Ausstellung Three Doors noch bis zum 1. September 2024 im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart

Das Projekt Three Doors wurde 2022 von der multidisziplinären Forschungsgruppe Forensic Architecture (FA) und deren Berliner Schwesterorganisation Forensis in Zusammenarbeit mit der Initiative 19. Februar Hanau und der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh entwickelt. Gemeinsam mit den Angehörigen und Überlebenden und deren Unterstützer*innen widmen sie sich zwei Fällen tödlicher rassistischer Gewalt in Deutschland: dem Attentat 2020 in Hanau, bei dem neun Menschen von einem Rechtsextremisten getötet wurden, sowie der Ermordung Oury Jallohs 2005 in einer Gefängniszelle in Dessau. Trotz erdrückender Beweise muss für die gerichtliche Anerkennung dieses Mordes weiterhin gekämpft werden.

Im Vordergrund des Projektes stehen drei Türen, die verschlossen waren, als sie hätten geöffnet sein müssen, und umgekehrt. Konkret handelt es sich um den verschlossenen Notausgang in der Arena Bar, einem der Tatorte in Hanau; die in der Hanauer Tatnacht lange Zeit unbewachte Tür des Täterhauses; sowie die Tür der Gefängniszelle in Dessau, in der Jalloh verbrannte. Für mehr Informationen klicke hier!

Die Ausstellung wurde vor kurzem durch das Recherche-Zentrum um die neuen Erkenntnisse im Fall von Jürgen Rose erweitert. Jürgen Rose ist der erste ungeklärte Todesfall in Zusammenhang mit Polizeibeamten im Polizeirevier Dessau. Er starb am 8.12.1997 an schwersten innerlichen Verletzungen, die ihm durch stumpfe Gewalt zugefügt worden waren.

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