Gerechtigkeit für Adel – Ermittlungen eingestellt!

Pressemitteilung vom 18.09.2019

Wir, die Initiative Gerechtigkeit für Adel haben mit großem Bedauern und ebenso großer Wut die Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten der Adel .B erschossen hat wahrgenommen. Wir haben uns einen anderen Verlauf des Ermittlungsverfahrens erhofft und finden es völlig unverständlich warum dieses eingestellt wurde. Dieses Mal bezieht sich die Staatsanwaltschaft wieder auf Notwehr als Rechtfertigung für die Erschießung von Adel, die Male davor wurde spekuliert ob es nicht eher Nothilfe war, weil dieser womöglich eine Gefahr für seine Familie dargestellt haben soll. Wir halten beide Erklärungen für unglaubwürdig. Sowohl Angehörige als auch Freunde von Adel hatten mehrfach erklärt, dass dieser zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für seine Familie und für seine Freunde dargestellt hat. Außerdem ist auf dem Videomaterial klar zu sehen, dass die Tür geschlossen war und von Adel keine Gefahr gegenüber den Polizisten ausging ..               LINK: Medien-Informationen   

(Fortsetzung / Pressemitteilung) .. Nicht ohne Grund sprangen diese gegen die Tür die sich auch im Anschluss nicht öffnete. Auf dem Video ist auch zu erkennen, dass keiner der Polizisten in gebückter Haltung vor der Tür verharrte, wie das die Staatsanwaltschaft behauptet. Was man dagegen sehr gut auf dem Video sehen und auch hören kann, ist das die Polizisten gegen die Tür treten und diese sich nicht öffnet. Für uns als Initiative Gerechtigkeit für Adel ist es daher unfassbar, weshalb die Staatsanwaltschaft, trotz der erdrückenden Beweislast gegen den Todesschützen das Ermittlungsverfahren gegen Ihn eingestellt hat. Selbst wenn man annehmen möchte, dass die Tür tatsächlich offen war, so ist es doch sehr unwahrscheinlich bis undenkbar, dass die Polizistin die angeblich in gebeugter Haltung vor der Tür verharrte, nicht von einem Messer das gegen Sie gerichtet war etwas mitbekommen haben soll. Auch die Begründung dass kein Pfefferspray eingesetzt wurde, ist für uns hanebüchen. Es wird damit argumentiert, dass die eingesetzten Polizeibeamten einen Sicherheitsabstand von mindestens 7 Metern einhalten müssten. Dies ist jedoch fernab jeder Realität, wer schon einmal auf einer Demonstration oder Großveranstaltung war, wo Pfefferspray seitens der Polizei eingesetzt wurde, weiß auch, dass diese in der Regel nicht zögert zur angeblichen oder wirklichen Gefahrenabwehr, dies auch aus nächster Nähe zu tun. Ebenfalls wurde behauptet, dass es nicht sicher sei, wie Menschen die (regelmäßig) Kokain konsumieren oder akut unter Kokaineinfluss stehen, auf Pfefferspray reagieren. Dabei gibt es anerkannte wissenschaftliche Befunde die aufzeigen, dass der Einsatz von Pfefferspray bei Kokainkonsumenten zu einer vielfach erhöhten Sterblichkeit führt. Nun sagt die Staatsanwaltschaft aber nicht, das Pfefferspray nicht zum Einsatz kam um Adels Leben zu retten, aber Ihn dennoch kampfunfähig zu machen. Sondern weil sie die Befürchtung hatten das der Einsatz von Pfefferspray eventuell „aufputschend“ auf Adel hätte wirken können. Adel B. stattdessen in die Brust zu schießen und dabei zu töten, lässt aber nicht gerade auf eine richtige Wahrnehmung der Situation schließen. Im Gegenteil, Adel sollte nicht schonend behandelt werden, sondern getötet.
Als Initiative Gerechtigkeit für Adel verurteilen wir den Umgang der Staatsanwaltschaft mit den vorhandenen Beweisen und dem Ergebnis der Einstellung. Für uns ist weiterhin klar, dass Adel B. durch den Polizisten ermordet wurde. Wir werden daher in Kürze eine Demonstration gegen die Einstellung des Verfahrens ankündigen und dazu aufrufen. Es kann nicht sein, dass in einem Rechtsstaat, ein Polizist ohne Not einen Menschen erschießt und keine strafrechtlichen Konsequenzen gezogen werden. Wir fordern weiterhin die volle Aufklärung des Falls Adel .B und die Verurteilung des Täters wegen Mordes.

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