INFOVERANSTALTUNG 10.12.07 Halle

Wann: Montag, den 10.12.07 von 20 bis 22 Uhr
Wo: VL/Ludwigstr. 37 in Halle /S.
Veranstalter: no lager halle
Mit: Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff, Vertreter der Nebenklage
Mouctar Bah, Aktivist und Freund von Oury Jalloh
gefördert: alv/alternatives Vorlesungsverzeichnis des Stura

no lager halle
Ludwigstr. 37
06110 Halle/S.

Tel: 0345/170 12 42
Fax: 0345/170 12 41

caravan.halle(at)gmx.net
http://www.ludwigstrasse37.de/nolager

Prozesseröffnung

Einladung zu einem Vortrag am Tag der Menschenrechte:
Der Oury Jalloh – Prozess

Oury Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005, fixiert an einer feuerfesten
Matratze, in der Zelle 5 des Polizeigewahrsams in der Dessauer
Polizeidirektion. In derselben Zelle und auch unter der Aufsicht des
Angeklagten starb zwei Jahre zuvor Herr Bichtemann, ein Obdachloser, an
einer Schädelfraktur. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Erst nach
anhaltenden Protesten eröffnete das Gericht mehr als zwei Jahre nach dem
Tod von Oury Jalloh einen Prozess gegen zwei Polizisten.

Nach 33 Prozesstagen werden RA Klinggräff und Mouctar Bah über den
aktuellen Prozessverlauf berichten. Im November wurden die Asservate
(Beweismittel) aus der Zelle, in der Oury Jalloh starb, gezeigt. Genauso
wie bei den Telefonmitschnitten und dem Videomaterial des Tatortes
fehlten Beweisstücke. So wird der gesamte Prozess von verschwundenen
oder gelöschten Beweisen überschattet. RA Klinggräff beschreibt, wie die
Nebenklage trotzdem versucht, sich ein Bild der Todesumstände von Oury
Jalloh zu machen. Mouctar Bah besuchte alle Prozesstermine, um zu
beobachten, wie mit dem Tod seines Freundes vor Gericht umgegangen wird.

In dem Prozess wird nur versucht zu ermitteln, wie sich die
Polizeibeamten nach dem Feuerausbruch verhielten, nicht wie es zum Feuer
kam. Wiederholt wurde bei dem Prozess offensichtlich, dass sich die
Polizeibeamten abgesprochen haben und von der Polizeiführung dabei
unterstützt wurden. In Sachsen-Anhalt häufen sich seit Jahren Berichte
über schlampige und nicht eingeleitete Verfahren bei rechtsextremen
Gewalttaten, bis hin zu manipulierten Statistiken über rechte Gewalt. Im
November wurden die neuen Pläne der Landesregierung von Sachsen-Anhalt
bekannt, dass alle Asylbewerber nach ihrem Asylantrag für 15 Monate in
der ZAST, Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlingen, leben müssen. So
sollen die Asylbewerber nicht integriert werden und einfacher
abgeschoben werden können. Die Politik der sachsen-anhaltinischen
Landesregierung, die gegen die Integration von Asylbewerbern und gegen
Aufklärung rechtsextremer Gewalttaten gerichtet ist, bildet den
Hintergrund, vor dem der Oury-Jalloh-Prozess in Dessau statt findet.

Am 05.01.08 findet in Berlin eine Konferenz zur Oury-Jalloh-Kampagne statt.

Die nächste Demonstration beginnt am 07.01.08 – 13 Uhr – Dessau Hbf.

Wir freuen uns auf Euer Erscheinen.
Eure no lager halle

Wann: Montag, den 10.12.07 von 20 bis 22 Uhr
Wo: VL/Ludwigstr. 37 in Halle /S.
Veranstalter: no lager halle
Mit: Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff, Vertreter der Nebenklage
Mouctar Bah, Aktivist und Freund von Oury Jalloh
gefördert: alv/alternatives Vorlesungsverzeichnis des Stura

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