Tod nach Polizeieinsatz: Wie ein gesunder 19-Jähriger starb

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Qosay, ein 19 Jahre junger und gesunder Mann, starb vor einigen Wochen in Delmenhorst im Polizeigewahrsam. Grund seiner Festnahme: Er soll einen Joint geraucht haben. Als Polizisten kommen, läuft er weg, wird von eingeholt, mit Pfefferspray malträtiert und zu Boden gebracht.„Qosay habe auf dem Bauch vor einem Hauseingang gelegen, in Handschellen gefesselt. Ein Polizist habe auf seinem Rücken gekniet. “Zweimal” habe Qosay seinen Namen gesagt, berichtet Hamudi. “Daraufhin habe ich dem Polizeibeamten gesagt, dass die Fixierung mit dem Körpergewicht unnötig sei, da er sowieso schon auf dem Bauch liege und in Handschellen sei.” Qosay habe über Atemnot geklagt. “Er hat zum Polizisten gesagt: ´Ich möchte mich hinsetzen. Ich bekomme schwer Luft'”, so Hamudi. Ein paar Minuten später habe sein Freund sich dann hinsetzen dürfen, die Hände weiterhin in Handschellen auf dem Rücken.“Sanitäter werden gerufen, behandeln ihn jedoch nicht. “Nachdem er das (Wasser, um das er gebeten hatte) nicht bekommen hat, hat der Sanitäter gefragt, was seine Beschwerden seien. Qosay meinte daraufhin, dass ihm schlecht sei. Schwindlig.

Trauerfeier

Und dass er sehr schwer Luft bekomme. Daraufhin meinte der Sanitäter, dass er schauspielere. Qosay habe ja keine blauen Lippen und sei nicht kurzatmig.” Der Sanitäter habe weder Puls noch Blutdruck gemessen, noch einen Pupillencheck gemacht. “Er hat ihn gar nicht angefasst”, fasst Hamudi die Situation zusammen. Die Darstellung, Qosay habe eine Behandlung verweigert, weist der Zeuge zurück. “Das stimmt nicht. Er wollte behandelt werden.”“Im Polizeigewahrsam fällt Qosay ins Koma und stirbt. Er war als 13Jähriger alleine nach Deutschland gekommen, konnte später seine Eltern nachholen – so entkam die yezidische Familie der Ermordung durch den IS.Nach einem von der Familie privat in Auftrag gegebenen Obduktionsgutachten kommt die Staatsanwaltschaft aufgrund nicht mehr umhin, Ermittlungen gegen die beteiligten Polizeibeamten und Rettungskräfte einzuleiten.

(Text kopiert von Christiane Schneider & Panorama 3 NDR, vom 13.04.21)= >Link

Kein Einzelfall / Interview

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Die Journalistin Özlem Gezer (DER SPIEGEL) spricht mit Vertreter*innen von Initiativen, die an unterschiedlichen Orten in Deutschland die Erinnerung an rassistische, antisemitische und antiziganistische Gewalttaten organisieren. Sie erzählen von ihrer spezifischen Geschichte und ihrer Praxis vor Ort, ebenso von ihren Forderungen an Politik, Medien und Gesellschaft.

.. weitere Veranstaltungen, siehe > Link

FOLGE 4: NADINE SAEED VON DER INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh gründete sich unmittelbar nach dem Brandtod Oury Jallohs in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau am 7. Januar 2005. Oury Jalloh war in Dessau rechtswidrig in Polizeigewahrsam genommen worden und Polizeibeamte hatten ihn auf eine schwer entflammbare Matratze an Händen und Füßen fest gekettet. Nur wenige Stunden später ist er bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die 15 Jahre lange Ermittlungsarbeit im Fall Oury Jalloh ist geprägt von verschwundenen oder manipulierten Beweismitteln, Widersprüchen in den Zeugenaussagen sowie der Verschleppung und Vertuschung durch die Ermittlungsbehörden von Polizei und Justiz. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh hat die Ermittlungen von Anfang an durch eigene gutachterliche Untersuchungen begleitet und kämpft nicht nur für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh, sondern will auch den ursächlichen, strukturellen Rassismus durch diskriminierende Gesetze für Asylbewerber, durch gewalttätige Polizeipraxis gegenüber „Ausländern“ und durch rechtswidrige Staatsräson der Judikative offenlegen. 

Sa, 10.04.2021 19:00 [Online]

KUNDGEBUNG IN ERINNERUNG AN RITA AWOUR OJUNGE

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[English below]
Zeit: Mittwoch, 7. April 13:20
Ort: Bahnhof Hohenleipisch

Veranstalterin: Women in Exile & Friends

Black Lives Matter Berlin solidarisiert sich mit Women in Exile &
Friends, welche in Erinnerung an ihre Freundin Rita Awour Ojunge zu
einer Gedenk-Kundgebung aufrufen!

Unsere Schwester Rita Awour Ojunge verschwand am 7. April 2019 und
hinterließ zwei kleine Kinder.

Sie war 32 Jahre alt und lebte seit mehr als 7 Jahre in Deutschland im
Lager von Hohenleipisch.

Es dauerte 3 Monate bis die Polizei ihre verkohlte Leiche im Wald in der
Nähe des Lagers entdeckte. Trotz der Berichte vieler ihrer Freundinnen und Nachbarinnen brauchte die lokale Brandenburger Polizei Monate, um überhaupt mit der Suche zu beginnen, und sie begann erst nach einem Anruf der Berliner Polizei. Bis heute gibt es keine Antworten auf die Frage, wer Rita getötet hat.

Das Lager in Hohenleipisch ist immer noch in Betrieb, obwohl die
Bewohner*innen nach dem Tod von Rita dessen Schließung gefordert
hatten.

In Gedanken und zu Ehren an Rita fordern wir:

GERECHTIGKEIT FÜR RITA!
LAGER IN HOHENLEIPISCH SCHLIESSEN!
KEINE LAGER FÜR FRAUEN* UND KINDER!
ALLE LAGER ABSCHAFFEN!

KOMMT ZAHLREICH ZUR GEDENKFEIER!


Achtet aufeinander, haltet Abstand und tragt einen Mund-Nasen-Schutz!

Solidarische Grüße,
Black Lives Matter Berlin

[English]

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Der Mord an Burak Bektaş

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Burak ist vor 9 Jahren ermordet worden. Er hat in dieser Nachbarschaft
gewohnt. Der Mord wurde bis heute nicht aufgeklärt. Seine Familie
leidet immer noch darunter. Zeigt euch solidarisch und lasst sie damit nicht
alleine. Kommt auf die Demo, kommt zum Gedenkort. Seit Jahren verüben
Neonazis Anschläge in Neukölln.

Die Polizei hat diese bisher nicht aufgeklärt.

Das dürfen wir nicht einfach passieren lassen. Auch auf den Gedenkort für Burak wurden zwei Anschläge verübt. Liebe Nachbar:innen, unterstützt uns. Besucht den Gedenkort. Schützt ihn vor weiteren Anschlägen.


Der Mord an Burak Bektaş
Am 5. April 2012 schoss ein unbekannter weißer älterer
Mann auf eine Gruppe Jugendlicher, die sich in der Nähe das
Krankenhauses Neukölln unterhielten. Der 22 jährige Burak
Bektaş wurde dabei getötet, seine Freunde Jamal A. und Alex A.
lebensgefährlich verletzt. Der Täter entfernte sich ruhig vom Tatort
und verschwand im angrenzenden Wohngebiet. Die Tat erinnert
an eine Hinrichtung. Es gab zwischen den Jugendlichen und
dem Täter keinen Wortwechsel. Sie standen in keiner Beziehung
zueinander. Ein persönliches Motiv kann ausgeschlossen werden.

Redebeitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, am 5.4.21: pdf>Link

Trauerfeier für Alpha Oumar Bah, am 27.03.21 / Münsinger Park

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Berlins lebensgefährliche Abschiebepolitik –
Suizid eines jungen Mannes aus Guinea

Berlin 22.3.2021: Gemeinsame PressemitteilungFlüchtlingsrat Berlin,GuinéeSolidaire,Beratungs-und Betreuungszentrum für junge Geflüchtete und Migrant*innen BBZ, Black Lives Matter Berlin, Migrantifa Berlin, We’ll Come United Berlin Brandenburg, Moabit hilft e.V., Schöneberg hilft e.V., Be an Angel e.V., Willkommen im Westend,ISD Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. > pdf-Link

Berlins lebensgefährliche Abschiebepolitik – Bilder vom Trauerzug, am 27.03.21 Umbruch Bildarchiv

Suizid eines jungen Mannes aus Guinea! Berlins Innensenator präsentiert sich im Vorwahlkampf als Hardliner in Punkto Abschiebungen. Ob Guinea, Afghanistan oder die Republik Moldau, vom Koalitionsversprechen einer humanen Abschiebepolitik ist viereinhalb Jahre später nichts mehr übrig.Mit der durch einen medienwirksamen öffentlichen Auftritt im Görlitzer Park unterstützten Einladung einer fragwürdigen Guineischen Delegationzur Ausstellung von Abschiebedokumenten und der Beteiligung Berlins an der bundesweiten Massenabschiebung am 16.3. nach Guinea ist in der Berliner Guineischen Community Panik ausgebrochen.Wir gehen davon aus, dass diese Situation bei dem in Berlin lebenden geflüchteten Alpha Oumar Bah aus Guinea dazu geführt hat, dass er den psychischen Druck nicht mehr aushielt und sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Leben nahm. Der 27 jährige lebte seit mehr als drei Jahren in Berlin in einer Geflüchtetenunterkunft, hatte eine Duldung und verdiente seinen Lebensunterhalt bei einer Reinigungsfirma. Wir fordern eine genaue Aufarbeitung der Umstände seinesTodes und dessen Zusammenhang mit dem psychischen Druck und der Ausweglosigkeit durch die aktuelle Berliner Abschiebepolitik. Wir fordern den Innensenator auf, statt sich im Vorwahlkampf zu Lasten von geflüchteten Menschen mit Abschiebungen zu profilieren, endlich funktionierende Legalisierungs-und Bleiberechtsregelungen umzusetzen, um den betroffenen Menschen eine Perspektive zu bieten, statt rassistische Ressentiments zu fördern.In 2020 haben sich bundesweit die Abschiebezahlen infolge der Corona-Pandemie mehr als halbiert.Berlin ist als einziges Bundesland auf dem Niveau des Vorjahres geblieben und hat 2020 fast 10% der Abschiebungen bundesweit zu verantworten. Berlin organisiert monatlich Massenabschiebungen in die Republik Moldau. Betroffen sind zum Großteil Rom*nja, welche in dem Corona gebeutelten Land weder Perspektive noch einen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Trotzdem schob Berlin sogar Menschen im Rollstuhl, in laufender Chemotherapie oder in Tuberkulosebehandlung nach Moldau ab, ohne dass dort eine Weiterbehandlung gewährleistet ist.Beiden bundesweiten Abschiebungen nach Afghanistan beteiligt sich Berlin an fast jedem Charter,somit der Abschiebung eines jungen Mannes aus derJugendstrafanstalt in Anstaltskleidung und ohne Geld oder der eines Opfers von gewalttätiger Hasskriminalität.

Wir trauern um Alpha Oumar Bah. Wir fordern den Senat auf, den Koalitionsversprechen aus 2016 gerecht zu werden: Stopp der polizeilichen Panikmache -Weg von Abschiebungen –Hin zu Bleiberecht.

Für die Überführung des Leichnams nach Guinea werden Spenden gesammelt:

https://gofund.me/b5a5e302

Pressekontakt:Guinée Solidaire: Balde Aissatou Cherif, Tel. 0159 0160 4413Flüchtlingsrat Berlin: Nora Brezger, Tel.: 0176 7720 9320, E-Mail brezger@fluechtlingsrat-berlin.de

Rechte Strukturen und Racial Profiling in der Polizei – dafür steht die GdP!

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Der 15. März ist der internationale Tag gegen Polizeigewalt.

Auch in Deutschland beteiligen sich mehrere Organisationen und Zusammenschlüsse
an Aktionen und Kampagnen. Denn das Aufmerksam-Machen und Bekämpfen von
rechten Strukturen und rassistischen Übergriffen und Morden in der deutschen Polizei ist bitternötig: Erst kürzlich wurde durch die Kampagne “Death in Custody” bekannt dass Qosay Sadam K. in Delmenhorst nach einer gewaltsamen Festnahme durch die Polizei starb. Er war dem Terror des IS entkommen und starb im deutschen Polizeigewahrsam. Qosay wurde 19 Jahre alt. Um auf diese unendlichen strukturellen Probleme in der deutschen Polizeigdp
aufmerksam zu machen wurden Plakate aufgehängt die Aussagen aus den Social-Media-Kanälen der GdP mit entlarvenden Bildern konterkarieren.
Die Plakate machen deutlich, wie weit die Selbstdarstellung der GdP von der Realität der deutschen Polizeipraxis abweicht. Rassistische Polzeikontrollen sind alles andere als Einzelfälle, sondern Alltagspraxis .     .

Mehr Infos > Link

Demo am 19.03. in Berlin: Gegen Repression, Polizeigewalt und Knast in Berlin

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Kommt zur Demo (Route) am Freitag, den 19. März, um 17:30 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße – gegen die Kriminalisierung von linken und emanzipatorischen Bewegungen, das Knastsystem und den institutionalisierten Rassismus in Polizei und Justiz! Außerdem finden rund um den 15. und 18. März weitere Aktionen und Veranstaltungen statt.

 

Aufruf zur Demo gegen Repression, Polizeigewalt und Knast in Berlin

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Polizeigewalt (15. März) und des Internationalen Tages der politischen Gefangenen (18. März) rufen wir als Berliner Bündnis der bundesweiten Kampagne „Gemeinschaftlicher Widerstand“ zusammen mit „Death in Custody“ zur Demo auf. In zahlreichen Städten sind in dieser Woche Aktionen geplant. Am 18. März ist zudem der 150. Geburtstag der Pariser Kommune, der revolutionären Selbstorganisierung Pariser Arbeiter*innen. Gehen wir auf die Straße, gegen Repression, für neue Kommunen!

Kommt zur Demo am Freitag, den 19. März, um 17:30 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße – gegen die Kriminalisierung von linken und emanzipatorischen Bewegungen, das Knastsystem und den institutionalisierten Rassismus in Polizei und Justiz!

Nach der Auftaktkundgebung wollen wir pünktlich 18 Uhr durch den Kiez, vorbei an kämpferischen Orten. Durch Repression sollen Kämpfe gegen die ausbeutende Klasse und der Aufbau einer solidarischen Gesellschaft unterdrückt werden.

Im vergangenen Jahr kam es wieder massenhaft zu politisch und rassistisch motivierten Durchsuchungen, Strafverfahren und Inhaftierungen: wie Razzien im Görlitzer Park und der anarchistischen Bibliothek Kalabal!k, kollektive Massenanklagen gegen Antifaschistinnen wegen der Blockade eines Nazi-Aufmarsches in Remagen, gegen G20-Gegnerinnen im sogenannten „Rondenbarg“-Verfahren oder gegen Feministinnen, weil sie den järhlich stattfindenden sogenannten „Marsch für das Leben“ von Abtreibungsgegnerinnen 2019 in Berlin blockiert haben sowie Anklagen und Inhaftierungen gegen Linke wegen angeblicher terroristischer Vereinigungen nach Paragraphen 129 a/b. Nicht vergessen dürfen wir die Auswirkungen der Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre – und die Novellierung des Berliner ASOG (Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz), das die Befugnisse der Polizei, unter anderem zur Telefonüberwachung, erweitern soll. Hinzu kommt die Repression gegen linke Projekte und Zwangsräumungen wie des Camps an der Rummelsburger Bucht. Potse, Meuterei, Köpi-Wagenplatz und die Rigaer94 sind bedroht. Es wird am 11. und 12. März mit einem Angriff der Polizei auf die Rigaer94 gerechnet.

In Solidarität mit den Gefangenen ist unser Ziel der Knast Moabit. Hier starb im Sommer 2020 Ferhat Mayouf: seine Zelle brannte, er rief um Hilfe, während Wärter*innen davor standen und nichts unternahmen – bis er verstummte. Wie in allen Knästen sitzen – isoliert von der Gesellschaft und der Willkür des Knastapparates ausgesetzt – auch in Berlin Menschen im Knast, weil sie keine Fahrkarten haben und Geldstrafen nicht zahlen können oder weil sie keine Aufenthaltserlaubnis erhalten – weil sie von Klassenjustiz, Rassismus und Sexismus angegriffen werden. Dem kapitalistischen System dienen wir eingesperrt hingegen als billige Arbeitskräfte- zum Beispiel für Behörden und Unternehmen wie Miele, Ikea und Rossmann für ein bis drei Euro pro Stunde.

Zusammen sind wir stärker als ihre Repression!
United We Stand – Against Repression, Racism, Patriarchy and Capitalism!

Demo * Berlin * 19.03.2021 * 17:30 Uhr * U Turmstraße

Aufruf zum 19.03.21, als pdf > Link

 

Erneuter Todesfall in Polizeigewahrsam!

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Am 06.03.21 ist in Delmenhorst ein 19-Jähriger nach einer Polizeikontrolle gestorben. Polizei spricht von tragischem Unglücksfall, aber es gibt Zweifel.

.. Am Freitagabend ist ein 19-jähriger in einer Zelle des Polizeireviers Delmenhorst kollabiert und später im Krankenhaus verstorben. Qosay K. war zuvor in einem Park nach einer Kontrolle von der Polizei festgenommen worden. Kommentare in einer lokalen Facebookgruppe werfen Fragen an der Darstellung der Polizei auf ..

.. siehe TAZ- Artikel, vom 07.03.2021 > Link

 

Wer ein Verfahren mit dieser Begründung einstellt, will keine Aufklärung!

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PRESSEMITTEILUNG DER INITIATIVE AMED AHMAD – vom 4. MÄRZ 2021

Einladung zur Pressekonferenz am 9. März 2021, ab 13:30 Uhr vor den
Landtag Düsseldorf – ein Polizei- und Justizskandal in NRW.

Sehr geehrte Damen und Herren,

“Unsere Forderungen lauten Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit. Wir werden nicht aufhören, nach den Mördern von unserem Sohn zu fragen. Wir benutzen das Wort Mörder, weil Menschen Amed getötet haben oder seinen Tod verursacht haben.” (Malek und Fadila Ahmad, die Eltern von Amed Ahmad – im Oktober 2018)

Am 4.Februar 2021 ist das Ermittlungsverfahren gegen den Polizisten Frank G. eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor gegen den Polizeibeamten aus Geldern wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung ermittelt. G. soll die Inhaftierung von Amed Ahmad in der JVA Kleve im Sommer 2018 als Fehler erkannt, dann aber nicht für die Freilassung von Amed Ahmad gesorgt haben. Auch wurde geprüft, ob G. sich vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss “Kleve”, der seit 2019 im Landtag von Nordrhein-Westfalen für Aufklärung zu den Umständen der Inhaftierung und des Todes
von Amed Ahmad sorgen soll, wegen falscher Aussagen als Zeuge strafbar gemacht habe. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Sie hätten keine hinreichenden Beweise dafür liefern können, dass G. vorsätzlich falsch gehandelt habe.
“Die Staatsanwaltschaft legt vermutlich aus politischen Gründen bei der Strafverfolgung von Polizeibeamt:innen andere Maßstäbe an, als im Normalfall. Es ist abwegig, bei der
Freiheitsberaubung nur von Fahrlässigkeit auszugehen. Die handelnden Polizeibeamt:innen haben die Inhaftierung der falschen Person billigend in Kauf genommen”, so die Anwälte der Familie Ahmad, Forst und Reinecke.                                 .. Pressemitteilung als pdf > Link

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Gerechtigkeit für Rooble Warsame!

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Im Februar 2019 starb der 22-jährige Rooble Warsame in Polizeigewahrsam in Schweinfurt, Bayern. Die Polizei erklärte seinen Tod zum Selbstmord. Wir, seine Familie, wissen, dass dies nicht wahr ist.

Deswegen sammeln wir Spenden, um ein zweites Gutachten in Auftrag zu geben. Aufgrund des verdächtigen und unkooperativen Verhaltens der Polizei möchten wir einen unabhängigen Forensiker beauftragen, die Todesumstände zu untersuchen.

Rooble stand seiner Familie nahe und drückte niemals Selbstmordgedanken aus. Die erste Autopsie schließt einen Mord nicht aus. Die Polizeibeamt:innen konnten nicht nachweisen, wie der vermeintliche Selbstmord begangen sein soll. Dennoch erhob die Staatsanwaltschaft zunächst keine Anklage und deklarierte seinen Tod als Selbstmord. Unser Anwalt legte Berufung ein und forderte, die Untersuchung offen zu halten, was jedoch zunächst durch den Wortlaut der ersten Autopsie, dass Selbstmord „eine Möglichkeit“ sei, behindert wurde. Im Juli 2020 hat die Staatsanwaltschaft endlich die Untersuchungen wiederaufgenommen.
Je mehr wir über die Ermittlungsfehler erfahren, desto sicherer sind wir uns, dass die Version der Polizei nicht wahr ist. Der Mann, welcher mit Rooble festgenommen wurde (möglicherweise der einzige Zeuge von Roobles Tod neben den Polizist:innen selbst), wird seit über einem Jahr vermisst. Die Polizei ließ ihn am Tag nach der Festnahme frei, ohne ihn als Zeugen von Roobles Tod zu vernehmen, und versäumte es, seinen Aufenthaltsort zu verfolgen. Die Polizei war auch bestrebt, Roobles Leiche so schnell wie möglich einzuäschern. Dies wurde nur durch den Einsatz der Moscheegemeinschaft verhindert, die darauf bestand, Rooble in Gegenwart von Familie und Freunden ein islamisches Begräbnis zu geben. Diejenigen von uns, die bei der Waschung von Roobles Leichnam anwesend waren, sahen Verletzungen, die eindeutig auf einen Kampf und nicht auf Selbstmord hindeuten. Er war bedeckt mit frischen Wunden, Schrammen und einer Knieverletzung,  zeigte jedoch keinen Spuren von Selbststrangulation. Uniformierte und in Zivil gekleidete Polizist:innen tauchten unangekündigt und ohne Erklärung bei der Beerdigung auf.

In Kollaboration mit KOP Berlin  (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt), sammeln wir Geld für eine zweite unabhängige Investigation in Roobles Tod. Wir brauchen etwa 2 000 Euro um den Obduktionsbericht ins Englische zu übersetzen, sowie 3 000 Euro für ein zweites Gutachten eines:r forensischen Experten:in.

Spenden könnt ihr über entweder hier, ( gofundme / engl. ) oder per Überweisung an das Bankkonto ARIBA e.V./ Reach Out, wo Spedenbelege möglich sind. Sendet uns dafür eine Nachricht/ Email!

Als Roobles Familie verdienen wir zu wissen, wie er gestorben ist. Dieses externe Gutachten wird uns ermöglichen unser Streben nach Gerechtigkeit für Rooble fortzusetzen. Bitte unterstützt uns mit einer Spende und teilt die Kampagne in euren Netzwerken.

Weitere Informationen zu Roobles Tod findet Ihr in Artikeln der TAZ und dem Institute of Race Relations  (auf Englisch).

Gedenken an die schwarzen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

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Aufruf zu deutschlandweite, Internationale und solidarische Gedenk-Aktionen am 27.02.2021 um 11 Uhr / Wilhelmstr. 92 / 10117-Berlin
Dieser Gedenkmarsch wurde vom Komitee für die Einrichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB) ins Leben gerufen, um der Forderung nach Anerkennung derVerbrechen gegen schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft Nachdruck zuverleihen. Das Ende der Kongokonferenz (15. Nov. 1884 – 26. Feb. 1885), auch Berliner Konferenzgenannt, auf der Afrika von blutrünstigen Kolonialmächten willkürlich aufgeteilt wurde,haben wir als Datum für diesen Gedenktag ausgewählt. Um unserer Forderung nachGerechtigkeit für Menschen afrikanischer Herkunft Nachdruck zu verleihen, wollen wird jährlich der Opfer der kolonialen Barbarei gedenken.
Wir werden uns versammeln, um die weltweiten Beiträge von Widerstandskämpfer*innen und Überlebenden an zu erkennen und zu würdigen.
Den jährlichen Gedenkmarsch zu Ehren von Afrikanischen Opfer Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt wird 2021 stattfinden. Wir werden 2 Meter Abstand halten und Masken tragen. Es wird ein live stream der Gedenkmarsch+Beiträge auf Facebook ausgestraht.
Das Komitte für ein afrikanisches Denkmal in Berlin und die Schwazen Communities in Deutschland rufen euch Einzelperson, Familien, Kollektive deutschlandweite und Internationale auf Aktionen zu planen ergänzend zu den Gedenkmarsch nach Kapazitäten und Möglichkeiten.
Somit setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen von deutschen Genozide, Versklavung, koloniale Amnesie in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt, rassistisch Unterdrückungen und rassistischer Morde von Schwarzen und Menschen afrikanischer Herkunft. Die Aktionen an möglichst vielen Orten sichtbare Spuren des Erinnern an die schwarzen Opfer hinterlassen und an Rassismus mahnen.
Die Spanne reichte von Blumen und Kränze niederlegen über. Kerzen bis zu besser sichtbaren Gesten wie ein Banner, Plakate aufstellen, Performance, Kundgebungen, Mahnwache, Ausstellungen, Installationen und größeren symbolische dekoloniale Aktionen,/Rituale auf zentralen Plätzen, die Koloniale Verbrecher*innen verehren, symbolische Umbenennung von Straßen, Plätzen…. Lasst die Kreativität frei laufen!
#KeinVergessen #keinvergeben
#BLM #StopDeportation
#NoJusticeNoPeace #AktivGedenken
Kontakte.
kadib.gedenkmarsch@gmail.com
Tel/Whatsapp: +4915739847030
****ENGLISH*****

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In Gedenken an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt

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Kundgebung am 28. Februar 2021 um 14 Uhr

Oranienplatz – Berlin-Kreuzberg

Wir gedenken bei der Kundgebung all der Schwarzen Menschen bzw. von Rassismus betroffenen Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt oder unter Entziehung ihrer Freiheit in den vergangenen Jahren in Gewahrsam ums Leben kamen.
Sich in Gewahrsam zu befinden verstehen wir als Situation, in der sich Personen in geschlossenen Räumen befinden, in denen sie abhängig von anderen Personen werden und die der Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich sind, z.B.: Polizeistationen, Polizeifahrzeuge, Gefängnisse, Psychiatrien, Krankenhäuser, Pflege-, Geflüchteten- und Kinderheime.
Sich in Gewahrsam zu befinden heißt auch, potenziell Menschen ausgeliefert zu sein, die mit institutioneller Macht ausgestattet sind (Polizist:innen, Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen und Justizpersonal). Was in diesen Räumen passiert, bleibt oft hinter Mauern, Türen und durch menschenverachtende Loyalität verschlossen: Unrecht, Diskriminierung und Gewalt, die sich hier zutragen, sind schwer offenzulegen, abzubauen und aufzuarbeiten.
Allein die Todesfälle der letzten Zeit – Hussam Fadl, Ahmed Amad, Maliullah Jabarkhil, Rooble Warsame und William Tonou-Mbobda – zeigen die immense Gefahr, die für People of Color in Gewahrsam entsteht und deren Aufklärung in weiter Ferne liegt. Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall. Fehlende Konsequenzen in den Institutionen sind systematisch.
Seit September 2020 erinnert ein Denkmal auf dem Berliner Oranienplatz an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt. Mit dem Mahnmal sind die Ziele verbunden.
# Die Kriminalisierung der gestorbenen und getöteten Menschen of Color zu bekämpfen und an ihre Geschichte zu erinnern.
# Gesellschaftliche Debatten führen, die den Tod in Gewahrsam nicht länger ignorieren.
# Verantwortliche Institutionen, effektive Schutzmaßnahmen und Schutzmechanismen etablieren.
Dieses Mahnmal, das durch das konsequente Handeln einiger Antirassist:innen dort errichtet wurde, ist mittlerweile zu einem festen Ort des Gedenkens, Mahnens und Erinnern geworden. Immer wieder werden – monatlich aktuell – Texte, Bilder, Blumen und Kerzen aufgestellt, die an die Gestorbenen erinnern.
An diesem Ort findet die Kundgebung am 28. Februar 2021 statt.
Bringt Blumen oder Kerzen mit.

Ein Jahr nach Hanau: Gedenken heißt kämpfen!

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Kommt mit uns am 19. Februar zusammen, um
Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu und allen anderen Betroffenen
rassistischer Gewalt zu gedenken.
Gedenkorte am 19.02., ab 16 Uhr:
Rathausplatz, Neukölln
Oranienplatz, Kreuzberg
Leopoldplatz, Wedding
Antifaschistische Demo am 20.02.
14 Uhr, S-Bhf Hermannstraße
 
                                                          Hanau war kein Einzelfall.
                                                          Erinnern heißt verändern,
                                                          Gedenken heißt kämpfen!

Große Versteigerungsaktion eines Ölgemäldes zugunsten der Arbeit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

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Ab heute, dem 28.1.2021 um 15 Uhr, wird das original Ölbild zum Cover des neuen Albums des Rappers PTK namens »Kreuzberg & Gomorrha«, gemalt vom Künstler Nils Ben Brahim, versteigert. Die Versteigerung läuft für insgesamt 10 Tage bis zum 7.2.2021 um 15 Uhr.

Das höchste Gebot zum Ende der Auktion, am 7.2.21 = 5.300,-€!

Hintergrund:

Für das Cover des kommenden Albums “Kreuzberg & Gomorrha” (Release: 12.3.21) entstand eine Zusammenarbeit zwischen dem Rapper PTK und dem Künstler Nils Ben Brahim, der ein Ölbild dafür gemalt hat. Auf diesem haben sich außerdem zwei Straßenkünstler verewigt: SOZI36, dessen Werke im Berliner Stadtbild hauptsächlich auf Matratzen zu sehen sind, und Ikarus, der bekannt ist für Pixação, einem Graffiti-Stil aus Brasilien, bei dem sich von Dächern abgeseilt wird.

Alle Beteiligten eint ein politisches Grundinteresse, das sich im Fall des von Polizisten ermordeten Oury Jalloh widerspiegelt: Mit verschiedenen Kunstformen zusammen auf Ungerechtigkeiten und die Missstände, die diese überhaupt ermöglichen, aufmerksam machen. Daher wird das Ölgemälde nun online versteigert und der Erlös der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh gespendet.

Video mit Interviews von PTK, Nils Ben Brahim, SOZI36, Ikarus und der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh: https://youtu.be/NoR3BptHMiM

Weitere Infos:                 .. als pdf-Link

PTK:https://www.instagram.com/ptk.ptk/

https://www.facebook.com/PTKPTK/

Nils Ben Brahim: https://www.instagram.com/nilsbenbrahim/

https://nilsbenbrahim.com/

Ikarus: https://www.instagram.com/ikarus.bln/

SOZI36: https://www.instagram.com/sozi.36/

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh:https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Felix Gunkel: https://www.instagram.com/felixo3o/

Statement zu rassistischen Übergriff der Hamburger Polizei gegen einen Schwarzen Lehrer

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Hamburg, den 27.01.21

Die BLACK COMMUNITY in Hamburg ist empört und verurteilt den rassistischen Übergriff Hamburger Polizeibeamt*innen auf den Schwarzen Lehrer Philip Oprong Spenner von der Stadtteilschule Am Heidberg in Hamburg Langenhorn am 22. November 2020. Einem Zeitungsbericht zufolge „alarmierte“ eine 14-Jährige die Polizei. Sie „meldete“, dass „sich ein schwarzer maskierter Mann“ in der Schule aufhalte.

Die Polizei Hamburg löste daraufhin einen Großeinsatz aus, weil wegen eines einzelnen Schwarzen Mannes mit einem Corona-Mund-Nase-Schutz in einem beleuchteten Klassenzimmer unmittelbar „… der Verdacht bestand, dass sich ein oder mehrere Einbrecher in der Schule befände(n)“. Die Polizei rückte daher mit gleich 5 Peterwagen und 15 Polizistinnen an. Die Polizeibeamtinnen agierten unmittelbar mit gezogenen Dienstwaffen und grellen Taschenlampen, wodurch sich die Nachbarschaft natürlich ebenfalls alarmiert zeigte. Trotz Corona-Pandemie bildete sich im Verlauf eine eigentlich genehmigungspflichtige Zuschauermenge von ca. 100 Menschen ..

.. weitere Infos > Link

 

Statement Dr. Vanessa Eileen Thompson (UIK Oury Jalloh)

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Eine Einschätzung von Dr. Vanessa Eileen Thompson von der Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung des Todes von Oury Jalloh, zu den Ergebnissen der Sonderberater des Landtags Sachsen-Anhalt. Kriminalisierung und Entmenschlichung von Oury Jalloh setzt sich auch im Bericht von Jerzey Montag und Manfred Nötzel fort. Eine dringende Aufklärung des Oury-Jalloh-Komplexes ist deshalb weiterhin unumgänglich, da von einer Aufklärung von rechtsstaatlicher Seite nach wie vor nicht auszugehen ist.

In Gedenken an Ferhat Mayouf Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall

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Am 23.07.2020 verbrannte Ferhat Mayouf in seiner Zelle. Die JVA Moabit, Polizei und Justiz erklärten den Fall zu einem Suizid und sprechen sich damit von jeder Verantwortung frei. Hintergrundinformationen und Augenzeugenberichte zeichnen allerdings ein anderes Bild: Ferhat Mayouf war psychisch instabil und sprach von Depressionen. Er bekam durch den Knast jedoch keine Unterstützung, im Gegenteil wurde er 23 Stunden täglich eingeschlossen und isoliert. Rippenbrüche weisen auf mögliche Misshandlungen durch Wärter*innen hin. Als die Zelle brannte, standen JVA-Mitarbeiter*innen vor der Tür und unternahmen nichts, auch auf Hilferufe von anderen Gefangenen reagierten sie nicht. Das macht deutlich: Ferhat Mayoufs Tod war kein tragischer Unfall, kein freier Entschluss zum Suizid. Die JVA Moabit und die deutsche Justiz sind verantwortlich für seinen Tod!

Für die Verantwortlichen folgten keine Konsequenzen, bis heute. Das ist kein Zufall – und vor allem kein Einzelfall.

Die Ermordung von Oury Jalloh 2005 ist wohl das bekannteste Beispiel dafür, dass Behörden einer Aufarbeitung nicht nur im Wege stehen, sondern aktiv Verbrechen von Bediensteten des Staates vertuschen. Auch nach Oury Jallohs Tod war von Suizid die Rede. Nur dank der kontinuierlichen Arbeit von Angehörigen, Freund*innen und Aktivist*innen ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass Oury Jalloh von Polizisten ermordet wurde. Der Name Oury Jalloh wurde so zu einem traurigen Synonym für die mörderische rassistische Polizeigewalt in Deutschland. Seit seinem Tod am 07.01.2005 sind mindestens 97 weitere von Rassismus betroffene Menschen in Gewahrsam gestorben oder durch die Polizei getötet worden.

Kontakt mit der Polizei endet für viele Menschen tödlich. Eine lückenlose Aufklärung aller Umstände ist umso (lebens)notwendiger. Schlimm genug, dass die verantwortlichen Behörden diese boykottieren und verschleppen. Es mangelt aber auch an gesellschaftlichem Druck. Der in Deutschland allgegenwärtige Rassismus und der verbreitete Glaube an die Unfehlbarkeit der Polizei und anderer exekutiver Organe führen zu einer tödlichen Gleichgültigkeit den Opfern, Überlebenden und ihren Angehörigen gegenüber.

Wir aber finden

Jeder Tod im Knast, Gewahrsam oder durch Polizei ist einer zu viel.

Daher lasst uns gemeinsam Ferhat Mayouf gedenken, dem verharmlo-senden Suizid-Narrativ etwas entgegensetzen und zusammen für eine gesellschaftliche Veränderung kämpfen.

Kommt alle am 23.01.2021 um 14 Uhr zum Carl von Ossietzky Park (vor dem Knast Moabit)!  [U9 – Turmstr. / S-Bhf. Bellevue]

Lasst uns auch in Pandemie-Zeiten zusammen solidarisch und verantwortungsvoll demonstrieren! Achtet dafür bitte auf euch und andere, tragt Mund-Nasen-Schutz und haltet Abstand zueinander.

Mehr Infos dazu, auf unserem Blog: https://deathincustody.noblogs.org

Am 24.01. ist  der Todestag von Maria, die letztes Jahr von Polizisten
in ihrer Wohnung in Berlin erschossen wurde.

Kommt alle zur Demo :
Am 24.01.21 um 15 Uhr
in Friedrichshain, Grünbergerstraße 46
Jedes Opfer von Polizeigewalt ist eins zu viel.

Mehr Infos: https://www.abc-berlin.net/maria

Unsere aktuelle PM vom 18.01.2021 findet ihr hier:
https://deathincustody.noblogs.org/post/2021/01/18/pressemitteilung-der-kampagne-death-in-custody-18-januar-2021/

Anhaltende Repression im Oury-Jalloh-Komplex

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Aktivist der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh wird pünktlich zum 7.
Januar 2021 wegen angeblicher Feuerzeugwürfe auf die Köpfe von
Polizeibeamten rechtskräftig verurteilt

Es ist wohl kaum dem Zufall geschuldet, dass ausgerechnet am 7. Januar 2021, dem 16. Todestag von Oury Jalloh, das Landgericht Dessau die Berufung von Micha, einem langjährigen Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, gegen das Urteil des Amtsgerichts Dessau vom 22. Februar 2019 »als unzulässig verworfen« hat.

-komplette Revisisionsbegründung vom Landgericht > pdf-Link

Micha war am 7. Januar 2016, in direktem Anschluss an die Gedenkdemonstration anlässlich des 11. Todestages von Oury Jalloh auf dem Weg vom Dessauer Polizeirevier zum Hauptbahnhof von der Polizei zum Zweck der Feststellung seiner Personalien festgehalten worden. Am 23. Dezember 2016, genau einen Tag vor Weihnachten, erhielt Micha einen Strafbefehl vom Amtsgericht Dessau, mit der Aufforderung 820 € an die Staatskasse zu überweisen, da ihn die Staatsanwaltschaft Dessau beschuldigt, »in 5 rechtlich zusammentreffenden Fällen versucht zu haben, andere Personen körperlich zu misshandeln oder an der Gesundheit zu schädigen.« .

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 18.01.21pdf-Link ..

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Vor 25 Jahren brannte in den frühen Morgenstunden des 18. Januar 1996 das Asylbewerber*innenheim in der Hafenstraße 52 in Lübeck

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————————————  AUFRUF ————————————————————-

Sieben Kinder und drei Erwachsene kommen hierbei ums Leben. 38 Menschen wurden verletzt. Die Ursache war ein rassistischer Brandanschlag – ein trauriger Anlass, der es verdient auf eine besondere Art und Weise erinnert zu werden.

Seit 25 Jahren gilt der Brand als unaufgeklärter Brandanschlag mit der bisher höchsten Opferzahl in Deutschland

– alles deutet darauf hin, dass die Täter*innen vier Neonazis waren, die in der Nacht durch Lübeck fuhren und das Haus in Brand setzten. Die Gruppe männlicher Neonazis aus Grevesmühlen wurde am Tatort kontrolliert und zunächst auch vernommen. Einer dieser Männer gestand später u.a. gegenüber einem Journalisten. Es ist keiner der Neonazis angeklagt und verurteilt worden. Zuletzt wurde im Jahr 2000 versucht die vier Neonazis anzuklagen – ohne Erfolg. Bis heute ist das rassistische Tatmotiv nicht von der Lübecker Staatsanwaltschaft in Erwägung gezogen und zur Anklage zugelassen worden. Die Tat sowie die Brandursache bleiben bis heute unaufgeklärt.

25 Jahre ist es her, dass ein Bewohner beschuldigt und angeklagt wurde

Am 19. Januar wird der Bewohner des Hauses Safwan Eid, zusammen mit seinem Bruder verhaftet. Der aus dem Libanon stammende Mann wird, aufgrund einer ominösen Zeugenaussage beschuldigt, dass Asylbeweber*innenheim, in dem er seit Jahren mit seiner Familie lebte, angezündet zu haben. Nach einem langen Prozess wird er durch einen Freispruch aufgrund von Mangeln an Beweisen freigesprochen. Insgesamt wurde er zweimal unschuldig angeklagt und inhaftiert. Das Anklagen von Familienangehörigen und Betroffenen, die selbst rassistischer Taten zum Opfer fielen, findet hier einen Anfang. Eine Täter-Opfer-Umkehr, die sich z.Bsp. auch bei den Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) zeigte und als falsch erwies.

25 Jahre rechte Gewalt und ein Klima voll Hass

Es ist erschreckend, dass trotz der Teilgeständnisse von aktiven Neonazis, die Debatte um eine Schuldzuweisung zu rechten Täter*innen mit Vorsicht geführt wurde und wird. Diese bettet sich in ein Klima rechter Gewalt ein, in dem es nicht nur darum geht menschenfeindliche Weltbilder zu vertreten, sondern Menschen aufgrund Ihrer Herkunft Gewalt an zu tun. Ein Klima, dass noch bis heute besteht und sich aktuell in vielen Städten Deutschlands wiederfindet. Auch wenn die 1990er Jahre immer wieder exemplarisch als Jahrzehnt der rassistischen Anschläge genannt werden ist rechte Gewalt bis heute alltäglich. Menschen verlieren weiterhin durch rassistische Brandanschläge ihr Zuhause oder durch rassistische Gewalt und Terror ihr Leben.

25 Jahre Gedenken & Anklagen: Neue Wege für die kollektive Erinnerung

Die Ereignisse der Nacht vom 18. Januar 1996 sind Teil unserer Geschichte. Eine Geschichte des Verlustes geliebter Menschen, von Verletzungen, von Angst, Traumatisierung, der Betroffenheit, des Nicht-Glaubenkönnens und des Widersprechens. Eine Geschichte des Gedenkens und des Anklagens. Wir begreifen die nicht Aufklärung des Anschlags, die rassistischen Verhältnisse und alles, was daraufhin geschah, als eine ungeklärte politische Aufgabe, die wir als Antifaschisten*innen und Antirassist *innen lösen wollen. Wir sehen es als unabdingbar an, die Verstorbenen und Überlebenden des Hafenstraßen-Brandanschlages, aber auch die von anderen Anschlägen wie in Halle oder Hanau nicht zu vergessen und aus ihrem Leid etwas für die Kämpfe und Herausforderungen unserer Zeit zu lernen. Wir wollen nicht still sein, wenn Menschen rassistische Gewalt erfahren, sei es durch die Polizei oder durch rechten Terror. Der Hass gegenüber Geflüchteten und Migrant*innen ist weiterhin tief in unserer Gesellschaft verwurzelt. Daher dürfen wir auch nicht wegsehen, wenn Geflüchtete an den europäischen Außengrenzen ertrinken oder Eingepfercht in Lagern leben müssen und das auch noch in Zeiten der Corona Pandemie ..

Initiative Hafenstraße ´96 LINK > weitere Infos:/ Aufruf unterzeichnen / Petition onlie unterzeichnen > Link / Online Streaming am 16.Januar 2021...

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Gemeinsames Gedenken an unseren Bruder Oury Jalloh am 7.1.2021 in Dessau & weiteren Orten

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Aufruf zum dezentralen Gedenken im Rahmen der (Corona-)Möglichkeiten

Unser Bruder Oury Jalloh wurde am 07.01.2005 (RIP) von Polizisten auf dem Dessauer Polizeirevier in Gewahrsam bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Durch unabhängige Gutachten und Aufklärungsarbeit der letzten 15 Jahre konnte dies die Initiative mit faktischen Beweisen aufzeigen. Die deutsche Justiz verweigert sich weiterhin aufzuklären und verleumdet, dass Oury sich nicht selbst angezündet haben kann. Nicht zuletzt verkündeten dieses Jahr im August 2020 die Sonderberater des Landtages Sachsen-Anhalts, dass sie weiterhin an der Täterversion der Selbstanzündungsthese festgehalten und unseren Bruder Oury Jalloh weiterhin kriminalisieren. Wir wissen:

OURY JALLOH – DAS WAR MORD!

Und es ist kein Einzelfall! Im Oktober 2018 hat die Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung des Todes von Oury Jalloh zwei weitere Mordfälle in die unabhängigen Untersuchungen mit aufgenommen: Hans-Jürgen Rose (1997 RIP) und Mario Bichtemann (2002 RIP) wurden beide in Polizeiobhut in Dessau zu Tode gefoltert. Deshalb reden wir vom OURY-JALLOH-KOMPLEX.

Am 7. Januar 2021 werden wir wie jedes Jahr unserem Bruder Oury Jalloh in Dessau gedenken. Und auch unserem Bruder Alberto Adriano (2000 RIP), der von Neonazis im Dessauer Stadtparkt zu Tode geprügelt wurde. Sowie Yangjie Li (2016 RIP), die von einem Dessauer Polizisten-sohn und dessen Freundin vergewaltigt und umgebracht wurde.

Wir wollen auch all unseren Geschwistern gedenken, die in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt durch rassistisch motivierte Gewalt von Polizei und Nazis umgebracht worden, von Justiz und Staat entehrt und unterdrückt und von einer schweigenden Masse an Zivilbürger:innen in Deutschland vergessen werden.

Wir werden sie niemals vergessen! Wir werden nicht schweigen! Wir werden weiter kämpfen für Aufklärung, Gerechtigkeit und Konsequenzen!

Wir rufen deutschlandweit und international zu einem dezentralen Gedenken am 07.01.2021 auf, an dem mit lokalen, selbstorganisierten Aktionen – kollektiv oder einzeln – je nach Umständen und Möglichkeiten unter #WeNeverForgetOuryJalloh wir alle gemeinsam unserem ermordeten Bruder Oury Jalloh und unseren Geschwistern gedenken.

FOTOS & VIDEOS AM 07.01.21 – Hinweis der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh:

Liebe Freund*innen und solidarischen Menschen,

da wir dieses Jahr zum 16. Todestag von Oury Jalloh keine gemeinsame große Gedenkdemonstration in Dessau veranstalten werden, sondern zu dezentralen Aktionen aufgerufen haben, bedanken wir uns schon jetzt über eure zahlreiche Beteiligung.

Oury Jalloh ist kein Einzelfall und das wollen wir am 7. Januar 2021 möglichst breit in die Öffentlichkeit tragen!

Dazu sind mehrere Dinge wichtig:

1. Bitte veröffentlicht Fotos (JPG-Format) / Videos eurer Aktion möglichst zeitnah auf euren sozialen Medien sowie unter den Hashtags: #WeNeverForgetOuryJalloh bzw. #Oury Jalloh !

2. Bitte schickt uns eure Fotos/Videos bestenfalls über WeTransfer
https://wetransfer.com/ möglichst schnell an unsere Mailadresse:
initiative-ouryjalloh@so36.net direkt nach Dessau, damit wir diese zwischen 15 und
16:30 Uhr mit einem Beamer an das Polizeirevier projizieren können !

3. Falls euch dieses nicht möglich ist, weil eure Aktion z.B. erst am Abend stattfinden
wird, schickt und uns bitte trotzdem im Anschluss alle eure Fotos/Videos, die ihr
veröffentlicht sehen möchtet, damit wir diese dann auf unseren sozialen Medien
zusamentragen und verbreiten können !

Hier nochmal eine Übersicht zu den uns bislang bekannten Aktionen für den 7.1.2021

https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/
https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/2020/12/31/zum7-1-21-aufruf-karawane-wuppertal/

Falls eure Aktion noch nicht auf unserer Homepage steht, bitte schreibt uns eine Mail oder meldet euch über Facebook.

Wir hoffen auf ein kraftvolles Gedenken an alle Todesopfer durch Polizeigewalt in Dessau, Bremen, Dortmund, Köln, Essen, Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Duisburg, Göttingen, Bayreuth und überall sonst!

Solidarische Grüße

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Oury Jalloh – Das war Mord!

.. weitere Infos zu KUNDGEBUNGEN in ANDEREN ORTEN: Link

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#BreakTheSilence#NoJusticeNoPeace #AmandlaEwethu #NeverForget #SayTheirNames #BlackLivesMatter #OuryJalloh #KeinEinzelfall

Aufruf der Oury Jalloh Initiative als pdf-Link:de  – frenglarabpers

——————-  PRESSE- ARTIKEL –  ZUM 07.01.2021 > Link  —————

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Live-Stream:                     https://youtu.be/oT5Bdzs_ez8

Gedenken in Mölln am 23.11.2020 | „WIR WERDEN IMMER WIEDER DA SEIN“ (Faruk Arslan)

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Chronologische Reihenfolge der Redner:innen: Ibrahim Arslan, Faruk Arslan, Emiş Gürbüz, Vaska Zlateva, Überlebende des Attentats in Halle, Mouctar Bah, Newroz Duman, Enkelsohn von Bahide Arslan. In Gedenken Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz , die vor 28 Jahren, am 23. November 1992, bei dem rassistischen Brandanschlag in Möllen ums Leben kamen, versammelten sich gestern die Familien der Opfer sowie weitere Betroffene und befreundete Initiativen aus Hanau, Lübeck, Halle und Dessau zusammen mit vielen solidarischen Menschen vor dem Haus in der Mühlenstr. 9.

„Nicht nur die rassistischen Anschläge haben Kontinuität, sondern der Umgang mit den Betroffenen und Angehörigen hat auch Kontinuität.“, erklärte Ibrahim Arslan nachdem er drei von dreitausend Briefen, die den Familien Arslan und Yılmaz von der Stadt Mölln über 27 Jahre vorenthalten wurden waren, vorgelesen hatte.

https://gedenkenmoelln1992.wordpress.com/      (@FREUNDESKREIS IM GEDENKEN AN DIE RASSISTISCHEN BRANDANSCHLÄGE VON MÖLLN 1992)

https://www.facebook.com/19FebruarHanau/       (@19FebruarHanau)

https://www.facebook.com/GedenkenMolln1992  (@GedenkenMölln1992)

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh steht in Solidarität mit den Familien Arslan und Yılmaz.

#BreakTheSilence  #KeinEinzelfall  #WeWillNeverForget  #NoJusticeNoPeace #SayTheirNames

Ausstellung thematisiert rassistische Gewalt

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Mario Pfeifer mit „Negotiating the Law – Das Recht verhandeln“                             vom  29. Oktober 20 bis 10. Januar 21                                                                                    im Edith-Russ-Haus > Katharinenstr. 23 / 26121 Oldenburg

Oldenburg. Mit „Negotiating the Law – Das Recht verhandeln“ greift
der Videokünstler und Filmemacher Mario Pfeifer das aktuell viel
diskutierte Thema rassistischer Gewalt auf. Das Edith-Russ-Haus für
Medienkunst zeigt die Ausstellung vom 29. Oktober 2020 bis zum 10.
Januar 2021.(..)*

Der konzeptionelle Ausgangspunkt der Ausstellung „Das Recht
verhandeln“ ist die neue Arbeit Pfeifers „Zelle 5 – 800°
Celsius“. Sie beruht auf der künstlerischen Aufarbeitung von
forensischen Materialien im zutiefst verstörenden Fall von Oury Jalloh,
eines Sierra-Leoners, der in Deutschland Asyl gesucht hatte und 2005 in
der Gewahrsamszelle 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau verbrannte ..

Presseinformation – Edith Russ Haus: 27.10.20      > Link / pdf

Nord-West-Zeitung, vom 30.10.20: “Mit rassistischer Gewalt im Alltag konfrontiert” (Video-Kunst) > Link zum Artikel Aktivist*innen in die Kunsthallen – Mario Pfeifer zum Fall Oury Jalloh Deutschlandfunk Kultur mp3 vom 03.11.20 > Link Audio  ..  Continue reading

Rechte und Rassistische Strukturen in Staat und Gesellschaft bekämpfen!

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Demo – 7.11.20 – 14:00 Uhr – Platz der Luftbrücke / Berlin – Masken und Abstand!

Auch in Neukölln terrorisieren Nazis Migrant*innen und Linke – bis heute gibt es dazu keinen unabhängigen Untersuchungsausschuss, was Betroffene seit Jahrzehnten fordern!
Das NSU-Urteil vor zwei Jahren ist Kein Schlussstrich! Deutschland ist kein Land der Einzeltäter und der Einzeltaten!

Wir fordern Respekt für die Betroffenen und Konsequenzen für die Täter*innen. Kampf dem rassistischen Normalzustand! Zeigt eure Solidarität mit den Angehörigen der Opfer und den Betroffenen von rassistischer und rechter Gewalt auf der Straße, seid laut und widerständig!

Kein Vergeben, kein Vergessen

– No Justice, No Peace!

Links > Weitere Infos Aufruf pdf  & Flyer  & Facebook-Event

Das Problem heißt Rassismus!

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Gegen die autoritäre Formierung, gegen rechte Netzwerke in Polizei und
Behörden!  Entnazifizierung Jetzt! W) Auf die Straße gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen! Gemeinsam den Rassismus in Staat und Gesellschaft bekämpfen. | de.indymedia.org

Das Wuppertaler „Bündnis gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen“
nimmt unter anderem die aktuellen Fälle in NRW und mehrere Gerichtsverfahren gegen Aktivist*innen in Wuppertal zum Anlass auf die Straße zu gehen und ruft für den 27.10. zu einer Demonstration gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen auf. Wir rufen dazu auf sich an der Demonstration zu beteiligen. Los geht es um 17:30 Uhr am Wuppertaler Landgericht. Vor der Polizeiwache am Hofkamp ist eine Zwischenkundgebung geplant, die Demo endet am Hauptbahnhof.

Aufruf vom „Bündnis gegen Polizeigewalt und rechte Strukturen“                         Link > pdf
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Solidarität mit Christian D.: Opfer von Polizeigewalt vor AG Fürstenfeldbruck am 21.10.

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Aufruf von culture of deportation, Justizwatch & Bayerischer Flüchtlingsrat 20.10.2020

Am 21. Oktober 2020 muss sich Christian D. vor Gericht gegen den Vorwurf des tätlichen Angriffs und der Körperverletzung von Polizeibeamtinnen verteidigen. Dabei war er es, der von den gleichen Beamtinnen angegriffen wurde, die am 5. September 2019 gerufen wurden, um ihn unter Zwang in eine andere Unterkunft zu bringen.

Kommt zum Gericht und zeigt Solidarität mit Christian D: Am 21. Oktober 2020 um 11 Uhr im Amtsgericht Fürstenfeldbruck, Stadelbergerstraße 5, 82256 Fürstenfeldbruck.  – ANMERKUNG: Aufgrund der Situation mit COVID 19 können wir nicht vorhersehen, wie viele Personen den Gerichtssaal betreten dürfen.

Am 5. September 2019 liegt der westafrikanische Asylsuchende Christian D. auf dem Bett seines Zimmers einer Asylbewerberunterkunft in Fürstenfeldbruck bei München. Er soll an diesem Tag in eine andere Unterkunft umziehen. Seine Sachen sind ordentlich gepackt und stehen in der Ecke des Zimmers. Da er selbst aufgrund einer Operation keine schweren Lasten tragen darf, wartet er auf einen Bekannten, der ihm beim Transport helfen soll. Doch die Unterkunftsleitung unterstellt D., er widersetze sich der Anordnung die Unterkunft zu verlassen und bestellt die Polizei, um den Auszug von Christian D. unter Zwang durchzuführen zu lassen .. Continue reading

Black Germans Say It’s Time to Look Inward

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The Black Lives Matter movement saw shows of solidarity around the world this summer. In Germany, some feel there is a reluctance to acknowledge more local problems.

Published Oct. 4, 2020  by New York Times: Is It 'Natural'? Consumers, and Lawyers, Want to Know - Peel Back The Label  Link > engl.

“Weiße Deutsche können nicht immer wieder auftauchen, wenn jemand in Amerika stirbt”, sagte Diana Arce, 38, Organisatorin von Black Lives Matter Berlin. „Sie sagen Black Lives Matter, aber sie weigern sich immer noch, wirklich vollständig zu untersuchen, was mit Oury Jalloh passiert ist. Hier gibt es bereits eine Geschichte der Gewalt. Es hat immer eine Geschichte von Gewalt gegeben. “ At least 15,000 people gathered to protest racism in Berlin on June 6. But people who work on anti-racism initiatives said the crowds seemed more eager to show solidarity with the United States than to self-reflect.

Credit…Mustafah Abdulaziz/National Geographic Society’s Emergency Fund for Journalists

Das Denkmal muss bleiben!

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Seit Samstag, 26. September 2020 steht am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizei-gewalt. Wir wollen uns nun an den Senat und den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wenden, um zu fordern: Dieser Ort muss bleiben.Unbekannte haben diesen Ort installiert, nachdem wir, die Initiative “Wo ist unser Denkmal?” auf das Fehlen eines solchen Gedenkortes aufmerksam gemacht hatte. So wurde aus der geplanten performativen Gedenkfeier am vergangenen Samstag überraschend eine Einweihungsfeier dieses neuen Mahnmals. Für die anwesenden Initiativen und Einzelpersonen – von denen viele selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden waren, auch von Seiten der Polizei, und von denen einige selbst geliebte Menschen verloren haben – war es nicht wichtig, wer das Mahnmal und die Gedenktafel installiert hatte. Ein solches Mahnmal hat zu lange gefehlt.
Und es muss bleiben! Wir fordern Bezirk und Stadtverwaltung dazu auf, diese wichtige Mahnung nicht einfach durch die Polizei entfernen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass dieser Ort langfristig erhalten und gepflegt wird.

Teile unserer Initiative #WoIstUnserDenkmal sind: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), Death in Custody, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, Welcome United Berlin-Brandenburg, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Theater x, Aktionsbündnis Antira, Antirassitische Initiative (ARI), Migrantifa Berlin, Interventionistische Linke Berlin (IL).          Link > pdf

Kontakt:
01521 8966723   woistunserdenkmal@gmail.com               Twitter: @WDenkmal                                        Instagram: wo_ist_unser_denkmal

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 28.08.20

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Sonderberater des Landtages Sachsen-Anhalt  stellen juristische Urteile und Entscheidungen nicht in Frage, übernehmen die Täterversion und kriminaliseren das Opfer

                                                                                         Magdeburg, am 28.08.2020

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu dem Bericht der Sonderberater vom 26.08.2020, präsentiert am 28.08.2020 im Rechtsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt                                                 

»Die Fesstellungen der Gerichte, wonach Oury Jallow durch ein von ihm selbst entfachtes Feuer gestorben ist und eine Tötung durch Dritte ausscheide, müssen – im Sinne einer objektiven Wahrheit – richtig sein. Für diesen Bericht jedenfalls sind es – als prozessual ermittelte Wahrheit – rechtskräftig feststehende Tatsachen, welche in Frage zu stellen vom an die Berater ergangenen Auftrag nicht gedeckt sind.«                                                         Link>PM als PDF

(Bericht der Sonderberater Jerzey Montag und Manfred Nötzel, 26.08.2020)

Wie bereits in dem gesamten juristischen Verfahren festzustellen war, so ist auch die Auftragsstellung der Sonderbearter von Vorn herein einseitig festgelegt:

Sie übernehmen die Täterversionen, vernachlässigen den Korpsgeist und bestätigen richterliche und staatsanwaltliche Entscheidungen. Entgegen der vorliegenden Beweislage wollen auch sie keine weiteren Ermittlungsansätze erkennen können ..


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Zum Mord an Oury Jalloh: Sonderberater sehen keine offenen Ermittlungsansätze!

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Presseberichte vom 28.08.20:

Links > VolksstimmeMitteldeutsche ZeitungDER SPIEGELMDRDIE ZEITNeues DeutschlandDeutsche Welle (engl.)tagesshau (info & video)Junge Welt (29.8.20) & (04.09.20)

Videodokumentation zu Brandversuchen – der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (2013):

“Feuerzeug bleibt Hauptbeweismittel” Anwältin Gabriele Heinecke will vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen Von Susan Bonath / Junge Welt – 04.09.20 > Link-pdf

Oury Jalloh unvergessen
Schlussstrich in der Debatte: Sachsen-Anhalts CDU und AfD wollen Aufarbeitung des Feuertods ad acta legen. Zahlreiche Hinweise auf politische Einflussnahme
Von Susan Bonath / Junge Welt / 12.09.20 > Link-pdf

Nach Schüssen aus kurzer Distance wird bei einem Polizeieinsatz in den USA ein Schwarzer schwer verwundet.

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Drei Monate nach dem Tod von George Floyd sorgt nun die Polizeigewalt gegen den Schwarzen Jacob Blake für Empörung. Bei einem auf Video festgehaltenen Polizeieinsatz schossen Beamte im Bundesstaat Wisconsin dem Afroamerikaner aus kurzer Distanz mehrfach in den Rücken und verletzten ihn schwer ..”

Link > Frankfurter Rundschau < 25.08.20 > vollständiger Artikel

Link > Jacob Blake moved to Kenosha, where he was shot 7 times in the back by police, because ‘it was safer,’ according to his uncle <25.08.20> engl.

Link > Facebook / JUSTICE FOR JACOB BLAKE

DEFRAGMENTIERT – Die Ungetrösteten

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aus MIGAZIN / von A. Kadir Özdemir / 23.08.2020                       >Link-Migazin

Was bedeutet es für eine Weißdeutsche, darüber zu lesen, dass People of Color in Polizeigewahrsam sterben? Was macht es mit ihnen und was macht es mit People of Color?

Gesine fragt, warum wir besessen sind von NSU 2.0, NSU, Hanau, Oury Jalloh, Amad Ahmad, Eric Garner, George Flyod, Marwa El-Sherbini, Rooble Warsame, sogar noch von Hoyerswerda, Solingen, Mölln.

„Was ist ein angemessener Zeitraum, um die Opfer von weißer Gewalt zu vergessen?“, frage ich.

Sie ist etwas beleidigt, sie mag es nicht, wenn Menschen als weiß bezeichnet werden, sie empfindet es als rassistisch. Sie nimmt einen Schluck von ihrem Mate, ignoriert meine Frage und will wissen, ob ich ein Problem habe, Trauer loszulassen? Ich weiß, sie will mir was Gutes tun, mich trösten. Nur. Ich schließe die Augen. Können Weißdeutsche überhaupt begreifen, was diese Gewaltverbrechen in uns auslösen? Die Trauer und der Schmerz ist für uns Schwarze Deutsche, Türkisch-Deutsche, Kurdisch-Deutsche, Vietnamesisch-Deutsche, Yesidisch-Deutsche, Muslimisch-Deutsche, Sinti und Roma-Deutsche reell und wird nicht durch eine Fernsehansprache oder einige Betroffenheitsbekundigungen weggeweht. Unsere Trauer währt manchmal ein Leben lang. Wir gedenken unseren Toten, außerhalb von staatlich regulierten Gedenkkulturen, geben die Erinnerung an das Unrecht weiter, lassen die Ermordeten nicht durch Apathie und Schulterzucken ein zweites Mal sterben. Das ist Loyalität mit unseren Communities. ..
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Deutschland hat ein Polizeiproblem

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2005 verbrannte Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle. Offiziell habe der in Sierra Leone geborene Mann sich angezündet. Doch der Fall hat unzählige Ungereimtheiten. Mittlerweile steht sein Tod als Paradebeispiel für rassistische Polizeigewalt in Deutschland. Nun wollen zwei Sonderermittler die vielen offenen Fragen klären – und stoßen dabei immer wieder an Grenzen. Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ versucht seit 15 Jahren, den Fall aufzuklären. Seit zehn Jahren ist Nadine Saeed Teil davon. Ein Gespräch über neue Erkenntnisse, unkooperative Behörden und strukturellen Rassismus.

Link > BELLTOWER-NEWS / Nicholas Potter 17.07.20 – Im Gespräch: Nadine Saeed ..
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Aktion in Berlin: Decolonize the City! Decolonize Berlin

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All Black Lives Matter. Alle Schwarze Leben heißt auch die, die nicht
durch US-amerikanische Polizisten ermordet wurden, sondern durch
deutschen Kolonialrassismus. Und trotzdem werden die Verbrechen an
diesen Menschen bis heute in Deutschland gefeiert. Verehrt an Orten wie
der Bismarckstatue, der Wissmannstraße oder der Petersalle. Berlin ist
voll mit Erinnerungen an und expliziten Ehrungen von Menschen, die
kolonialistisch und rassistisch waren. Es ist schon lange überfällig,
sich mit diesen Denkmälern und ihren Implikationen auseinanderzusetzen.

Weil die Stadt Berlin, die deutsche Regierung und weiße Bürger_innen die
Initiativen Schwarzer Aktivist_innen, die Straßen umzubenennen, seit Jahren torpedieren und verzögern, haben wir die Straßen unter dem Slogan #DecolonizeTheCity
selbst verschönert. Wenn die Stadt Mörder und Rassist_innen auf Sockeln
und Straßenschildern toleriert, leisten wir Widerstand.
Bereits begonnene Umbenennungen wie die der M-Straße in Glinkastraße
unterstützen wir nicht. Die Initiative der BVG scheint zunächst eine
gute Idee zu sein. Gleichzeitig haben Schwarze Aktivist_innen seit
Jahren dafür gekämpft, die Straße und die Station nach dem
Rechtswissenschftler und Philosophen Anton W. Amo umzubenennen. Die BVG
entschied sich stattdessen für die Benennung nach einem antisemitischen
Komponisten.

Es geht nicht darum, einen Namen zu streichen, um die Konfrontation zu
vermeiden und danach weiter zu machen wie zuvor. Sondern um eine
ausführliche Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe Berlins und mit
Rassismus. Der NSU, Haunau und die jüngsten Anschläge in Neukölln sind
keine isolierten Taten einzelner Rechtsradikaler. Vielmehr sind
Rassismus und Kolonialismus feste Bestandteile unserer Gesellschaft. Sie
systematisch zu verschweigen ist eine Fortsetzung dieser Gewalt. Es ist
an der Zeit, sich ihnen als Gesellschaft endlich zu stellen.

Aktivist_innen jeglicher Position tragen diesen Kampf seit Jahrzehnten
aus. Aktuell ist das Thema Rassismus im Zuge der brutalen Polizeigewalt
in den USA weltweit und auch in Deutschland wieder im Fokus. Diesen
Moment müssen wir nutzen:
Nieder mit den rassisitischen Straßennamen und kolonialverherrlichenden
Denkmälern.
Lasst uns gemeinsam ein Berlin gestalten, dass sich seiner Vergangenheit
stellt und ein würdevoller Ort für alle Berliner_innen wird!
Werdet aktiv, sprecht mit euren Freund_innen, Familien und Kolleg_innen
darüber. Falls ihr in der Nähe dieser Straßen wohnt: Beteiligt euch an
der
Umbenennung!
#DecolonizeTheCity #DecolonizeBerlin  / weitere Bilder der Aktion:

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Fall Oury Jalloh in Sachsen-Anhalt: Justizministerium verweigert Ermittlern Gespräche mit Staatsanwälten

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Seit zwei Jahren ergründen die Sonderermittler Jerzy Montag und Manfred Nötzel das Behördenversagen im Fall Oury Jalloh. Nun blockiert das Justizministerium nach SPIEGEL-Informationen die Aufklärung.

Link: Spiegel vom 06.07.20 / von Timo Lemann

 

500 Menschen fordern Gerechtigkeit für Adel!

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Bericht zur Kundgebung in Essen, am 20.06.20    siehe auch Facebook

Gestern fand die Kundgebung des „Bündnisses gegen rassistische
Polizeigewalt in Essen” aus Anlass des Jahrestages der Ermordung von
Adel B. statt. An die 500 Menschen beteiligten sich an der Kundgebung am
Ehrenzeller Platz in Altendorf, unweit von dem Ort, an dem Adel am 18.
Juni 2019 von Essener Polizisten erschossen wurde. Über zwei Stunden
hinweg gab es Redebeiträge von Betroffenen von rassistischer
Polizeigewalt und unterschiedlichen Initiativen zur Aufklärung
verschiedener Morde durch die Polizei. Unter anderen sprach die
Initiative Oury Jalloh und denunzierte das Vorgehen des Staates,
Menschen mit Repression und Gewalt zu überziehen, wenn diese für die
Aufklärung der Todesumstände kämpfen. Auch die Initiative Amad A. war
anwesend und sprach über den recht unbekannten Fall aus Kleve. Amad A.
ist ebenfalls wie Oury Jalloh in einer Gefängniszelle verbrannt. In
spontanen Redebeiträgen schilderten viele Betroffene ihre unmittelbare
Erfahrungen mit rassistisch motivierten Übergriffen seitens der Polizei
und brachten ihre Wut über die bestehende Verhältnisse zum Ausdruck.

Im Vorfeld der gestrigen Versammlung war die Frage des Todes von Adel
über zwei Wochen hinweg wieder Thema in der Presse. In Kommentaren und
Interviews mit dem Polizeipräsident, dem Oberbürgermeister und dem
Ordnungsdezernent wurde der Protest gegen rassistische Polizeigewalt als
grundlos dargestellt und insbesondere der Kampf um Gerechtigkeit für
Adel mit Schmutz beworfen. Die eigentlich als Demonstration angemeldete
Veranstaltung war im Vorfeld von der Polizei unter dem Vorwand von
„Corona-Maßnahmen” verboten und auf eine Kundgebung beschränkt
worden. Um so begrüßenswerter finden wir die Initiative vieler
Kundgebungsteilnehmer, die sich spontan, nach dem die Kundgebung beendet
wurde, dazu entschieden sich die Straße zu nehmen und lautstark die
Forderung nach Gerechtigkeit für Adel auf die Straße zu tragen. So
beteiligten sich im Anschluss der Kundgebung etwa 300 Menschen an einem
Demonstrationszug über die Altendorfer Straße, die zum dem Ort
führte, an dem Adel das erste Mal von der Polizei bedroht wurde und
schließlich dorthin wo Adel erschossen wurde. Nach einer kurzen,
kämpferischen Rede von Adels Mutter und einer Schweigeminute wurde die
Demo kurz darauf für Beendet erklärt.

Wir bedanken uns bei all den Altendorfern, die uns in diesen Tagen ihre
Solidarität zum Ausdruck gebracht haben, bei all den Menschen, die den
unglaublichen Mut aufgebracht haben vor Hunderten über ihre Erfahrung
mit Rassismus und Polizeiübergriffen zu berichten und bei all den
Freunden, die uns in diesen Tagen unterstützt haben.

20. Todestag von Alberto Adriano – “Das sind nicht nur die Neonazis, die uns hier umbringen…”

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Kundgebung und Demonstration am 11.06.20 in Dessau:

Weitere Infos & Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

 

BREAK THE SILENCE

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh