben. “ At least 15,000 people gathered to protest racism in Berlin on June 6. But people who work on anti-racism initiatives said the crowds seemed more eager to show solidarity with the United States than to self-reflect.

Credit…Mustafah Abdulaziz/National Geographic Society’s Emergency Fund for Journalists

Das Denkmal muss bleiben!

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Seit Samstag, 26. September 2020 steht am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizei-gewalt. Wir wollen uns nun an den Senat und den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wenden, um zu fordern: Dieser Ort muss bleiben.Unbekannte haben diesen Ort installiert, nachdem wir, die Initiative “Wo ist unser Denkmal?” auf das Fehlen eines solchen Gedenkortes aufmerksam gemacht hatte. So wurde aus der geplanten performativen Gedenkfeier am vergangenen Samstag überraschend eine Einweihungsfeier dieses neuen Mahnmals. Für die anwesenden Initiativen und Einzelpersonen – von denen viele selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden waren, auch von Seiten der Polizei, und von denen einige selbst geliebte Menschen verloren haben – war es nicht wichtig, wer das Mahnmal und die Gedenktafel installiert hatte. Ein solches Mahnmal hat zu lange gefehlt.
Und es muss bleiben! Wir fordern Bezirk und Stadtverwaltung dazu auf, diese wichtige Mahnung nicht einfach durch die Polizei entfernen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass dieser Ort langfristig erhalten und gepflegt wird.

Teile unserer Initiative #WoIstUnserDenkmal sind: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), Death in Custody, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, Welcome United Berlin-Brandenburg, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Theater x, Aktionsbündnis Antira, Antirassitische Initiative (ARI), Migrantifa Berlin, Interventionistische Linke Berlin (IL).          Link > pdf

Kontakt:
01521 8966723   woistunserdenkmal@gmail.com               Twitter: @WDenkmal                                        Instagram: wo_ist_unser_denkmal

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 28.08.20

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Sonderberater des Landtages Sachsen-Anhalt  stellen juristische Urteile und Entscheidungen nicht in Frage, übernehmen die Täterversion und kriminaliseren das Opfer

                                                                                         Magdeburg, am 28.08.2020

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu dem Bericht der Sonderberater vom 26.08.2020, präsentiert am 28.08.2020 im Rechtsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt                                                 

»Die Fesstellungen der Gerichte, wonach Oury Jallow durch ein von ihm selbst entfachtes Feuer gestorben ist und eine Tötung durch Dritte ausscheide, müssen – im Sinne einer objektiven Wahrheit – richtig sein. Für diesen Bericht jedenfalls sind es – als prozessual ermittelte Wahrheit – rechtskräftig feststehende Tatsachen, welche in Frage zu stellen vom an die Berater ergangenen Auftrag nicht gedeckt sind.«                                                         Link>PM als PDF

(Bericht der Sonderberater Jerzey Montag und Manfred Nötzel, 26.08.2020)

Wie bereits in dem gesamten juristischen Verfahren festzustellen war, so ist auch die Auftragsstellung der Sonderbearter von Vorn herein einseitig festgelegt:

Sie übernehmen die Täterversionen, vernachlässigen den Korpsgeist und bestätigen richterliche und staatsanwaltliche Entscheidungen. Entgegen der vorliegenden Beweislage wollen auch sie keine weiteren Ermittlungsansätze erkennen können ..


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Zum Mord an Oury Jalloh: Sonderberater sehen keine offenen Ermittlungsansätze!

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Presseberichte vom 28.08.20:

Links > VolksstimmeMitteldeutsche ZeitungDER SPIEGELMDRDIE ZEITNeues DeutschlandDeutsche Welle (engl.)tagesshau (info & video)Junge Welt (29.8.20) & (04.09.20)

Videodokumentation zu Brandversuchen – der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (2013):

“Feuerzeug bleibt Hauptbeweismittel” Anwältin Gabriele Heinecke will vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen Von Susan Bonath / Junge Welt – 04.09.20 > Link-pdf

Oury Jalloh unvergessen
Schlussstrich in der Debatte: Sachsen-Anhalts CDU und AfD wollen Aufarbeitung des Feuertods ad acta legen. Zahlreiche Hinweise auf politische Einflussnahme
Von Susan Bonath / Junge Welt / 12.09.20 > Link-pdf

Nach Schüssen aus kurzer Distance wird bei einem Polizeieinsatz in den USA ein Schwarzer schwer verwundet.

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Drei Monate nach dem Tod von George Floyd sorgt nun die Polizeigewalt gegen den Schwarzen Jacob Blake für Empörung. Bei einem auf Video festgehaltenen Polizeieinsatz schossen Beamte im Bundesstaat Wisconsin dem Afroamerikaner aus kurzer Distanz mehrfach in den Rücken und verletzten ihn schwer ..”

Link > Frankfurter Rundschau < 25.08.20 > vollständiger Artikel

Link > Jacob Blake moved to Kenosha, where he was shot 7 times in the back by police, because ‘it was safer,’ according to his uncle <25.08.20> engl.

Link > Facebook / JUSTICE FOR JACOB BLAKE

DEFRAGMENTIERT – Die Ungetrösteten

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aus MIGAZIN / von A. Kadir Özdemir / 23.08.2020                       >Link-Migazin

Was bedeutet es für eine Weißdeutsche, darüber zu lesen, dass People of Color in Polizeigewahrsam sterben? Was macht es mit ihnen und was macht es mit People of Color?

Gesine fragt, warum wir besessen sind von NSU 2.0, NSU, Hanau, Oury Jalloh, Amad Ahmad, Eric Garner, George Flyod, Marwa El-Sherbini, Rooble Warsame, sogar noch von Hoyerswerda, Solingen, Mölln.

„Was ist ein angemessener Zeitraum, um die Opfer von weißer Gewalt zu vergessen?“, frage ich.

Sie ist etwas beleidigt, sie mag es nicht, wenn Menschen als weiß bezeichnet werden, sie empfindet es als rassistisch. Sie nimmt einen Schluck von ihrem Mate, ignoriert meine Frage und will wissen, ob ich ein Problem habe, Trauer loszulassen? Ich weiß, sie will mir was Gutes tun, mich trösten. Nur. Ich schließe die Augen. Können Weißdeutsche überhaupt begreifen, was diese Gewaltverbrechen in uns auslösen? Die Trauer und der Schmerz ist für uns Schwarze Deutsche, Türkisch-Deutsche, Kurdisch-Deutsche, Vietnamesisch-Deutsche, Yesidisch-Deutsche, Muslimisch-Deutsche, Sinti und Roma-Deutsche reell und wird nicht durch eine Fernsehansprache oder einige Betroffenheitsbekundigungen weggeweht. Unsere Trauer währt manchmal ein Leben lang. Wir gedenken unseren Toten, außerhalb von staatlich regulierten Gedenkkulturen, geben die Erinnerung an das Unrecht weiter, lassen die Ermordeten nicht durch Apathie und Schulterzucken ein zweites Mal sterben. Das ist Loyalität mit unseren Communities. ..
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Deutschland hat ein Polizeiproblem

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2005 verbrannte Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle. Offiziell habe der in Sierra Leone geborene Mann sich angezündet. Doch der Fall hat unzählige Ungereimtheiten. Mittlerweile steht sein Tod als Paradebeispiel für rassistische Polizeigewalt in Deutschland. Nun wollen zwei Sonderermittler die vielen offenen Fragen klären – und stoßen dabei immer wieder an Grenzen. Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ versucht seit 15 Jahren, den Fall aufzuklären. Seit zehn Jahren ist Nadine Saeed Teil davon. Ein Gespräch über neue Erkenntnisse, unkooperative Behörden und strukturellen Rassismus.

Link > BELLTOWER-NEWS / Nicholas Potter 17.07.20 – Im Gespräch: Nadine Saeed ..
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Aktion in Berlin: Decolonize the City! Decolonize Berlin

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All Black Lives Matter. Alle Schwarze Leben heißt auch die, die nicht
durch US-amerikanische Polizisten ermordet wurden, sondern durch
deutschen Kolonialrassismus. Und trotzdem werden die Verbrechen an
diesen Menschen bis heute in Deutschland gefeiert. Verehrt an Orten wie
der Bismarckstatue, der Wissmannstraße oder der Petersalle. Berlin ist
voll mit Erinnerungen an und expliziten Ehrungen von Menschen, die
kolonialistisch und rassistisch waren. Es ist schon lange überfällig,
sich mit diesen Denkmälern und ihren Implikationen auseinanderzusetzen.

Weil die Stadt Berlin, die deutsche Regierung und weiße Bürger_innen die
Initiativen Schwarzer Aktivist_innen, die Straßen umzubenennen, seit Jahren torpedieren und verzögern, haben wir die Straßen unter dem Slogan #DecolonizeTheCity
selbst verschönert. Wenn die Stadt Mörder und Rassist_innen auf Sockeln
und Straßenschildern toleriert, leisten wir Widerstand.
Bereits begonnene Umbenennungen wie die der M-Straße in Glinkastraße
unterstützen wir nicht. Die Initiative der BVG scheint zunächst eine
gute Idee zu sein. Gleichzeitig haben Schwarze Aktivist_innen seit
Jahren dafür gekämpft, die Straße und die Station nach dem
Rechtswissenschftler und Philosophen Anton W. Amo umzubenennen. Die BVG
entschied sich stattdessen für die Benennung nach einem antisemitischen
Komponisten.

Es geht nicht darum, einen Namen zu streichen, um die Konfrontation zu
vermeiden und danach weiter zu machen wie zuvor. Sondern um eine
ausführliche Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe Berlins und mit
Rassismus. Der NSU, Haunau und die jüngsten Anschläge in Neukölln sind
keine isolierten Taten einzelner Rechtsradikaler. Vielmehr sind
Rassismus und Kolonialismus feste Bestandteile unserer Gesellschaft. Sie
systematisch zu verschweigen ist eine Fortsetzung dieser Gewalt. Es ist
an der Zeit, sich ihnen als Gesellschaft endlich zu stellen.

Aktivist_innen jeglicher Position tragen diesen Kampf seit Jahrzehnten
aus. Aktuell ist das Thema Rassismus im Zuge der brutalen Polizeigewalt
in den USA weltweit und auch in Deutschland wieder im Fokus. Diesen
Moment müssen wir nutzen:
Nieder mit den rassisitischen Straßennamen und kolonialverherrlichenden
Denkmälern.
Lasst uns gemeinsam ein Berlin gestalten, dass sich seiner Vergangenheit
stellt und ein würdevoller Ort für alle Berliner_innen wird!
Werdet aktiv, sprecht mit euren Freund_innen, Familien und Kolleg_innen
darüber. Falls ihr in der Nähe dieser Straßen wohnt: Beteiligt euch an
der
Umbenennung!
#DecolonizeTheCity #DecolonizeBerlin  / weitere Bilder der Aktion:

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Fall Oury Jalloh in Sachsen-Anhalt: Justizministerium verweigert Ermittlern Gespräche mit Staatsanwälten

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Seit zwei Jahren ergründen die Sonderermittler Jerzy Montag und Manfred Nötzel das Behördenversagen im Fall Oury Jalloh. Nun blockiert das Justizministerium nach SPIEGEL-Informationen die Aufklärung.

Link: Spiegel vom 06.07.20 / von Timo Lemann

 

500 Menschen fordern Gerechtigkeit für Adel!

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Bericht zur Kundgebung in Essen, am 20.06.20    siehe auch Facebook

Gestern fand die Kundgebung des „Bündnisses gegen rassistische
Polizeigewalt in Essen” aus Anlass des Jahrestages der Ermordung von
Adel B. statt. An die 500 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung am
Ehrenzeller Platz in Altendorf, unweit von dem Ort, an dem Adel am 18.
Juni 2019 von Essener Polizisten erschossen wurde. Über zwei Stunden
hinweg gab es Redebeiträge von Betroffenen von rassistischer
Polizeigewalt und unterschiedlichen Initiativen zur Aufklärung
verschiedener Morde durch die Polizei. Unter anderen sprach die
Initiative Oury Jalloh und denunzierte das Vorgehen des Staates,
Menschen mit Repression und Gewalt zu überziehen, wenn diese für die
Aufklärung der Todesumstände kämpfen. Auch die Initiative Amad A. war
anwesend und sprach über den recht unbekannten Fall aus Kleve. Amad A.
ist ebenfalls wie Oury Jalloh in einer Gefängniszelle verbrannt. In
spontanen Redebeiträgen schilderten viele Betroffene ihre unmittelbare
Erfahrungen mit rassistisch motivierten Übergriffen seitens der Polizei
und brachten ihre Wut über die bestehende Verhältnisse zum Ausdruck.

Im Vorfeld der gestrigen Versammlung war die Frage des Todes von Adel
über zwei Wochen hinweg wieder Thema in der Presse. In Kommentaren und
Interviews mit dem Polizeipräsident, dem Oberbürgermeister und dem
Ordnungsdezernent wurde der Protest gegen rassistische Polizeigewalt als
grundlos dargestellt und insbesondere der Kampf um Gerechtigkeit für
Adel mit Schmutz beworfen. Die eigentlich als Demonstration angemeldete
Veranstaltung war im Vorfeld von der Polizei unter dem Vorwand von
„Corona-Maßnahmen” verboten und auf eine Kundgebung beschränkt
worden. Um so begrüßenswerter finden wir die Initiative vieler
Kundgebungsteilnehmer, die sich spontan, nach dem die Kundgebung beendet
wurde, dazu entschieden sich die Straße zu nehmen und lautstark die
Forderung nach Gerechtigkeit für Adel auf die Straße zu tragen. So
beteiligten sich im Anschluss der Kundgebung etwa 300 Menschen an einem
Demonstrationszug über die Altendorfer Straße, die zum dem Ort
führte, an dem Adel das erste Mal von der Polizei bedroht wurde und
schließlich dorthin wo Adel erschossen wurde. Nach einer kurzen,
kämpferischen Rede von Adels Mutter und einer Schweigeminute wurde die
Demo kurz darauf für Beendet erklärt.

Wir bedanken uns bei all den Altendorfern, die uns in diesen Tagen ihre
Solidarität zum Ausdruck gebracht haben, bei all den Menschen, die den
unglaublichen Mut aufgebracht haben vor Hunderten über ihre Erfahrung
mit Rassismus und Polizeiübergriffen zu berichten und bei all den
Freunden, die uns in diesen Tagen unterstützt haben.

20. Todestag von Alberto Adriano – “Das sind nicht nur die Neonazis, die uns hier umbringen…”

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Kundgebung und Demonstration am 11.06.20 in Dessau:

Weitere Infos & Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

 

Migrations- und Asylpolitik der Bundesregierung und der EU verstößt gegen Recht auf Gesundheit

Ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen hat am Wochenende
ein Menschenrechtstribunal in Berlin organisiert. Im Mittelpunkt stand die
Gesundheitsversorgung von Migrant*innen und Geflüchteten in Deutschland
und der EU. Im Folgenden finden Sie die Pressemitteilung, die wir versendet haben.

Livestreamvideos = youtube-Kanal: > Link

Fotos auf Flickr-Kanal, unter:            > Link

Aus der Pressemitteilung vom Menschenrechtstribunal in Berlin, 26.10.20

Die gegenwärtige Migrations- und Asylpolitik der Bundesrepublik Deutschland und der EU verletzt das Recht auf Gesundheit und physische und psychische Integrität von Migrantinnen und Geflüchteten schwerwiegend. Das ist das Ergebnis des Menschenrechtstribunals, das ein Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen am Wochenende in Berlin veranstaltet hat. Die Berichte von Geflüchteten und ihren Unterstützerinnen zeichnen ein erschreckendes Bild der deutschen und europäischen Migrationspolitik,“ resümiert die Jurorin Sarah Lincoln. „Viele Geflüchtete sind krank und brauchen besonderen Schutz. Stattdessen werden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt, ohne Privatsphäre, ohne Zugang zu angemessener Gesundheitsversorgung, ohne Verfahrensrechte“ ..

Komplette Pressemitteilung als pdf > Link de & > Link engl.

Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad – Von Kleve, Hanau bis Dessau – gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen

Am Dienstag den 13.10.20 findet die Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad zum zweiten Jahrestag seiner Beerdigung statt. Unter dem Motto: “Von Kleve, Hanau bis Dessau – gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen” wollen wir gemeinsam an Amed Ahmad gedenken, an ihn erinnern und trauern. Amed wurde nur 26 Jahre alt, er verstarb am 29.09.2018 an den Folgen eines bislang ungeklärten Zellenbrandes.
Wir fordern Aufklärung, Gerechtigkeit und Veränderungen!
Amed Ahmad war kein Einzelfall. Wir gedenken daher auch allen anderen Opfern in Gewahrsam sowie rechter, rassistischer, patriarchaler und antisemitischer Gewalt.
Wir freuen uns sehr, dass die Familie und die Freund:innen an dem Tag durch diese noch unvollständige Liste von Initiativen solidarisch unterstützt werden:
NSU Watch NRW, Initiative DU 26. August 1984, Keupstraße ist überall – Her yer Keup Caddesi, Tribunal ‘NSU-Komplex-auflösen’, Bündnis Tag der Solidarität Dortmund, KARAWANE Wuppertal,  Initiative 19.Februar, Death in Custody, Migrantifa NRW, NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. .. und weitere lokale Gruppen aus Bonn und Köln.
Wir nehmen die Entwicklung der Corona-Pandemie sehr ernst. In Absprache mit der Stadt Bonn werden wir die Veranstaltung an dem Tag dennoch verantwortungsbewusst unter Einhaltung eines Hygienekonzepts durchführen. Denkt daher bitte an euren MNS und an den Abstand von 1,5 Metern und achtet aufeinander.  Link > Facebook-Event
BREAK THE SILENCE

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh