Three Doors – Forensic Architecture, Initiative 19. Februar Hanau, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

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Ausstellung: 03.06.2022 — 11.09.2022

  • Frankfurter Kunstverein
    Steinernes Haus am Römerberg
    Markt 44
    D-60311 Frankfurt am Main Anfahrt:
  • Öffnungszeiten:Di-So: 11 – 19 Uhr
    Do: 11 – 21 Uhr
    Montags geschlossen

Bericht zur Eröffnung, von Initiative 19.Februar Hanau – 3.6.22: “THREE DOORS”, siehe Link & Bericht der Frankfurter Rundschau -3.6.22: “Der Fall Oury Jalloh – brisante Rauchspuren” siehe Link “Die Wahrheit ist in diesem Raum” ND -23.6.22 siehe Link

Picture enlargded / Bild vergrößert > LINK
…dieses Video wurde gefördert vom Kunstverein Frankfurt

In der Ausstellung Three Doors werden drei neue Arbeiten von Forensic Architecture/Forensis präsentiert, die rassistisch motivierte Vorfälle in Deutschland untersuchen. In jedem der drei Fälle wird eine Tür zu einem Sinnbild für die anhaltende und alarmierende Verwicklung staatlicher Behörden in rassistische Gewalt.

Die forensischen Untersuchungen des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau, bei dem Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu ermordet wurden, werden zur Geschichte zweier Türen: des verschlossenen Notausgangs der Arena Bar in Hanau-Kesselstadt, wo sechs der Opfer starben, und der Eingangstür des Hauses des Täters, zu deren polizeilicher Überwachung in der Tatnacht viele kritische Fragen offen sind.

Eine weitere Untersuchung befasst sich mit einer dritten Tür der Polizeizelle, in der Oury Jalloh, ein junger Asylsuchender aus Sierra Leone, 2005 in Dessau verbrannte. Die Fallstudie prüft die seit langem bestehende Annahme von Ourys Freunden und seiner Familie, dass sein Tod nicht selbstverschuldet war, sondern dass es sich um eine Tötung in Polizeigewahrsam handelt.

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Pressemitteilung: Polizei Mannheim ermordet 47-jährigen

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Am 2. Mai 2022 hat die Polizei Mannheim im Zuge eines Polizeieinsatzes einen Menschen ermordet.

Ein Arzt des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim (ZI) rief die Polizei, da ein 47-jähriger ZI-Patient Hilfe benötige. Bei der “Fixierung” in der Mannheimer Innenstadt wendete die Polizei brutale, maßlose Gewalt an. Zahlreiche, von Passant:innen aufgenommenen Videos zeigen das grausame Vorgehen der Beamt:innen. Der Betroffene ist kurz darauf kollabiert und gestorben. Nach der Berliner*in Maria B., dem Hamburger William Tonou-Mbobda und dem Bremer Mohamed Idrissi müssen wir um eine weitere psychisch erkrankte Person trauern. Ersten Einschätzungen zu Folge sind etwa drei Viertel der im Einsatz ermordeten Personen in Deutschland psychisch erkrankt oder standen unter Drogeneinfluss. Polizei und sonstige sog. Sicherheitskräfte werden die psycho-sozialen Probleme dieser Gesellschaft nicht lösen! Diese Polizei ist offenkundig nicht dazu qualifiziert, mit Menschen in Krisen umzugehen! Diese Polizei ist keine Sicherheit! Unsere Gedanken sind bei dem Betroffenen und den Menschen, die ihm nahestanden. Wir sind schockiert und wütend und verurteilen das

#Polizeiproblem in Deutschland. Wir fordern, dass die Angehörigen des Ermordeten sofort materielle und seelische Unterstützung bekommen. Wir fordern, dass die Verantwortlichen öffentlich angeklagt und nicht durch Korpsgeist gedeckt werden. Wir fordern ein Ende des Mordens.

KUNDGEBUNG ZUM 10. JAHRESTAG DES MORDES AN BURAK BEKTAŞ

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Sonntag | 10. April | 14 Uhr
Gedenkort Burak Bektaş | BERLIN – Rudower Str. / Möwenweg

Vor 10 Jahren – am 5. April 2012 – wurde der 22-jährige Burak Bektaş
auf offener Straße in Neukölln von einem Unbekannten erschossen und
zwei seiner Freunde lebensgefährlich verletzt. Bis heute gibt es keine
Ermittlungsergebnisse. Der Tathergang erinnert an die Morde des NSU.
Solange das Gegenteil nicht bewiesen wird, gehen wir von Rassismus als
Tatmotiv aus. Am 10. Jahrestag des Todes stehen wir erneut zusammen, um
zu erinnern und um anzuklagen: Findet seinen Mörder!

Diese Anklage ist durch den Gedenkort öffentlich sichtbar geworden. Er
erinnert an den Mord an Burak und all die andern nicht aufgeklärten
Taten. Der Gedenkort ist aber auch ein Zeichen der Solidaritä t und des
gemeinsamen Kampfes der Angehörigen, der Freunde und allen, die
zusammen für eine Gesellschaft ohne Rassismus, für eine andere,
bessere Welt kämpfen. Die baulichen Arbeiten am Gedenkort konnten wir
aufgrund zahlreicher Spenden zum 10. Jahrestag beenden. Wir danken allen
Unterstützer*innen.

10 YILLIK DAYANIŞMA
10 YILDIR AYDINLATMAMA

BURAK BEKTAŞ’IN ÖLDÜRÜLMESININ 10. YIL DÖNÜMÜ MITINGI

10 Nisan Pazar | 14:00
Burak Bektaş anma yeri | Rudower Caddesi / Möwenweg

10 yıl önce – 5 Nisan 2012’de – 22 yaşındaki Burak Bektaş
Neukölln’de sokakta kimliği belirsiz bir kişi tarafından vurularak
öldürüldü ve iki arkadaşı ağır yaralandı. Şu ana kadar
soruşturma sonucu yok. Olayın seyri NSU cinayetlerini andırıyor.
Bunun tersi kanıtlanmadığı sürece, suçun nedeni olarak
ırkçılığı varsayıyoruz. Ölümünün 10. yıl dönümünde Burak
Bektaş’ı anmak ve bu cinayeti dava etmek için yeniden bir aradayız:
Katilini bulun!

Bu suçlama, anma yeri aracılığıyla kamuoyuna görünür hale geldi.
Burak’ın öldürülmesini ve diğer faili meçhul suçları
hatırlatıyor. Ancak anma yeri aynı zamanda akrabalarının,
dostlarının ve ırkçılığın olmadığı bir toplum için, daha
farklı, daha iyi bir dünya için birlikte mücadele eden herkesin
dayanışmasının ve ortak mücadelesinin bir göstergesidir. 10. yıl
dönümü için yapılan sayısız bağış sayesinde, anma yerinde
inşaat çalışmalarını tamamlayabildik. Tüm destekçilere
teşekkür ederiz.

AUFRUF FÜR SOLIDARITÄT UND GLEICHBEHANDLUNG ALLER GEFLÜCHTETEN DES UKRAINE-KRIEGES

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Hamburg, den 9. März 2022

Der Krieg in der Ukraine hat Millionen von Menschen zur Flucht aus den Kriegsgebieten gezwungen und viele weitere sind derzeit entweder noch nicht in der Lage, den kriegerischen Kampfhandlungen zu entfliehen oder befinden sich noch auf der Flucht (..)

more / mehr Info: engl / de

(..) Die Black Community Coalition for Justice & Self-Defence verurteilt die Ungleichbehandlung von Menschen, die alle gleichermaßen vom Krieg in der Ukraine betroffen sind und fordert den bedingungslosen und gleichwertigen Schutz von allen Geflüchteten aus dem Ukraine-Krieg unabhängig von deren Nationalität oder Aufenthaltsstatus in der Ukraine zum Zeitpunkt des Kriegsbeginns am 24. Februar 2022. Eine Klassifizierung von Kriegsflüchtenden mit Abwertung des Schutzanspruches von Menschen bzw. Menschengruppen ist weder akzeptabel, noch mit den universellen Menschenrechten vereinbar (..)

Hanau ist überall!

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An folgenden Orten finden am und um den 19. Februar 2022 Kundgebungen, Demos und Gedenkveranstaltungen statt. Diese Übersicht wird fortlaufend aktualisiert. Wenn ihr noch weitere Veranstaltungen plant oder Infos ergänzen wollt, meldet sie uns gerne via info (at) 19feb-hanau.org ! .. weitere Infos: https://19feb-hanau.org/hanauistueberall2022/

AUDIOFILES:

Für die Gedenkkundgebungen in euren Städten haben wir Audio-Files zusammengestellt, die hier runtergeladen und auf den lokalen Veranstaltungen abgespielt werden können.

AUDIO-REDEBEITRÄGE >als mp3 aus HANAU

07.01.2022 Gedenktag zum Mord an Oury Jalloh

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Vor 17 Jahren starb Oury Jalloh, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Polizeizelle in Dessau. Die einzige mögliche Erklärung dafür: Polizisten haben ihn angezündet, um Mord oder schwere Gewalt an ihm zu vertuschen..

Redebeiträge von Karawane Wuppertal, am 07.01.22:

INFOS ZU AKTIONEN IN ANDEREN STÄDTEN: LINK

MEDIEN zum 17. Todestag von Oury Jalloh LINK

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OFFENER BRIEF:

In einem offenen Brief an die deutsche Regierung und die Generalbundesanwaltschaft schrieb Mouctar Bah, ein Freund und Mitbegründer der Oury Jalloh Initiative, gestern: “Bei der unabhängigen, selbstorganisierten Recherche- und Aufklärungsarbeit konnte die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh darüber hinaus feststellen, dass die ermittelnden Behörden, Gerichte und Politiker*innen neben dem Mord an Bruder Oury Jalloh (2005) auch die Morde an Hans-Jürgen Rose (1997) und Mario Bichtemann (2002) im selben Polizeirevier in Dessau-Roßlau übersehen und vertuschen wollten. Um die Dimension der Fälle zu verdeutlichen, wird seit der Veröffentlichung dieser Erkenntnisse im Oktober 2018 deshalb vom „OURY-JALLOH-KOMPLEX“ gesprochen.”

..siehe: https://www.ouryjallohcommission.com/offener-brief-2022

Er fordert die Wiederaufnahme der Ermittlungen wegen Mordes gegen die namentlich bekannten Polizisten des Dessauer Reviers.


MOBILISIERUNG ZUM 07.01.22

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Gedenkdemonstration zum Mord an Oury Jalloh in Dessau

Posted on

Kontakt: initiative-ouryjalloh@so36.net

DEMOPLAKATE / Kopievorlagen LINK

MOBILISIERUNGS-VERANSTALTUNGEN LINK

ANFAHRTS-INFOS zum 07.01.22 aus Nürnberg / Bayreuth, Berlin, Hamburg, Göttingen, Köln, Jena, Magdeburg, Dresden .. nach Dessau LINK

Kundgebungen und Demonstrationen in anderen Orten LINK

.. vorraussichtliche DEMOROUTE am 07.01.22 in DESSAU:

Bild > vergrößert LINK
Wie jedes Jahr bitten wir euch, keine National- oder Parteifahnen auf die Gedenkdemonstration mitzubringen!

MEDIEN zum 17. Todestag von Oury Jalloh LINK

Weitere Informationen: pdf-LINK

Gedenkkundgebung zum 17. Todestag von LAYE ALAMA CONDÉ

Freitag, 7. Januar 2022 | 17 Uhr | Langemarckstraße (Haltestelle: Hochschule Bremen)

Weitere Infos, siehe LINK

Mord durch Cops in Madrid – Ein weiterer Fall rassistischer #Gewalt!

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siehe Twittermeldung & Video:

IN WUPPERTAL NACH “POLIZEIGEWAHRSAM” UMGEKOMMEN!

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Hier “Twitter Video” & weitere Infos von “Perspektive Online” öffnen: LINK

In Wuppertaler Polizeigewahrsam ist ein Mensch ums Leben gekommen. Dabei könnte es sich um 24-jährigen Giórgou Zantióti (Γιώργου Ζαντιώτη) handeln. Der Vorfall soll sich schon am Dienstag ereignet haben. Die Polizei Wuppertal bestätigte gegenüber Perspektive Online einen „Todesfall in Polizeigewahrsam“ will aber ansonsten keinen Kommentar abgeben ..

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Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

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Neue Erkenntnisse im Fall Oury Jalloh:

Originalgetreue Rekonstruktion des Tatortes Zelle 5 / Polizeirevier Dessau

Am Mittwoch, 3.11.2021 zwischen 10 und 11 Uhr veröffentlichten wir in Berlin ein neues Gutachten des britischen Brandexperten Iain Peck im Fall von Oury Jalloh.

Mehr als 16 Jahre später ist es gelungen, den Brandverlauf und den Tatort zu rekonstruieren. Daraus ergeben sich grundlegend neue Erkenntnisse zum tatsächlichen Tathergang, die mit Hilfe einer professionellen Visualisierung des gesellschaftskritischen Filmemachers Mario Pfeifer sichtbar gemacht werden.

Galerie KOW
            Lindenstraße 35, 10969 Berlin
            (U-Bhf Kochstraße)

BILDER zur Pressekonferenz, am 3.11.21, siehe LINK

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Pressemitteilung anlässlich der internationalen Pressekonferenz am 3.11.2021

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Neues Brandgutachten beweist nachdrücklich und zweifelsfrei:

Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 von Polizeibeamten verbrannt!

Internationaler Brandexperte widerlegt die vorsätzlich falsch konstruierten Behauptungen der Generalstaatsanwaltschaft von Sachsen-Anhalt, Oury Jalloh habe das Feuer selbst gelegt.

Familie von Oury Jalloh stellt Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg und fordert Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die Bundesanwaltschaft.

Das neue Brandgutachten basiert auf Brandversuchen zur Rekonstruktion des Tatortes vom 7. Januar 2005 in einem originalgetreuen Nachbau der Zelle 5 des Polizeireviers Dessau. Der britische Brandsachverständige Iain Peck kommt darin zu dem Ergebnis, dass der an Händen und Füßen gefesselte Oury Jalloh von Polizeibeamten angezündet worden sein muss.

Darüber hinaus haben im Vorfeld durchgeführte Bewegungsversuche einer gleichermaßen 4-Punkt fixierten Person auf einer Matratze in Originalgröße gezeigt, dass Oury Jalloh weder den Bewegungsspielraum noch andere Möglichkeiten hatte, die Matratze selbst anzuzünden.

Aufgrund der eindeutigen Spurenlage am Feuerzeug (Abwesenheit von Oury Jallohs DNA & Faserresten seiner Kleidung als auch der Matratze, statt dessen zahlreiche tatortfremde Spuren und Tierhaare) hatte Iain Peck bereits in seinem Gutachten im Jahr 2015 ausgeschlossen, dass dieses Feuerzeug tatsächlich im Brandschutt der Zelle 5 gelegen haben kann. Der vorgeführte Feuerzeugrest wurde auch nicht am Tatort gefunden, sondern erst drei Tage später auf eine Asservatenliste hinzugefügt. Es handelt sich demnach eindeutig um eine manipuliertes Beweismittel.

Das Ergebnis des neuen Brandgutachtens steht zudem in Einklang mit den Ergebnissen des unabhängigen, fachradiologischen Gutachtens von Dr. Boris Bodelle aus dem Jahr 2019. Dieses belegt, dass Oury Jalloh vor seinem Tod ein Nasen- bzw. Schädelbruch sowie offensichtlich mehrere Rippenbrüche zugefügt worden waren. Das Ergebnis steht ebenfalls in Einklang mit allen toxikologischen Befunden (kein Noradrenalin im Urin, kein Kohlenmonoxid im Herzblut), die darauf schließen lassen, dass Oury Jalloh zum Zeitpunkt der Brandlegung entweder bewusstlos oder bereits tot war.

Die Familie Oury Jallohs fordert die sofortige Wiederaufnahme der Ermittlungen wegen Mordes gegen die bereits namentlich bekannten Polizeibeamten des Reviers und stellt gleichfalls Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt gegen die für die Einstellung der Mordermittlungen zuständigen Oberstaatsanwälte der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg.     PM-als PDF Link

Video: Interview mit Nadine Saeed (DW / ca Min. 20)

KOMMT ALLE ZUR DEMO am 07.01.2022 in DESSAU ab 14:00 Uhr / Hauptbahnhof, denn “OURY JALLOH – DAS WAR MORD!”                      Bild Link

STATEMENT der INTERNATIONALEN KOMISSION Link-de & Link-engl

& weitere Medienreaktionen zur Pressekonferenz am 03.11.21 Link

Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad – Gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen!

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Achtung! Geänderter Ort: Wir treffen uns direkt zur Kundgebung auf dem Münsterplatz in Bonn!

Unsere Forderungen lauten Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit. Wir werden nicht aufhören, nach den Mördern von unserem Sohn zu fragen. Wir benutzen das Wort Mörder, weil Menschen Amed getötet haben oder seinen Tod verursacht haben”. (Malek und Fadile Ahmad, die Eltern von Amed Ahmad – im Oktober 2018)Ihr Lieben, bald ist es schon wieder ein Jahr her, dass wir am 13. Oktober gemeinsame in Bonn an Amed Ahmad gedacht haben und Aufklärung und Gerechtigkeit gefordert haben. Eure Solidarität und euer Zuspruch hat der Familie viel Kraft gegeben.

Wir rufen euch auf, auch dieses Jahr an dem Gedenken teilzunehmen: kommt am Jahrestag von Amed Ahmads Beisetzung, am Mittwoch, 13. Oktober um 17:30 Uhr zum Münsterplatz in Bonn ..

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Pressemitteilung / Magdeburg den 16.09.2021

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Protestschreiben der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

gerichtet an

Frau Dr. Katja Pähle

Fraktionsvorsitzende der SPD

im Landtag Sachsen-Anhalt

Sehr geehrte Frau Dr. Pähle,                                  PM als PDF Link

unser heutiger Protest richtet sich gegen die anhaltende Verweigerung der Einsetzung eines längst überfälligen Parlamentarischen Untersuchungsausschusses in Bezug auf die ungeklärten Todesfälle im Polizeirevier Dessau durch den Landtag Sachsen-Anhalt.

In diesem Revier sind in den Jahren zwischen 1997 und 2005 mindestens drei Menschen durch Polizeibeamte des Landes Sachsen-Anhalts auf brutale Weise um ihr Leben gebracht worden:

Am 7.Dezember 1997 wurde der 36-jährige Hans-Jürgen Rose von Dessauer Polizisten zu Tode gefoltert.

Am 30.Oktober 2002 verstarb der 36-jährige Mario Bichtemann in der Gewahrsamszelle 5 an einem Schädelbruch.

Am 7. Januar 2005 wurde der 36-jährige Oury Jalloh in derselben Zelle Nr.5 körperlich schwer misshandelt, an Händen und Füßen auf eine Matratze gefesselt und mit Hilfe von Brandbeschleunigern bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Seit über 16 Jahren kämpfen wir, die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, für die Aufklärung dieser Verbrechen. Dieser Kampf dauert an, weil Polizei und Justiz diese Aufklärung bis heute verweigern und die Verantwortlichen von Anfang an Rückendeckung durch die Politiker*innen des Landes Sachsen-Anhalt erhalten haben. Continue reading

Aufruf zur Protestkundgebung vor dem Landtag in Sachsen-Anhalt

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Am 16. September 2021 findet in Magdeburg die zweite Sitzung des neu gewählten Landtages von Sachsen-Anhalt statt. Dieses Datum wollen wir nutzen, um gegen die anhaltende Politik des Verschweigens und Vertuschens im Fall der Morde an Hans-Jürgen Rose (1997), Mario Bichtemann (2002) und Oury Jalloh (2005) im Polizeirevier Dessau zu protestieren.

Kommt am 16.9.2021 zwischen 10-13 Uhr zu unserer Kundgebung vor das Landtagsgebäude am Domplatz in Magdeburg!

Stellt euch gegen die Lügen von Polizei, Justiz und Politik und unterstützt unseren Kampf für Wahrheit, Aufklärung und Gerechtigkeit!

Oury Jalloh – Das war Mord!            

Wir klären auf! 

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Plakat JPG (Aufruf)Facebook Event

16.9.21-bus

 

Fest der Vielen – Von Hanau bis Duisburg, von Halle bis Köln – antirassistische Kämpfe verbinden!

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Samstag, 28. August 2021, 15 – 22 Uhr, Duisburg Hochfeld, Rheinpark, Umsonst und Draußen

28-8-21-klZwei Tage nach dem 37. Jahrestag des rassistischen Brandanschlags in Duisburg-Wanheimerort, bei dem sieben Duisburger:innen im Jahr 1984 ihr Leben verloren haben, veranstalten wir gemeinsam mit der Initiative Duisburg 1984, dem Djäzz und der Initiative Amed Ahmad das Fest der Vielen im Hochfelder Rheinpark. Auf unserem Fest kommen wir zusammen, um an die Opfer des rassistischen Brandanschlags 1984 in Duisburg zu gedenken, um uns an ihre Namen zu erinnern und ihre Geschichte in das Gedächtnis unserer Stadt zu bringen! Wir kommen aber auch zusammen, um für die Zukunft unseres Zusammenlebens ein starkes Zeichen zu setzen, und uns gegen den alten und neuen Rassismus zu solidarisieren

.. weitere Infos > Link

Mariama Djombo Diallo, verstorben am 23.07.2012

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.. full picture > Link  Pressemitteilung zum Tod von Mariama, vom 24.07.2012 > Link

Aufruf Anti-koloniale Attacke!

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Wir werden vom 28. Juli bis zum 1. August in Hamburg imperialistische Institutionen, Infrastruktur und Symbole angreifen und blockieren.

Wir,  die Anti-koloniale Attacke, sind ein Bündnis migrantischer und Schwarzer Menschen, die imperialistische Institutionen, in Solidarität mit unseren Geschwistern in unseren Heimatländern, angreifen und blockieren.

Im letzten Jahr wurde unter #BlackLivesMatter, #SayTheirNames und #Migrantifa unser Protest und unsere Wut gegen Rassismus und Polizeigewalt massenhaft auf die Straße getragen. Nun rufen wir  dazu auf, einen Schritt weiter zu gehen. Wir werden vom 28. Juli bis zum 1. August in Hamburg imperialistische Institutionen, Infrastruktur und Symbole angreifen und blockieren ..

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Wir erinnern an die neun Opfer des Nazi-Attentats in München vom 22.07.2016

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Am 22. Juli 2021 jährt sich zum fünften Mal das Nazi-Massaker im
Olympia Einkaufs Zentrum (OEZ) München 2016. Dieses gehört neben dem
Nazi-Anschlag auf dem Oktoberfest 1980 mit 12 Ermordeten, den mindestens
neun NSU-Nazi-Morden und den neun Nazi Morden 2020 in Hanau zu den
größten Nazi-Mordaktionen nach 1945 in Deutschland.

Plakat-Druckvorlage Pdf > Link

Lange hatten sich Staatsanwaltschaft und Innenministerium Bayern
geweigert, diese Morde als das zu bezeichnen, was sie waren:
Nazi-Morde. Sie sprachen von einem Amoklauf eines psychisch Kranken.
Selbst auf dem Denkmal hieß es lange Zeit: _„In Erinnerung an alle
Opfer des Amoklaufs vom 22.7.2016.“ _Es bedurfte der massiven
Intervention von Opferfamilien und deren Anwältin, um vier Jahre nach
den Morden durchzusetzen, dass auch in der Inschrift endlich
wahrheitsgemäß steht: „In Erinnerung an alle Opfer des rassistischen
Attentats vom 22.7.2016“.

Wir haben dazu unser Flugblatt Nr. 59 geschrieben: „Wir erinnern an
die neun Opfer des Nazi-Attentats in München vom 22.07.2016“. Darin
geht es vor allem um vertuschte Fakten und Zusammenhänge des neunfachen
Nazi-Mords in München 2016 .. weitere Infos > Link

Zum Todestag von Ferhat Mayouf: Laut, wütend und offensiv gegen Knäste!

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Am 23.07.20 wurde Ferhat Mayouf durch den Knast Moabit ermordet. Seine Zelle brannte, er schrie mehrere Minuten um Hilfe, doch die Schließer*innen öffneten die Zellentür nicht. Ferhat kam aus Algerien, war 36 Jahre alt und Person of Color. Die Justiz spricht von Suizid – aber wir wissen, das war Mord! .. weitere Infos > Link

https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2021/07/23.7.21-1a.jpg

Audio / Radiobeitrag: Ihr hört ein Interview mit jemand von den Criminals For Freedom zur Demonstration in Gedenken an Ferhat Mayouf, dessen gewaltsamer Tod in der JVA Moabit sich am 23. Juli jährt. > Audio-Link

Mahnwache in Wien gedenkt Opfer von Polizeigewalt in Tschechien

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Wien 27.06.21 Stanislav Tomás starb nach einem schockierenden Fall von Polizeigewalt in Teplice, Tschechien: Ein Polizist hatte sechs Minuten lang mit dem Knie auf dessen Genick gedrückt. Ein breites Bündnis aus Organisationen und Aktivist*innen nahm an der Mahnwache gegen Polizeigewalt am Sonntag 27.06.2021 am Platz der Menschenrechte in Wien teil.

In die Öffentlichkeit kam der Fall durch das Video einer Augenzeugin, das den Übergriff in voller Länge zeigt. Der Fall wird aufgrund eindeutiger Parallelen bereits mit jenem von George Floyd verglichen. Auch dieses mal ist ein Mensch aus einer marginalisierten Gruppe betroffen, denn Stanlislav Tomá war ein Roma. Die folgenden Organisationen riefen solidarisch gemeinsam zu dieser Mahnwache auf, bei der dem Opfer von Polizeigewalt gedacht und ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt wurde: Black Voices Volksbegehren, Jüdische österreichische Hoschüler:innen, Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS), Initiative Minderheiten, KSV-LiLi Kommunistischer Student_innenverband, KZ-Verband Wien, Lovara-Roma Österreich, Newo Ziro, ÖH Uni Wien, Romano Centro, Romano Svato, Roma Service, Volkshilfe Österreich, Verband Sozialistischer Student*innen (VSStÖ), Voice of Diversity, Zentrum Exil, … (es schließen sich laufend Organisationen an). Die Hochschüler*nnenschaft Österreichischer Roma und Romja (HÖR) war Organisator der Mahnwache. Sladjana Mirković, Präsidentin der HÖR findet klare Worte für den Vorfall: „Der Mann starb nachdem ein Polizist sechs Minuten lang auf seinem Genick kniete. Der Fall erinnert sehr an jenen von George Floyd in Amerika. Es geschehen aber immer wieder Fälle von Polizeigewalt, die keine Folgen nach sich ziehen – besonders wenn es um Romnja und Roma geht. Um darauf aufmerksam zu machen, halten wir eine Mahnwache ab, bei der wir dem Verstorbenen gedenken.”

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Polizeiangriff auf SSK-Ehrenfeld > Kundgebung gegen Polizeigewalt

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Freitag, 02. Juli 2021 ab 18 Uhr

Venloer Straße 354 vor der Polizeiwache Köln-Ehrenfeld

Vorsicht!_Triggerwarnung

In der Nacht von Samstag, den 5. Juni auf Sonntag überfiel die
Kölner Polizei den SSK-Ehrenfeld, zerrte einen Bewohner und Kollegen, der
auch Vereinsmitglied ist, vom Grundstück des SSK und brachte ihn
gewaltsam zu Boden. Bevor sie ihn fesselten, misshandelten sie ihn, traten und schlugen ihn und brachen ihm dabei den einen Arm auf Höhe des Ellbogens
und verletzten die Hand des anderen Arms. Daraufhin verfrachteten
sie ihn in ein Polizeifahrzeug, fuhren davon, um kurze Zeit später
wieder anzuhalten. In einer völlig unbelebten Gasse in Ehrenfeld wartete
ein weiteres Polizeifahrzeug auf sie, und es folgten weitere
Misshandlungen im Polizeiwagen. Polizisten rammten mehrfach dem auf dem Rücksitz
sitzenden, entführten SSK-Mitglied die Rückenlehne des Beifahrersitzes
auf seinen Oberkörper und quetschten ihn so mit seinem gebrochenen Arm
immer wieder ein.

Daraufhin fuhren die Gewalttäter in Polizeiuniform das Opfer ins
Zentralgewahrsam im Präsidium Köln-Kalk, wo er zwangsweise nackt
ausgezogen wurde. In eine Zelle gesperrt wurde er stundenlangem
Psychoterror ausgesetzt. Um 6.20 Uhr am Morgen wurde er schließlich
auf die Straße gesetzt mit geschwollenen, gebrochenen Armen, Hämatomen
und Prellungen am ganzen Körper – misshandelt, verprügelt, verletzt,
beleidigt und gedemütigt ..

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In Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt

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Silvio-Meier-Preis für die Initiative “Wo ist unser Denkmal?”

Seit Samstag, dem 26. September 2020, steht auf dem Oranienplatz in
Berlin Kreuzberg das Mahnmal
“In Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt”
Unbekannte haben das Denkmal aufgestellt und damit einen besonderen Ort
der Erinnerung und des Gedenkens geschaffen.

An dem Mahnmal werden die Namen der Menschen angebracht, die in dem
jeweiligen Monat innerhalb der letzten 30 Jahre durch rassistische
Gewalt ums Leben kamen. Sie starben durch direkte körperliche Gewalt,
wie Polizeigewalt, sonstige staatliche Gewalt oder wurden in den Tod
getrieben. Sie starben durch Folgen des institutionellen Rassismus, wie
z.B. auch unterlassene Hilfeleistung oder aus Angst vor der Abschiebung.
Die Namen oder Daten der Toten sind die derzeit bekannten- es werden
tatsächlich wesentlich mehr Menschen in diesem rassistischen System
zugrunde gegangen sein.

Diverse Veranstaltungen fanden bisher am Gedenkort statt.
Aktivist:innen, Betroffene und Angehörige haben ihn angenommen, ihn
angeeignet – ihn auch zu ihrem Ort gemacht. Menschen kommen, um Blumen
nieder zulegen, um zu gedenken, sie zünden Kerzen an, sie halten inne.
Das Mahnmal ist zu einem Ort des antirassistischen Widerstands geworden,
ein Ort der sowohl Trauer als auch Kämpfe verbindet.

.. weitere Bilder (Umbruch Bildarchiv) > Link

Dieser Gedenkort ist deutschlandweit einmalig !
Und da er ohne Genehmigung aufgestellt worden war, forderte die
Initiative “Wo ist unser Denkmal” den Bezirk Friedrichshain- Kreuzberg
schon im September umgehend auf, diesen Ort als Gedenk – Ort zu
akzeptieren und in Ruhe zu lassen.

Das ist unser Mahnmal. Und wir fordern, dass es bleibt.


Der Ort für das Denkmal, der Oranienplatz, ist gut gewählt:
Im Herbst des Jahres 2012 war der Oranienplatz das Ziel der für ihre
Rechte demonstrierenden Geflüchteten, die nach einem vier Wochen
dauernden und 600 Kilometer langem Protest-Marsch aus Würzburg kommend
Berlin erreichten. Hier schlugen sie ihre Zelte auf und erklärten den
Platz für besetzt und blieben eineinhalb Jahre lang.
Mit solidarischer Unterstützung vieler politischer Gruppen konnten sie
vom O-Platz aus ihre weiteren Aktionen planen und durchführen:
Hungerstreik am Brandenburger Tor, Besetzung der Nigerianischen
Botschaft, sogenannte Revolutionäre Bustouren zu anderen Städten,
viele Demonstrationen und Kundgebungen.
Durch die Initiative einiger Lokal-Politiker:innen mit entsprechender
Begleitung durch die Presse wurden die Besetzer:innen nach eineinhalb
Jahren bewusst getäuscht, belogen und gespalten, so dass dann eine
Räumung mit Polizeigewalt möglich wurde.
Wenige Geflüchtete erkletterten Bäume und hielten bis zu 22 Tage lang
einen Hungerstreik durch – andere besetzten die leerstehende
Gerhard-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße, die dann auch wieder
gewaltvoll geräumt wurde.

Am 23. Juni verlieh der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg der Initiative
“Wo ist unser Denkmal?” den Silvio-Meier-Preis. Nun ist zu hoffen, dass
der Standort gesichert ist und das Denkmal in seiner Existenz die
Stabilität bekommt, wodurch es nicht mehr oder nicht mehr so schnell
abgeräumt werden kann.
Es hängt vor allem von uns ab, jegliches Ver-rücken des Mahnmals zu
verhindern.

Und es hängt von uns ab, dafür zu sorgen und zu fordern, dass die
Verleihung des Silvio-Meier-Preises nicht nur ein symbolischer Akt für
Kreuzberger Lokal-Politiker:innen bleibt, sondern dass rassistische
Kontrollen auf Straßen und Plätzen, willkürliche Festnahmen,
polizeiliche Gewalt, Diskriminierungen und Schikanen durch
Mitarbeiter:innen der Behörden umgehend der Vergangenheit angehören
und die Täter:innen für ihre Taten verurteilt werden.

ES HÄNGT VON UNS ALLEN AB !


.. über: Antirassistische Initiative Berlin

. weitere Bilder (Umbruch Bildarchiv) > Link

Brutaler Mord durch Polizei in Tschechien

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Tod eines Roma Mannes nach brutalem Polizeieinsatz in Tschechien.

Wo bleibt der Aufschrei in der Gesellschaft?

Kommt Alle am Freitag den 25.06.2021 ab 11 Uhr auf den Wilhelmplatz in Berlin vor die tschechische Botschaft und steht mit uns für die Rechte von Rom*nja gegen Polizeigewalt.

Am Samstag, den 19. Juni 2021 starb der Rom Stanislav Tomá, in Teplice, Tschechien, nach einem brutalen Polizeieinsatz durch drei Polizisten auf offener Straße.

Einer der Beamten kniete über sechs Minuten lang auf seinem Hals, bis der zuvor in Todesangst schreiende Mann, schließlich vor den Augen mehrerer Passant*innen und laufender Kamera leblos liegen blieb.

Zentralrat Deutscher Sinti und Roma zum Mord
	an Rom in Tschechien > Link

.. weitere Infos: DW > Link





Roma Lives Matter - Kampagne gegen Antiziganismus

BLACK LIVES STILL MATTER!

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Für viele bleibt Black Lives Matter eine einmalige Sensation des
letzten Jahres. Doch wir alle wissen, Schwarze Menschen kämpfen schon
seit Jahrzehnten für ihre Anerkennung und ihre Rechte, in Deutschland
und überall auf der Welt. Unter dem Motto „All Black Lives Matter“
lässt Black Lives Matter Berlin seit 2016 jährlich verschiedene
Schwarze Stimmen zu Wort kommen, verschafft ihnen Gehör und vernetzt
sie miteinander. Die intersektionale Anerkennung Schwarzer Vielfalt,
sowie die daraus resultierenden politischen Forderungen stehen dabei im
Vordergrund unserer Arbeit. So auch in diesem Jahr! BLACK LIVES STILL
MATTER! Wir bleiben laut und gehen für unsere Rechte auf die Straße!

Die Demo beginnt 15:30 Uhr auf dem Pariser Platz beim Brandenburger Tor
und endet spätestens 22 Uhr auf dem Spreewaldplatz. Mit Stopps am
Pariser Platz (Brandenburger Tor), am Zietenplatz (M*Straße), am
Oranienplatz und am Spreewaldplatz in Kreuzberg, wollen wir den
Protestmarsch durch insgesamt vier Kundgebungsorte kennzeichnen.

15:30 Uhr: Pariser Platz (Brandenburger Tor)

ca. 17 Uhr: Zietenplatz (M*Straße)

ca. 19 Uhr: Oranienplatz

ca. 20:30 Uhr: Spreewaldplatz

An jedem Standort entlang des Protestmarschs wird es unterschiedliche
Reden und Performances geben. Auch wenn ihr also nicht von Anfang bis
Ende dabei sein könnt, kommt sobald wie möglich dazu!

Es wird unter anderem Redebeiträge zu den Themen „Schwarze Geschichte
in Deutschland“, „Klimagerechtigkeit”, „Schwarzsein im
Gesundheitswesen”, „Black Sex Workers‘ Rights“, „Black Trans
Lives“, „Schwarze Geflüchtete“ und „Black Art“ geben.

Außerdem werden uns verschiedenste Künstlerinnen und DJanes
begleiten!

— Mehr Infos, Themen und Künstler*innen folgen bald!! —

Instagram [1] / Facebook [2] / Facebook Veranstaltung [3]

13. Juni 2021: Geburtstag von Oury Jalloh

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Am 13. Juni 2021 – wäre Oury 53 Jahre alt geworden…sein Sohn hätte ihm zum Geburtstag gratulieren können…er hätte mit all seinen Freunden dieses besondere Fest gefeiert… Egal was Ihr an diesem Tag machen werdet – nehmt Euch bitte 1 Minute Zeit und denkt an ihn, seine Familie, seine verstorbene Mutter und an seinen Sohn, der wahrscheinlich immer noch nicht weiß, wer sein Vater eigentlich war…

Tatort Porz – Keine Ruhe nach dem Schuss

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.. Der CDU-Politiker Hans Josef Bähner ist angeklagt, am 30. Dezember 2019 in Köln Porz aus nächster Nähe und unter rassistischen Beleidigungen auf einen jungen Mann geschossen zu haben. (..) Er ist nur wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Denn laut der Staatsanwaltschaft liegt keine Tötungsabsicht vor, weil Bähner nur einmal auf den Jungen geschossen haben soll. Außerdem wurde der Prozess mit der Begründung verschoben, es gäbe dringlichere Verfahren ..

 

African Liberation Day – Black Liberation Movement – Jahrestag der rassistischen Ermordung von Georg Floyd

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Infos zur KUNDGEBUNG zum Mord an Christy Schwundeck 19.5.21 in Frankfurt >Link

Von George Floyd zu Ouri Jalloh, von Breonna Taylor zu Alpha Oumar Bah, die Morde an uns haben System. Hier, in den USA und auf dem afrikanischen Kontinent. Doch mit jedem Blick auf den Rassismus in den USA entzieht sich Europa – und Deutschland – seiner eigenen Verantwortung hier und in Afrika. Genug damit! Wir rufen auf zur Kundgebung am 25.05.2021 auf dem Tempelhofer Feld, denn

BLM heißt nicht nur Black Lives Matter – es heißt auch BLACK LIBERATION MOVEMENT

Genau so wie der Kapitalismus global ist, ist es auch der Versuch, Schwarze Menschen zu unterdrücken und genau so lange ist es schon europäische Tradition!

Von der Berliner Konferenz bis zur Frontex: der Versuch, uns unserer Autonomie, unserer Traditionen und unserer Kultur zu berauben, über unsere Körper zu bestimmen hat tiefe europäische und deutsche Wurzeln. Doch schon mindestens genauso lange haben wir gegen all das Widerstand geleistet. An diese Geschichte knüpfen wir heute, morgen, und übermorgen an!

Kommt zur Kundgebung und leistet Widerstand! Nicht-schwarze Menschen sind eingeladen, uns bei dieser Kundgebung zuzuhören und uns zu unterstützen.

25.05.21 – As long as one of our siblings ain’t free, none of us is free!
Facebook-Event >Link

NO JUSTICE – NO PEACE! – KUNDGEBUNG ZUM 1. TODESTAG VON GEORGE FLOYD

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Am 25. Mai des vergangenen Jahres ermordete der weiße Polizist Derek
Chauvin den Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis (USA) in aller
Öffentlichkeit. NEUN Minuten und NEUNUNDZWANZIG Sekunden kämpfte
George Floyd um sein Leben. In diesen 9 Minuten und 29 Sekunden kniete
sein Mörder auf seinem Hals und drückte ihm die Luft ab. Alles Flehen
und Bitten, auch von umstehenden Personen, half nichts, George Floyd
wurde ein weiteres Opfer rassistischer Polizeigewalt. Ohne ein
Zeugenvideo des Vorfalls hätte die Welt vielleicht nie von dieser
schrecklichen Tat erfahren und auch die globalen Proteste, unter dem
Motto „Black Lives Matter“, hätte es in diesem Umfang sicherlich
nicht gegeben.

Ende April wurde Derek Chauvin von den Geschworenen u.a. wegen Mordes
zweiten Grades für Schuldig befunden. Ein Urteil wird im Juni diesen
Jahres erwartet. Den drei mitangeklagten Polizisten, welche den Mord
nicht verhinderten,wird im März 2022 wegen Beihilfe zum Mord der
Prozess gemacht.

Institutioneller Rassismus und Polizeigewalt auch in Deutschland

Um zu verstehen, dass institutioneller Rassismus System hat, braucht man
sich nur die besonders perfide Methode des „Racial Profiling“
anschauen. Bei dieser stufen Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs-, und
Zollbeamte Personen allein wegen ihrer Hautfarbe und ethnischen
Zugehörigkeit als Verdächtige ein, ohne dass ein konkreter
Verdachtsmoment vorliegt. Auch wenn „Racial Profiling“ in
Deutschland von den Behörden offiziell nicht genutzt werden darf, da es
gegen Art. 3 des Grundgesetzes verstößt, dringen immer wieder Berichte
an die Öffentlichkeit, in denen Menschen allein aufgrund ihres
Aussehens kontrolliert und durchsucht wurden.

Auch, dass Polizist*innen ihr Gewaltmonopol hierzulande viel zu oft
missbrauchen, ist kein Geheimnis. Die Chronologien sind voll von schwer
Misshandelten und leider auch von Toten. Christy Schwundeck, Dominique
Kouamayo, Laya-Alama Condé und Oury Jalloh seien hier stellvertretend
für all jene genannt, die keine Stimme mehr haben und denen wir, als
zivilgesellschaftliche Akteure, eine Stimme geben können und MÜSSEN!

Das Polizeirevier Dessau und seine Toten

In Dessau haben wir sozusagen aus erster Hand erfahren dürfen, was
institutioneller Rassismus, missbräuchliche Polizeigewalt,
unangebrachter Corpsgeist und der fehlende Wille zur vollständigen
juristischen Aufklärung und Aufarbeitung anrichten können. Das
Polizeirevier in Dessau ist ein Symbol für die vielen unzähligen
gewalttätigen Übergriffe deutscher Polizist*innen auf in ihren Augen
sozial Schwächere und/oder Menschen einer bestimmten Hautfarbe und
ethnischen Herkunft. Verbunden ist dieses Symbol auf immer mit 3 Namen.
Drei Namen, die zu drei Menschen gehören, welche im Zusammenhang mit
dem Polizeirevier in Dessau ihr Leben verloren. Jedes Jahr am 7. Januar
erinnern die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ und viele
weitere engagierte Gruppen und Privatpersonen auch an diese drei Opfer
von Polizeigewalt. Ihre Namen: Hans-Jürgen Rose, Mario Bichtemann und
Oury Jalloh.

Bis heute sind alle drei Todesfälle nicht restlos aufgeklärt worden.
Der Fall des 2005 in seiner Zelle ermordeten Oury Jalloh ist besonders
haarsträubend. Schuld daran ist nicht nur ein Polizeiapparat, welcher
durch völlig unangebrachten Korpsgeist, schlampige Ermittlungen, sowie
Lug und Trug der übelsten Sorte glänzt, sondern auch eine Justiz,
welche trotz erdrückender Beweislast keine weiteren Ermittlungen
zulässt und mit ihrer bewussten Blockadehaltung ein rechtsstaatliches
Verfahren ganz und gar unmöglich macht. VERTUSCHUNG und VERWEIGERUNG
sind die beiden tragenden Säulen eines Justizskandals, mit denen die
Aussage, dass ein Mensch in einem Polizeirevier in Deutschland Opfer
eines Mordes geworden ist, der von deutschen Polizist*innen begangen
wurde, auch zukünftig eine haltlose Behauptung vor deutschen Gerichten
bleibt.

Kein Frieden – keine Gerechtigkeit

Auch wenn der Mörder von George Floyd schuldig gesprochen wurde und ihm
wohl bis zu 40 Jahre Gefängnis drohen, kann von Frieden und
Gerechtigkeit noch lange keine Rede sein.

Solange Polizei und Behörden Menschen aufgrund ihre Hautfarbe und/oder
Herkunft diskriminieren und kriminalisieren, solange der Fall Oury
Jalloh nicht aufgeklärt wurde, solange müssen und WERDEN wir auf die
Straße gehen und für eine Welt ohne Rassismus und ohne gewalttätige,
tödliche Behördenwillkür streiten!

No Justice – No Peace !!

25.05.2021 | 18:00 | Polizeirevier, Wolfgangstr. 25 | Kundgebung


Bündnis Dessau Nazifrei Facebook-Event > Link

Christy Schwundeck, vor 10 Jahren von der Polizei im Jobcenter erschossen!

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Gedenkveranstaltung am 19. Mai 2021 / 17:00 Uhr / in Frankfurt a.M. / Hauptwache

Am 19. Mai 2011 wurde Christy Schwundeck von der Polizei erschossen. Der Vorfall
wurde bisher nicht aufgeklärt. Warum?

Beitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zum Mord an Christy Schwundeck:

CHRISTY SCHWUNDECK – RIP
Wir gedenken heute voll Trauer Schwester Christy Schwundeck an ihrem 10. Todestag,
dem 19. Mai 2021

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen wir der Familie und Bekannten unser tiefstes Mitgefühl aus. Wir stehen in Solidarität mit euch und den Unterstuetzer*innen an eurer Seite. Wir unterstützen den Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem, einem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Polizeigewalt, der systematisch vom ersten Tag an von Seiten des deutschen Rechtsstaats nicht aufgeklaert werden will. Wir haben es geschafft uns im Fall von Bruder Oury Jalloh ueber 15 Jahre hinweg selbst und unabhaengig zu organisieren, die Aufklaerung selbst in die Hand zu nehmen und uns dem staatlichen Druck zu widersetzen. Denn wir wussten vom ersten Moment an Oury Jalloh – Das war Mord! Genauso wie wir von Tag eins wussten: Christy Schwundeck – Das war Mord!

Wir schicken Kraft an uns alle, die wir Schwester Christy Schwundeck niemals vergessen werden!

(Video von 2012) ICS die Initiative Christy Schwundeck stellt sich vor >Video-Link

Ihr seid keine Sicherheit!

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Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis in den
Sicherheitsbehörden

 Samstag 8. Mai 2021 // Berlin 13:00 Platz der Luftbrücke

Der 8. Mai 2021, der Jahrestag der Kapitulation Deutschlands und der Befreiung vom
deutschen Faschismus, ist ein Grund zum Feiern. Doch es ist auch ein Tag der Anklage von Rassismus, Antisemitismus und Faschismus. Wir klagen heute das #Polizeiproblem in Deutschland an. Wir fordern: Die konsequente Aufklärung unzähliger rassistischer Vorfälle und die sofortige Entnazifizierung der mit rechtsradikalen Netzwerken und Ideologien durchsetzten Sicherheitsbehörden.

Wir sagen: Das ist keine Sicherheit!

..Weitere Infos: auch in engl. / franc. / türk. /kurd. > Link

Dokumentation: Repression gegen die revolutionäre 1. Mai Demonstration in Berlin!

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Wie sah der 1. Mai in Berlin aus? Wir haben mit Demonstrant:innen gesprochen und Polizeigewalt dokumentiert. 20.000 Menschen demonstrierten am Abend in Berlin-Neukölln zum Revolutionären 1. Mai. Nachdem die Demo stundenlang immer wieder gestoppt und gekesselt wurde, löste die Polizei des rot-rot-grünen Senats die Demonstration kurz nach 20 Uhr gewaltsam auf. Wir haben aus dem Material, dass wir gefilmt haben und dass ihr uns geschickt habt eine Dokumentation geschnitten. Mehr zur Repression und Regierungsfrage, findest du aus http://www.klassegegenklasse.org

TONOU-MBOBDA – RIP

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Wir gedenken dem Bruder Tonou-Mbobda an seinem Todestag dem 26. April 2021.


Bruder Tonou Mbobda wurde vor zwei Jahren am 21.April 2019 auf dem Gelände der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg von den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma KLE auf brutale Weise zwangsfixiert und ihm wurde dabei die Luft abgedrückt. Eine unnötige Gewalt, die dazu führte, dass Bruder Tonou-Mbobda einige Tage später im Krankenhaus starb.

Die Familie hat noch immer keinen Abschluss finden können und durchlebt seit zwei Jahren eine schmerzhafte Zeit. Die Enttäuschung der Familie gegenüber des Rechtstaats ist riesengroß, sie fühlt sich allein gelassen. Die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in Hamburg kämpft seither für Aufklärung und Gerechtigkeit: Justice for Mbobda! Denn ohne ein Gerichtsverfahren bliebt die Wunde ohne Heilung. Für die Familie und die Community und uns alle ist wichtig zu wissen, was passiert ist, so dass solche unnötigen Tode an Geschwistern in Zukunft verhindert werden können!

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen wir der Familie und seinen Freund*innen unser tiefstes Mitgefühl und Solidarität aus. Wir unterstützen die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in ihrem Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Gewalt gegen einen weiteren Brüder in Deutschland.

#JUSTICEFORMBOBDA #WEWILLNEVERFORGET #RIP #TONOU-MBOBDA
#ALLPOWERTOALLTHEPEOPLE

Mehr Infos: Black Community Hamburg >Link

Tod nach Polizeieinsatz: Wie ein gesunder 19-Jähriger starb

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Qosay, ein 19 Jahre junger und gesunder Mann, starb vor einigen Wochen in Delmenhorst im Polizeigewahrsam. Grund seiner Festnahme: Er soll einen Joint geraucht haben. Als Polizisten kommen, läuft er weg, wird von eingeholt, mit Pfefferspray malträtiert und zu Boden gebracht.„Qosay habe auf dem Bauch vor einem Hauseingang gelegen, in Handschellen gefesselt. Ein Polizist habe auf seinem Rücken gekniet. “Zweimal” habe Qosay seinen Namen gesagt, berichtet Hamudi. “Daraufhin habe ich dem Polizeibeamten gesagt, dass die Fixierung mit dem Körpergewicht unnötig sei, da er sowieso schon auf dem Bauch liege und in Handschellen sei.” Qosay habe über Atemnot geklagt. “Er hat zum Polizisten gesagt: ´Ich möchte mich hinsetzen. Ich bekomme schwer Luft'”, so Hamudi. Ein paar Minuten später habe sein Freund sich dann hinsetzen dürfen, die Hände weiterhin in Handschellen auf dem Rücken.“Sanitäter werden gerufen, behandeln ihn jedoch nicht. “Nachdem er das (Wasser, um das er gebeten hatte) nicht bekommen hat, hat der Sanitäter gefragt, was seine Beschwerden seien. Qosay meinte daraufhin, dass ihm schlecht sei. Schwindlig.

Trauerfeier

Und dass er sehr schwer Luft bekomme. Daraufhin meinte der Sanitäter, dass er schauspielere. Qosay habe ja keine blauen Lippen und sei nicht kurzatmig.” Der Sanitäter habe weder Puls noch Blutdruck gemessen, noch einen Pupillencheck gemacht. “Er hat ihn gar nicht angefasst”, fasst Hamudi die Situation zusammen. Die Darstellung, Qosay habe eine Behandlung verweigert, weist der Zeuge zurück. “Das stimmt nicht. Er wollte behandelt werden.”“Im Polizeigewahrsam fällt Qosay ins Koma und stirbt. Er war als 13Jähriger alleine nach Deutschland gekommen, konnte später seine Eltern nachholen – so entkam die yezidische Familie der Ermordung durch den IS.Nach einem von der Familie privat in Auftrag gegebenen Obduktionsgutachten kommt die Staatsanwaltschaft aufgrund nicht mehr umhin, Ermittlungen gegen die beteiligten Polizeibeamten und Rettungskräfte einzuleiten.

(Text kopiert von Christiane Schneider & Panorama 3 NDR, vom 13.04.21)= >Link

Kein Einzelfall / Interview

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Die Journalistin Özlem Gezer (DER SPIEGEL) spricht mit Vertreter*innen von Initiativen, die an unterschiedlichen Orten in Deutschland die Erinnerung an rassistische, antisemitische und antiziganistische Gewalttaten organisieren. Sie erzählen von ihrer spezifischen Geschichte und ihrer Praxis vor Ort, ebenso von ihren Forderungen an Politik, Medien und Gesellschaft.

.. weitere Veranstaltungen, siehe > Link

FOLGE 4: NADINE SAEED VON DER INITIATIVE IN GEDENKEN AN OURY JALLOH

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh gründete sich unmittelbar nach dem Brandtod Oury Jallohs in der Gewahrsamszelle Nr. 5 des Polizeireviers Dessau-Roßlau am 7. Januar 2005. Oury Jalloh war in Dessau rechtswidrig in Polizeigewahrsam genommen worden und Polizeibeamte hatten ihn auf eine schwer entflammbare Matratze an Händen und Füßen fest gekettet. Nur wenige Stunden später ist er bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die 15 Jahre lange Ermittlungsarbeit im Fall Oury Jalloh ist geprägt von verschwundenen oder manipulierten Beweismitteln, Widersprüchen in den Zeugenaussagen sowie der Verschleppung und Vertuschung durch die Ermittlungsbehörden von Polizei und Justiz. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh hat die Ermittlungen von Anfang an durch eigene gutachterliche Untersuchungen begleitet und kämpft nicht nur für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh, sondern will auch den ursächlichen, strukturellen Rassismus durch diskriminierende Gesetze für Asylbewerber, durch gewalttätige Polizeipraxis gegenüber „Ausländern“ und durch rechtswidrige Staatsräson der Judikative offenlegen. 

Sa, 10.04.2021 19:00 [Online]

KUNDGEBUNG IN ERINNERUNG AN RITA AWOUR OJUNGE

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[English below]
Zeit: Mittwoch, 7. April 13:20
Ort: Bahnhof Hohenleipisch

Veranstalterin: Women in Exile & Friends

Black Lives Matter Berlin solidarisiert sich mit Women in Exile &
Friends, welche in Erinnerung an ihre Freundin Rita Awour Ojunge zu
einer Gedenk-Kundgebung aufrufen!

Unsere Schwester Rita Awour Ojunge verschwand am 7. April 2019 und
hinterließ zwei kleine Kinder.

Sie war 32 Jahre alt und lebte seit mehr als 7 Jahre in Deutschland im
Lager von Hohenleipisch.

Es dauerte 3 Monate bis die Polizei ihre verkohlte Leiche im Wald in der
Nähe des Lagers entdeckte. Trotz der Berichte vieler ihrer Freundinnen und Nachbarinnen brauchte die lokale Brandenburger Polizei Monate, um überhaupt mit der Suche zu beginnen, und sie begann erst nach einem Anruf der Berliner Polizei. Bis heute gibt es keine Antworten auf die Frage, wer Rita getötet hat.

Das Lager in Hohenleipisch ist immer noch in Betrieb, obwohl die
Bewohner*innen nach dem Tod von Rita dessen Schließung gefordert
hatten.

In Gedanken und zu Ehren an Rita fordern wir:

GERECHTIGKEIT FÜR RITA!
LAGER IN HOHENLEIPISCH SCHLIESSEN!
KEINE LAGER FÜR FRAUEN* UND KINDER!
ALLE LAGER ABSCHAFFEN!

KOMMT ZAHLREICH ZUR GEDENKFEIER!


Achtet aufeinander, haltet Abstand und tragt einen Mund-Nasen-Schutz!

Solidarische Grüße,
Black Lives Matter Berlin

[English]

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Der Mord an Burak Bektaş

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Burak ist vor 9 Jahren ermordet worden. Er hat in dieser Nachbarschaft
gewohnt. Der Mord wurde bis heute nicht aufgeklärt. Seine Familie
leidet immer noch darunter. Zeigt euch solidarisch und lasst sie damit nicht
alleine. Kommt auf die Demo, kommt zum Gedenkort. Seit Jahren verüben
Neonazis Anschläge in Neukölln.

Die Polizei hat diese bisher nicht aufgeklärt.

Das dürfen wir nicht einfach passieren lassen. Auch auf den Gedenkort für Burak wurden zwei Anschläge verübt. Liebe Nachbar:innen, unterstützt uns. Besucht den Gedenkort. Schützt ihn vor weiteren Anschlägen.


Der Mord an Burak Bektaş
Am 5. April 2012 schoss ein unbekannter weißer älterer
Mann auf eine Gruppe Jugendlicher, die sich in der Nähe das
Krankenhauses Neukölln unterhielten. Der 22 jährige Burak
Bektaş wurde dabei getötet, seine Freunde Jamal A. und Alex A.
lebensgefährlich verletzt. Der Täter entfernte sich ruhig vom Tatort
und verschwand im angrenzenden Wohngebiet. Die Tat erinnert
an eine Hinrichtung. Es gab zwischen den Jugendlichen und
dem Täter keinen Wortwechsel. Sie standen in keiner Beziehung
zueinander. Ein persönliches Motiv kann ausgeschlossen werden.

Redebeitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, am 5.4.21: pdf>Link

Trauerfeier für Alpha Oumar Bah, am 27.03.21 / Münsinger Park

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Berlins lebensgefährliche Abschiebepolitik –
Suizid eines jungen Mannes aus Guinea

Berlin 22.3.2021: Gemeinsame PressemitteilungFlüchtlingsrat Berlin,GuinéeSolidaire,Beratungs-und Betreuungszentrum für junge Geflüchtete und Migrant*innen BBZ, Black Lives Matter Berlin, Migrantifa Berlin, We’ll Come United Berlin Brandenburg, Moabit hilft e.V., Schöneberg hilft e.V., Be an Angel e.V., Willkommen im Westend,ISD Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. > pdf-Link

Berlins lebensgefährliche Abschiebepolitik – Bilder vom Trauerzug, am 27.03.21 Umbruch Bildarchiv

Suizid eines jungen Mannes aus Guinea! Berlins Innensenator präsentiert sich im Vorwahlkampf als Hardliner in Punkto Abschiebungen. Ob Guinea, Afghanistan oder die Republik Moldau, vom Koalitionsversprechen einer humanen Abschiebepolitik ist viereinhalb Jahre später nichts mehr übrig.Mit der durch einen medienwirksamen öffentlichen Auftritt im Görlitzer Park unterstützten Einladung einer fragwürdigen Guineischen Delegationzur Ausstellung von Abschiebedokumenten und der Beteiligung Berlins an der bundesweiten Massenabschiebung am 16.3. nach Guinea ist in der Berliner Guineischen Community Panik ausgebrochen.Wir gehen davon aus, dass diese Situation bei dem in Berlin lebenden geflüchteten Alpha Oumar Bah aus Guinea dazu geführt hat, dass er den psychischen Druck nicht mehr aushielt und sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Leben nahm. Der 27 jährige lebte seit mehr als drei Jahren in Berlin in einer Geflüchtetenunterkunft, hatte eine Duldung und verdiente seinen Lebensunterhalt bei einer Reinigungsfirma. Wir fordern eine genaue Aufarbeitung der Umstände seinesTodes und dessen Zusammenhang mit dem psychischen Druck und der Ausweglosigkeit durch die aktuelle Berliner Abschiebepolitik. Wir fordern den Innensenator auf, statt sich im Vorwahlkampf zu Lasten von geflüchteten Menschen mit Abschiebungen zu profilieren, endlich funktionierende Legalisierungs-und Bleiberechtsregelungen umzusetzen, um den betroffenen Menschen eine Perspektive zu bieten, statt rassistische Ressentiments zu fördern.In 2020 haben sich bundesweit die Abschiebezahlen infolge der Corona-Pandemie mehr als halbiert.Berlin ist als einziges Bundesland auf dem Niveau des Vorjahres geblieben und hat 2020 fast 10% der Abschiebungen bundesweit zu verantworten. Berlin organisiert monatlich Massenabschiebungen in die Republik Moldau. Betroffen sind zum Großteil Rom*nja, welche in dem Corona gebeutelten Land weder Perspektive noch einen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Trotzdem schob Berlin sogar Menschen im Rollstuhl, in laufender Chemotherapie oder in Tuberkulosebehandlung nach Moldau ab, ohne dass dort eine Weiterbehandlung gewährleistet ist.Beiden bundesweiten Abschiebungen nach Afghanistan beteiligt sich Berlin an fast jedem Charter,somit der Abschiebung eines jungen Mannes aus derJugendstrafanstalt in Anstaltskleidung und ohne Geld oder der eines Opfers von gewalttätiger Hasskriminalität.

Wir trauern um Alpha Oumar Bah. Wir fordern den Senat auf, den Koalitionsversprechen aus 2016 gerecht zu werden: Stopp der polizeilichen Panikmache -Weg von Abschiebungen –Hin zu Bleiberecht.

Für die Überführung des Leichnams nach Guinea werden Spenden gesammelt:

https://gofund.me/b5a5e302

Pressekontakt:Guinée Solidaire: Balde Aissatou Cherif, Tel. 0159 0160 4413Flüchtlingsrat Berlin: Nora Brezger, Tel.: 0176 7720 9320, E-Mail brezger@fluechtlingsrat-berlin.de

Rechte Strukturen und Racial Profiling in der Polizei – dafür steht die GdP!

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Der 15. März ist der internationale Tag gegen Polizeigewalt.

Auch in Deutschland beteiligen sich mehrere Organisationen und Zusammenschlüsse
an Aktionen und Kampagnen. Denn das Aufmerksam-Machen und Bekämpfen von
rechten Strukturen und rassistischen Übergriffen und Morden in der deutschen Polizei ist bitternötig: Erst kürzlich wurde durch die Kampagne “Death in Custody” bekannt dass Qosay Sadam K. in Delmenhorst nach einer gewaltsamen Festnahme durch die Polizei starb. Er war dem Terror des IS entkommen und starb im deutschen Polizeigewahrsam. Qosay wurde 19 Jahre alt. Um auf diese unendlichen strukturellen Probleme in der deutschen Polizeigdp
aufmerksam zu machen wurden Plakate aufgehängt die Aussagen aus den Social-Media-Kanälen der GdP mit entlarvenden Bildern konterkarieren.
Die Plakate machen deutlich, wie weit die Selbstdarstellung der GdP von der Realität der deutschen Polizeipraxis abweicht. Rassistische Polzeikontrollen sind alles andere als Einzelfälle, sondern Alltagspraxis .     .

Mehr Infos > Link

Demo am 19.03. in Berlin: Gegen Repression, Polizeigewalt und Knast in Berlin

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Kommt zur Demo (Route) am Freitag, den 19. März, um 17:30 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße – gegen die Kriminalisierung von linken und emanzipatorischen Bewegungen, das Knastsystem und den institutionalisierten Rassismus in Polizei und Justiz! Außerdem finden rund um den 15. und 18. März weitere Aktionen und Veranstaltungen statt.

 

Aufruf zur Demo gegen Repression, Polizeigewalt und Knast in Berlin

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Polizeigewalt (15. März) und des Internationalen Tages der politischen Gefangenen (18. März) rufen wir als Berliner Bündnis der bundesweiten Kampagne „Gemeinschaftlicher Widerstand“ zusammen mit „Death in Custody“ zur Demo auf. In zahlreichen Städten sind in dieser Woche Aktionen geplant. Am 18. März ist zudem der 150. Geburtstag der Pariser Kommune, der revolutionären Selbstorganisierung Pariser Arbeiter*innen. Gehen wir auf die Straße, gegen Repression, für neue Kommunen!

Kommt zur Demo am Freitag, den 19. März, um 17:30 Uhr zum U-Bahnhof Turmstraße – gegen die Kriminalisierung von linken und emanzipatorischen Bewegungen, das Knastsystem und den institutionalisierten Rassismus in Polizei und Justiz!

Nach der Auftaktkundgebung wollen wir pünktlich 18 Uhr durch den Kiez, vorbei an kämpferischen Orten. Durch Repression sollen Kämpfe gegen die ausbeutende Klasse und der Aufbau einer solidarischen Gesellschaft unterdrückt werden.

Im vergangenen Jahr kam es wieder massenhaft zu politisch und rassistisch motivierten Durchsuchungen, Strafverfahren und Inhaftierungen: wie Razzien im Görlitzer Park und der anarchistischen Bibliothek Kalabal!k, kollektive Massenanklagen gegen Antifaschistinnen wegen der Blockade eines Nazi-Aufmarsches in Remagen, gegen G20-Gegnerinnen im sogenannten „Rondenbarg“-Verfahren oder gegen Feministinnen, weil sie den järhlich stattfindenden sogenannten „Marsch für das Leben“ von Abtreibungsgegnerinnen 2019 in Berlin blockiert haben sowie Anklagen und Inhaftierungen gegen Linke wegen angeblicher terroristischer Vereinigungen nach Paragraphen 129 a/b. Nicht vergessen dürfen wir die Auswirkungen der Gesetzesverschärfungen der letzten Jahre – und die Novellierung des Berliner ASOG (Allgemeines Sicherheits- und Ordnungsgesetz), das die Befugnisse der Polizei, unter anderem zur Telefonüberwachung, erweitern soll. Hinzu kommt die Repression gegen linke Projekte und Zwangsräumungen wie des Camps an der Rummelsburger Bucht. Potse, Meuterei, Köpi-Wagenplatz und die Rigaer94 sind bedroht. Es wird am 11. und 12. März mit einem Angriff der Polizei auf die Rigaer94 gerechnet.

In Solidarität mit den Gefangenen ist unser Ziel der Knast Moabit. Hier starb im Sommer 2020 Ferhat Mayouf: seine Zelle brannte, er rief um Hilfe, während Wärter*innen davor standen und nichts unternahmen – bis er verstummte. Wie in allen Knästen sitzen – isoliert von der Gesellschaft und der Willkür des Knastapparates ausgesetzt – auch in Berlin Menschen im Knast, weil sie keine Fahrkarten haben und Geldstrafen nicht zahlen können oder weil sie keine Aufenthaltserlaubnis erhalten – weil sie von Klassenjustiz, Rassismus und Sexismus angegriffen werden. Dem kapitalistischen System dienen wir eingesperrt hingegen als billige Arbeitskräfte- zum Beispiel für Behörden und Unternehmen wie Miele, Ikea und Rossmann für ein bis drei Euro pro Stunde.

Zusammen sind wir stärker als ihre Repression!
United We Stand – Against Repression, Racism, Patriarchy and Capitalism!

Demo * Berlin * 19.03.2021 * 17:30 Uhr * U Turmstraße

Aufruf zum 19.03.21, als pdf > Link

 

Erneuter Todesfall in Polizeigewahrsam!

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Am 06.03.21 ist in Delmenhorst ein 19-Jähriger nach einer Polizeikontrolle gestorben. Polizei spricht von tragischem Unglücksfall, aber es gibt Zweifel.

.. Am Freitagabend ist ein 19-jähriger in einer Zelle des Polizeireviers Delmenhorst kollabiert und später im Krankenhaus verstorben. Qosay K. war zuvor in einem Park nach einer Kontrolle von der Polizei festgenommen worden. Kommentare in einer lokalen Facebookgruppe werfen Fragen an der Darstellung der Polizei auf ..

.. siehe TAZ- Artikel, vom 07.03.2021 > Link

 

Wer ein Verfahren mit dieser Begründung einstellt, will keine Aufklärung!

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PRESSEMITTEILUNG DER INITIATIVE AMED AHMAD – vom 4. MÄRZ 2021

Einladung zur Pressekonferenz am 9. März 2021, ab 13:30 Uhr vor den
Landtag Düsseldorf – ein Polizei- und Justizskandal in NRW.

Sehr geehrte Damen und Herren,

“Unsere Forderungen lauten Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und Gerechtigkeit. Wir werden nicht aufhören, nach den Mördern von unserem Sohn zu fragen. Wir benutzen das Wort Mörder, weil Menschen Amed getötet haben oder seinen Tod verursacht haben.” (Malek und Fadila Ahmad, die Eltern von Amed Ahmad – im Oktober 2018)

Am 4.Februar 2021 ist das Ermittlungsverfahren gegen den Polizisten Frank G. eingestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor gegen den Polizeibeamten aus Geldern wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung ermittelt. G. soll die Inhaftierung von Amed Ahmad in der JVA Kleve im Sommer 2018 als Fehler erkannt, dann aber nicht für die Freilassung von Amed Ahmad gesorgt haben. Auch wurde geprüft, ob G. sich vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss “Kleve”, der seit 2019 im Landtag von Nordrhein-Westfalen für Aufklärung zu den Umständen der Inhaftierung und des Todes
von Amed Ahmad sorgen soll, wegen falscher Aussagen als Zeuge strafbar gemacht habe. Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Sie hätten keine hinreichenden Beweise dafür liefern können, dass G. vorsätzlich falsch gehandelt habe.
“Die Staatsanwaltschaft legt vermutlich aus politischen Gründen bei der Strafverfolgung von Polizeibeamt:innen andere Maßstäbe an, als im Normalfall. Es ist abwegig, bei der
Freiheitsberaubung nur von Fahrlässigkeit auszugehen. Die handelnden Polizeibeamt:innen haben die Inhaftierung der falschen Person billigend in Kauf genommen”, so die Anwälte der Familie Ahmad, Forst und Reinecke.                                 .. Pressemitteilung als pdf > Link

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Gerechtigkeit für Rooble Warsame!

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Im Februar 2019 starb der 22-jährige Rooble Warsame in Polizeigewahrsam in Schweinfurt, Bayern. Die Polizei erklärte seinen Tod zum Selbstmord. Wir, seine Familie, wissen, dass dies nicht wahr ist.

Deswegen sammeln wir Spenden, um ein zweites Gutachten in Auftrag zu geben. Aufgrund des verdächtigen und unkooperativen Verhaltens der Polizei möchten wir einen unabhängigen Forensiker beauftragen, die Todesumstände zu untersuchen.

Rooble stand seiner Familie nahe und drückte niemals Selbstmordgedanken aus. Die erste Autopsie schließt einen Mord nicht aus. Die Polizeibeamt:innen konnten nicht nachweisen, wie der vermeintliche Selbstmord begangen sein soll. Dennoch erhob die Staatsanwaltschaft zunächst keine Anklage und deklarierte seinen Tod als Selbstmord. Unser Anwalt legte Berufung ein und forderte, die Untersuchung offen zu halten, was jedoch zunächst durch den Wortlaut der ersten Autopsie, dass Selbstmord „eine Möglichkeit“ sei, behindert wurde. Im Juli 2020 hat die Staatsanwaltschaft endlich die Untersuchungen wiederaufgenommen.
Je mehr wir über die Ermittlungsfehler erfahren, desto sicherer sind wir uns, dass die Version der Polizei nicht wahr ist. Der Mann, welcher mit Rooble festgenommen wurde (möglicherweise der einzige Zeuge von Roobles Tod neben den Polizist:innen selbst), wird seit über einem Jahr vermisst. Die Polizei ließ ihn am Tag nach der Festnahme frei, ohne ihn als Zeugen von Roobles Tod zu vernehmen, und versäumte es, seinen Aufenthaltsort zu verfolgen. Die Polizei war auch bestrebt, Roobles Leiche so schnell wie möglich einzuäschern. Dies wurde nur durch den Einsatz der Moscheegemeinschaft verhindert, die darauf bestand, Rooble in Gegenwart von Familie und Freunden ein islamisches Begräbnis zu geben. Diejenigen von uns, die bei der Waschung von Roobles Leichnam anwesend waren, sahen Verletzungen, die eindeutig auf einen Kampf und nicht auf Selbstmord hindeuten. Er war bedeckt mit frischen Wunden, Schrammen und einer Knieverletzung,  zeigte jedoch keinen Spuren von Selbststrangulation. Uniformierte und in Zivil gekleidete Polizist:innen tauchten unangekündigt und ohne Erklärung bei der Beerdigung auf.

In Kollaboration mit KOP Berlin  (Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt), sammeln wir Geld für eine zweite unabhängige Investigation in Roobles Tod. Wir brauchen etwa 2 000 Euro um den Obduktionsbericht ins Englische zu übersetzen, sowie 3 000 Euro für ein zweites Gutachten eines:r forensischen Experten:in.

Spenden könnt ihr über entweder hier, ( gofundme / engl. ) oder per Überweisung an das Bankkonto ARIBA e.V./ Reach Out, wo Spedenbelege möglich sind. Sendet uns dafür eine Nachricht/ Email!

Als Roobles Familie verdienen wir zu wissen, wie er gestorben ist. Dieses externe Gutachten wird uns ermöglichen unser Streben nach Gerechtigkeit für Rooble fortzusetzen. Bitte unterstützt uns mit einer Spende und teilt die Kampagne in euren Netzwerken.

Weitere Informationen zu Roobles Tod findet Ihr in Artikeln der TAZ und dem Institute of Race Relations  (auf Englisch).

Gedenken an die schwarzen Opfer von Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt

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Aufruf zu deutschlandweite, Internationale und solidarische Gedenk-Aktionen am 27.02.2021 um 11 Uhr / Wilhelmstr. 92 / 10117-Berlin
Dieser Gedenkmarsch wurde vom Komitee für die Einrichtung eines afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB) ins Leben gerufen, um der Forderung nach Anerkennung derVerbrechen gegen schwarze Menschen und Menschen afrikanischer Herkunft Nachdruck zuverleihen. Das Ende der Kongokonferenz (15. Nov. 1884 – 26. Feb. 1885), auch Berliner Konferenzgenannt, auf der Afrika von blutrünstigen Kolonialmächten willkürlich aufgeteilt wurde,haben wir als Datum für diesen Gedenktag ausgewählt. Um unserer Forderung nachGerechtigkeit für Menschen afrikanischer Herkunft Nachdruck zu verleihen, wollen wird jährlich der Opfer der kolonialen Barbarei gedenken.
Wir werden uns versammeln, um die weltweiten Beiträge von Widerstandskämpfer*innen und Überlebenden an zu erkennen und zu würdigen.
Den jährlichen Gedenkmarsch zu Ehren von Afrikanischen Opfer Versklavung, Kolonialismus und rassistischer Gewalt wird 2021 stattfinden. Wir werden 2 Meter Abstand halten und Masken tragen. Es wird ein live stream der Gedenkmarsch+Beiträge auf Facebook ausgestraht.
Das Komitte für ein afrikanisches Denkmal in Berlin und die Schwazen Communities in Deutschland rufen euch Einzelperson, Familien, Kollektive deutschlandweite und Internationale auf Aktionen zu planen ergänzend zu den Gedenkmarsch nach Kapazitäten und Möglichkeiten.
Somit setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen von deutschen Genozide, Versklavung, koloniale Amnesie in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt, rassistisch Unterdrückungen und rassistischer Morde von Schwarzen und Menschen afrikanischer Herkunft. Die Aktionen an möglichst vielen Orten sichtbare Spuren des Erinnern an die schwarzen Opfer hinterlassen und an Rassismus mahnen.
Die Spanne reichte von Blumen und Kränze niederlegen über. Kerzen bis zu besser sichtbaren Gesten wie ein Banner, Plakate aufstellen, Performance, Kundgebungen, Mahnwache, Ausstellungen, Installationen und größeren symbolische dekoloniale Aktionen,/Rituale auf zentralen Plätzen, die Koloniale Verbrecher*innen verehren, symbolische Umbenennung von Straßen, Plätzen…. Lasst die Kreativität frei laufen!
#KeinVergessen #keinvergeben
#BLM #StopDeportation
#NoJusticeNoPeace #AktivGedenken
Kontakte.
kadib.gedenkmarsch@gmail.com
Tel/Whatsapp: +4915739847030
****ENGLISH*****

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In Gedenken an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt

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Kundgebung am 28. Februar 2021 um 14 Uhr

Oranienplatz – Berlin-Kreuzberg

Wir gedenken bei der Kundgebung all der Schwarzen Menschen bzw. von Rassismus betroffenen Menschen, die durch rassistische Polizeigewalt oder unter Entziehung ihrer Freiheit in den vergangenen Jahren in Gewahrsam ums Leben kamen.
Sich in Gewahrsam zu befinden verstehen wir als Situation, in der sich Personen in geschlossenen Räumen befinden, in denen sie abhängig von anderen Personen werden und die der Öffentlichkeit weitgehend unzugänglich sind, z.B.: Polizeistationen, Polizeifahrzeuge, Gefängnisse, Psychiatrien, Krankenhäuser, Pflege-, Geflüchteten- und Kinderheime.
Sich in Gewahrsam zu befinden heißt auch, potenziell Menschen ausgeliefert zu sein, die mit institutioneller Macht ausgestattet sind (Polizist:innen, Ärzt:innen, Krankenpfleger:innen und Justizpersonal). Was in diesen Räumen passiert, bleibt oft hinter Mauern, Türen und durch menschenverachtende Loyalität verschlossen: Unrecht, Diskriminierung und Gewalt, die sich hier zutragen, sind schwer offenzulegen, abzubauen und aufzuarbeiten.
Allein die Todesfälle der letzten Zeit – Hussam Fadl, Ahmed Amad, Maliullah Jabarkhil, Rooble Warsame und William Tonou-Mbobda – zeigen die immense Gefahr, die für People of Color in Gewahrsam entsteht und deren Aufklärung in weiter Ferne liegt. Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall. Fehlende Konsequenzen in den Institutionen sind systematisch.
Seit September 2020 erinnert ein Denkmal auf dem Berliner Oranienplatz an die Opfer der institutionellen und rassistischen Gewalt. Mit dem Mahnmal sind die Ziele verbunden.
# Die Kriminalisierung der gestorbenen und getöteten Menschen of Color zu bekämpfen und an ihre Geschichte zu erinnern.
# Gesellschaftliche Debatten führen, die den Tod in Gewahrsam nicht länger ignorieren.
# Verantwortliche Institutionen, effektive Schutzmaßnahmen und Schutzmechanismen etablieren.
Dieses Mahnmal, das durch das konsequente Handeln einiger Antirassist:innen dort errichtet wurde, ist mittlerweile zu einem festen Ort des Gedenkens, Mahnens und Erinnern geworden. Immer wieder werden – monatlich aktuell – Texte, Bilder, Blumen und Kerzen aufgestellt, die an die Gestorbenen erinnern.
An diesem Ort findet die Kundgebung am 28. Februar 2021 statt.
Bringt Blumen oder Kerzen mit.

Ein Jahr nach Hanau: Gedenken heißt kämpfen!

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Kommt mit uns am 19. Februar zusammen, um
Ferhat Unvar, Gökhan Gültekin, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kaloyan Velkov, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu und allen anderen Betroffenen
rassistischer Gewalt zu gedenken.
Gedenkorte am 19.02., ab 16 Uhr:
Rathausplatz, Neukölln
Oranienplatz, Kreuzberg
Leopoldplatz, Wedding
Antifaschistische Demo am 20.02.
14 Uhr, S-Bhf Hermannstraße
 
                                                          Hanau war kein Einzelfall.
                                                          Erinnern heißt verändern,
                                                          Gedenken heißt kämpfen!

Große Versteigerungsaktion eines Ölgemäldes zugunsten der Arbeit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

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Ab heute, dem 28.1.2021 um 15 Uhr, wird das original Ölbild zum Cover des neuen Albums des Rappers PTK namens »Kreuzberg & Gomorrha«, gemalt vom Künstler Nils Ben Brahim, versteigert. Die Versteigerung läuft für insgesamt 10 Tage bis zum 7.2.2021 um 15 Uhr.

Das höchste Gebot zum Ende der Auktion, am 7.2.21 = 5.300,-€!

Hintergrund:

Für das Cover des kommenden Albums “Kreuzberg & Gomorrha” (Release: 12.3.21) entstand eine Zusammenarbeit zwischen dem Rapper PTK und dem Künstler Nils Ben Brahim, der ein Ölbild dafür gemalt hat. Auf diesem haben sich außerdem zwei Straßenkünstler verewigt: SOZI36, dessen Werke im Berliner Stadtbild hauptsächlich auf Matratzen zu sehen sind, und Ikarus, der bekannt ist für Pixação, einem Graffiti-Stil aus Brasilien, bei dem sich von Dächern abgeseilt wird.

Alle Beteiligten eint ein politisches Grundinteresse, das sich im Fall des von Polizisten ermordeten Oury Jalloh widerspiegelt: Mit verschiedenen Kunstformen zusammen auf Ungerechtigkeiten und die Missstände, die diese überhaupt ermöglichen, aufmerksam machen. Daher wird das Ölgemälde nun online versteigert und der Erlös der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh gespendet.

Video mit Interviews von PTK, Nils Ben Brahim, SOZI36, Ikarus und der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh: https://youtu.be/NoR3BptHMiM

Weitere Infos:                 .. als pdf-Link

PTK:https://www.instagram.com/ptk.ptk/

https://www.facebook.com/PTKPTK/

Nils Ben Brahim: https://www.instagram.com/nilsbenbrahim/

https://nilsbenbrahim.com/

Ikarus: https://www.instagram.com/ikarus.bln/

SOZI36: https://www.instagram.com/sozi.36/

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh:https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Felix Gunkel: https://www.instagram.com/felixo3o/

Statement zu rassistischen Übergriff der Hamburger Polizei gegen einen Schwarzen Lehrer

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Hamburg, den 27.01.21

Die BLACK COMMUNITY in Hamburg ist empört und verurteilt den rassistischen Übergriff Hamburger Polizeibeamt*innen auf den Schwarzen Lehrer Philip Oprong Spenner von der Stadtteilschule Am Heidberg in Hamburg Langenhorn am 22. November 2020. Einem Zeitungsbericht zufolge „alarmierte“ eine 14-Jährige die Polizei. Sie „meldete“, dass „sich ein schwarzer maskierter Mann“ in der Schule aufhalte.

Die Polizei Hamburg löste daraufhin einen Großeinsatz aus, weil wegen eines einzelnen Schwarzen Mannes mit einem Corona-Mund-Nase-Schutz in einem beleuchteten Klassenzimmer unmittelbar „… der Verdacht bestand, dass sich ein oder mehrere Einbrecher in der Schule befände(n)“. Die Polizei rückte daher mit gleich 5 Peterwagen und 15 Polizistinnen an. Die Polizeibeamtinnen agierten unmittelbar mit gezogenen Dienstwaffen und grellen Taschenlampen, wodurch sich die Nachbarschaft natürlich ebenfalls alarmiert zeigte. Trotz Corona-Pandemie bildete sich im Verlauf eine eigentlich genehmigungspflichtige Zuschauermenge von ca. 100 Menschen ..

.. weitere Infos > Link

 

Statement Dr. Vanessa Eileen Thompson (UIK Oury Jalloh)

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Eine Einschätzung von Dr. Vanessa Eileen Thompson von der Internationalen Unabhängigen Kommission zur Aufklärung des Todes von Oury Jalloh, zu den Ergebnissen der Sonderberater des Landtags Sachsen-Anhalt. Kriminalisierung und Entmenschlichung von Oury Jalloh setzt sich auch im Bericht von Jerzey Montag und Manfred Nötzel fort. Eine dringende Aufklärung des Oury-Jalloh-Komplexes ist deshalb weiterhin unumgänglich, da von einer Aufklärung von rechtsstaatlicher Seite nach wie vor nicht auszugehen ist.

In Gedenken an Ferhat Mayouf Tod in Gewahrsam ist kein Einzelfall

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Am 23.07.2020 verbrannte Ferhat Mayouf in seiner Zelle. Die JVA Moabit, Polizei und Justiz erklärten den Fall zu einem Suizid und sprechen sich damit von jeder Verantwortung frei. Hintergrundinformationen und Augenzeugenberichte zeichnen allerdings ein anderes Bild: Ferhat Mayouf war psychisch instabil und sprach von Depressionen. Er bekam durch den Knast jedoch keine Unterstützung, im Gegenteil wurde er 23 Stunden täglich eingeschlossen und isoliert. Rippenbrüche weisen auf mögliche Misshandlungen durch Wärter*innen hin. Als die Zelle brannte, standen JVA-Mitarbeiter*innen vor der Tür und unternahmen nichts, auch auf Hilferufe von anderen Gefangenen reagierten sie nicht. Das macht deutlich: Ferhat Mayoufs Tod war kein tragischer Unfall, kein freier Entschluss zum Suizid. Die JVA Moabit und die deutsche Justiz sind verantwortlich für seinen Tod!

Für die Verantwortlichen folgten keine Konsequenzen, bis heute. Das ist kein Zufall – und vor allem kein Einzelfall.

Die Ermordung von Oury Jalloh 2005 ist wohl das bekannteste Beispiel dafür, dass Behörden einer Aufarbeitung nicht nur im Wege stehen, sondern aktiv Verbrechen von Bediensteten des Staates vertuschen. Auch nach Oury Jallohs Tod war von Suizid die Rede. Nur dank der kontinuierlichen Arbeit von Angehörigen, Freund*innen und Aktivist*innen ist einer breiten Öffentlichkeit bekannt, dass Oury Jalloh von Polizisten ermordet wurde. Der Name Oury Jalloh wurde so zu einem traurigen Synonym für die mörderische rassistische Polizeigewalt in Deutschland. Seit seinem Tod am 07.01.2005 sind mindestens 97 weitere von Rassismus betroffene Menschen in Gewahrsam gestorben oder durch die Polizei getötet worden.

Kontakt mit der Polizei endet für viele Menschen tödlich. Eine lückenlose Aufklärung aller Umstände ist umso (lebens)notwendiger. Schlimm genug, dass die verantwortlichen Behörden diese boykottieren und verschleppen. Es mangelt aber auch an gesellschaftlichem Druck. Der in Deutschland allgegenwärtige Rassismus und der verbreitete Glaube an die Unfehlbarkeit der Polizei und anderer exekutiver Organe führen zu einer tödlichen Gleichgültigkeit den Opfern, Überlebenden und ihren Angehörigen gegenüber.

Wir aber finden

Jeder Tod im Knast, Gewahrsam oder durch Polizei ist einer zu viel.

Daher lasst uns gemeinsam Ferhat Mayouf gedenken, dem verharmlo-senden Suizid-Narrativ etwas entgegensetzen und zusammen für eine gesellschaftliche Veränderung kämpfen.

Kommt alle am 23.01.2021 um 14 Uhr zum Carl von Ossietzky Park (vor dem Knast Moabit)!  [U9 – Turmstr. / S-Bhf. Bellevue]

Lasst uns auch in Pandemie-Zeiten zusammen solidarisch und verantwortungsvoll demonstrieren! Achtet dafür bitte auf euch und andere, tragt Mund-Nasen-Schutz und haltet Abstand zueinander.

Mehr Infos dazu, auf unserem Blog: https://deathincustody.noblogs.org

Am 24.01. ist  der Todestag von Maria, die letztes Jahr von Polizisten
in ihrer Wohnung in Berlin erschossen wurde.

Kommt alle zur Demo :
Am 24.01.21 um 15 Uhr
in Friedrichshain, Grünbergerstraße 46
Jedes Opfer von Polizeigewalt ist eins zu viel.

Mehr Infos: https://www.abc-berlin.net/maria

Unsere aktuelle PM vom 18.01.2021 findet ihr hier:
https://deathincustody.noblogs.org/post/2021/01/18/pressemitteilung-der-kampagne-death-in-custody-18-januar-2021/

Anhaltende Repression im Oury-Jalloh-Komplex

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Aktivist der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh wird pünktlich zum 7.
Januar 2021 wegen angeblicher Feuerzeugwürfe auf die Köpfe von
Polizeibeamten rechtskräftig verurteilt

Es ist wohl kaum dem Zufall geschuldet, dass ausgerechnet am 7. Januar 2021, dem 16. Todestag von Oury Jalloh, das Landgericht Dessau die Berufung von Micha, einem langjährigen Aktivisten der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, gegen das Urteil des Amtsgerichts Dessau vom 22. Februar 2019 »als unzulässig verworfen« hat.

-komplette Revisisionsbegründung vom Landgericht > pdf-Link

Micha war am 7. Januar 2016, in direktem Anschluss an die Gedenkdemonstration anlässlich des 11. Todestages von Oury Jalloh auf dem Weg vom Dessauer Polizeirevier zum Hauptbahnhof von der Polizei zum Zweck der Feststellung seiner Personalien festgehalten worden. Am 23. Dezember 2016, genau einen Tag vor Weihnachten, erhielt Micha einen Strafbefehl vom Amtsgericht Dessau, mit der Aufforderung 820 € an die Staatskasse zu überweisen, da ihn die Staatsanwaltschaft Dessau beschuldigt, »in 5 rechtlich zusammentreffenden Fällen versucht zu haben, andere Personen körperlich zu misshandeln oder an der Gesundheit zu schädigen.« .

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 18.01.21pdf-Link ..

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Repression gegen Antifaschistin / Prozess wegen “Beleidigung eines Nazis”

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ERNEUTER PROZESS-TERMIN: 04.05.2021 / König-Wusterhausen

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Tribunal ‘NSU-Komplex-auflösen’ Anerkennen. Aufklären. Verändern

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Unter dem Motto “Anerkennen. Aufklären. Verändern!” findet vom 3. bis zum 5. Juni 2022 das vierte Tribunal „NSU-Komplex auflösen!” am Staatstheater Nürnberg statt. Wir klagen die Kontinuität von Rassismus in Bayern an! Wir klagen um die Ermordeten im NSU-Komplex und um alle Opfer rechter Gewalt!

Wir fordern:

▪ Anerkennung der Perspektiven der Betroffenen!

▪ Aufklärung und Konsequenzen – Kein Schlussstrich!

▪ Kein nächstes Opfer! Durchbrechen wir die Kontinuität rechten Terrors!

Machen wir die Gesellschaft der Vielen und Kämpfe um Selbstbehauptung und Erinnerung gemeinsam unübersehbar!

Tanımak. Aydınlatmak. Değiştirmek!

‘Tanımak. Aydınlatmak. Değiştirmek!’ başlığı altında 3 – 5 Haziran 2022 arasında dördüncü ‘NSU Kompleksi Çözülsün’ Tribünali Staatstheater Nürnberg’de düzenlenecek. Bavyera’da ırkçılığın sürekliliğini yargılayacağız! NSU kompleksi tarafından katledilenlerin ve sağcı şiddetin kurbanı olan herkesi anacağız ve hakkını arayacağız!

Taleplerimiz net:

▪ Mağdur edilenlerin perspektifinin tanınması!

▪ Irkçı terörün tümüyle aydınlığa ve sonuçlara kavuşturulması – Üstü örtülemeyecek!

▪ Yeni mağdur istemiyoruz! Sağcı terörün süreklilik zincirini kıralım!

Gelin birlikte çoğulcu toplumun, eşitlik ve hatırlatma mücadelelerin görülmemesini imkansız kılalım.

Acknowledge. Elucidate. Change!

Under the motto “Recognize. Elucidate. Change!” the fourth Tribunal “Unraveling the NSU Complex” will take place at the Nuremberg State Theater from June 3 to 5, 2022. We indict the continuity of racism in Bavaria! We lament those murdered in the NSU complex and all victims of right-wing violence!

We demand:

▪ Recognition of the perspectives of those affected!

▪ Elucidation and consequences – This is not over!

▪ No next victim! Let’s break the continuity of right-wing terror!

Let us together make the open society of the many and the struggles for self-assertion and remembrance unmissable!

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FEMINISTISCHER ANTIKOLONIALER WIDERSTAND WELTWEIT!WIR ERINNERN, WIR WIDERSTEHEN, WIR EXISTIEREN!

Kommt zur Kundgebung am 1. März: um 17 Uhr
wo: Friedensdenkmal (Birkenstraße / Bremer Straße / Berlin)
Anlässlich des 103. Jahrestages des antikolonialen Aufstandes des koreanischen Volkes gegen das japanische Kolonialregime am 1. März 1919 wollen wir an die feministischen Widerstandskämpfe gegen den Kolonialismus weltweit erinnern.

de:

Zum Auftakt des Internationalen Tages des Feministischen Widerstands 2022 (8. März) bitten wir unsere Genoss_innen in allen betroffenen Communities in Berlin, von den feministischen Kämpfen und antikolonialen Widerständen von Frauen* (cis&trans)/non-binary/intersex/agender Menschen in euren Communities zu erzählen – in Vergangenheit und Gegenwart!
Wir wollen uns eure Geschichten anhören, voneinander lernen und gemeinsam gedenken. Unsere Kämpfe, Träume, Existenzen und Befreiungen sind miteinander verbunden! Unsere Position aus Deutschland muss gewalttätige Formen des Geschichtsrevisionismus herausfordern!
Wir erinnern uns an die Vergangenheit und stellen die Kontinuitäten der Viktimisierung von Menschen in Frage, die aufgrund imperialistisch-ethnonationalistischer Ideologien aufgrund von Rasse, Religion oder Geschlecht als minderwertig behandelt werden. Gemeinsam werden wir dem Patriarchat, dem Kolonialismus, dem Imperialismus, dem Rassismus, dem Sexismus, dem Queer-/Transantagonismus, dem Behindertenfeindlichkeit, dem Kastendenken, dem Klassismus und dem Krieg ein Ende setzen!
Erinnern heißt kämpfen – gegen koloniale Unterdrückung und gegen die fortgesetzten Versuche, die Geschichte zu beschönigen und uns zum Schweigen zu bringen!
Wir werden uns an der Friedensstatue treffen, einem Denkmal für den antikolonialen und feministischen Widerstand gegen sexualisierte Gewalt. Es ist ein Denkmal nicht nur für den Kampf der “Trostfrauen”, sondern auch für die vielen feministischen antikolonialen und fortgesetzten Kämpfe gegen sexualisierte Gewalt, Femizid und deren Verschweigen weltweit.
Aufgrund des Drucks der japanischen Regierung und der rechten Zivilgesellschaft auf die lokalen Behörden, die Statue zu entfernen, zog das Bezirksamt Mitte die Sondergenehmigung zurück. Daher ist die Statue derzeit von der Entfernung bedroht. Das dürfen wir nicht zulassen!
Die Friedensstatue muss bleiben, damit die kolonialistische sexuelle Gewalt nicht zu Gunsten der Täter ausradiert wird!
Kommen Sie vorbei, unterstützen Sie uns, teilen Sie diesen Beitrag.

engl:

Come to the rally on 1st March:
FEMINIST ANTI-COLONIAL RESISTANCE WORLDWIDE!
WE REMEMBER, WE RESIST, WE EXIST!
When: March 1st, 2022, at 5 pm
Where: Statue of Peace (Birkenstraße / Bremer Straße / Berlin)
On the occasion of the 103rd anniversary of the anti-colonial uprising of the Korean people against the Japanese colonial regime on March 1st, 1919, we want to commemorate feminist resistance struggles against colonialism worldwide.

As part of the kick-off of the International Day of Feminist Resistance 2022 (March 8th) we ask our comrades in all affected communities in Berlin to speak of your communities’ feminist struggles and anti-colonial resistances of women* (cis&trans)/non-binary/intersex/agender people – past and present!
We want to listen to your stories, learn from one another, and commemorate together. Our struggles, dreams, existences, and liberation are connected! Our position from Germany must challenge violent forms of historical revisionism!
We remember the past and challenge the continuities of victimization of people who, due to imperialist-ethnonationalist ideologies, are treated as inferior on grounds of race, religion, or gender. Together we will put an end to patriarchy, colonialism, imperialism, racism, sexism, queer/transantagonism, ableism, casteism, classism, and war!
Remembering means fighting – against colonial oppression and against continued attempts to whitewash history and to silence us!
We will meet at the Statue of Peace, a monument to anti-colonial and feminist resistance to sexualized violence. It is a monument not only to the “comfort women” struggle but to the many feminist anti-colonial and continuing struggles against sexualized violence, femicide, and the silencing thereof worldwide.
But due to pressure from the Japanese government and civil society right-wingers on local authorities to remove the statue, the Mitte District Office withdrew the special permit. Hence, the statue is currently under threat of removal. We cannot allow this to happen!
The Statue of Peace must stay so that colonialist sexual violence will not be erased in favor of the perpetrators!
Come by, support us, share this post.

16. GEDENKMARSCH ZU EHREN DER AFRIKANISCHEN / SCHWARZEN HELD*INNEN UND OPFER DER MAAFA

[Versklavung, Kolonialismus, Neokolonialismus, Nazismus & Rassismus]

DATUM: Sa. 26.02.2022, 11 Uhr
ORT: Wilhelmstraße 92, 10117 Berlin
(DEUTSCH see ENGLISH below)

Zum 16. Mal in Folge ruft das Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB), vertreten durch die African / Black Community (ABC), zum jährlichen Gedenkmarsch zu Ehren der afrikanischen / Schwarzen Held*Innen und Opfer der Maafa auf. Der Begriff „Maafa“ stammt aus dem Kiswaheli und bedeutet „Die Große Zerstörung“ in Afrika, sprich: Versklavung, Kolonialismus und Genozide, Neokolonialismus und Ökozide, Nazismus und Rassismus.

Der Gedenkmarsch beginnt dort mit Kranzniederlegung und Redebeiträgen, wie jedes Jahr. Auf Einladung des Deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck begann die ominöse „Berliner Afrika-Konferenz“ am 15. November 1884 in Berlin (Reichskanzlerpalais, Wilhelmstraße 77) und endete dort am 26.Februar 1885. Berlin als Hauptstadt Deutschlands wurde daher bewusst als Standort des Gedenkmarsches gewählt, wegen ihrer kolonialgeschichtlichen Verantwortlichkeiten, aber auch wegen ihrer Verwicklung in den aktuellen Miseren Afrikas:
#AfrikaIsBleeding: Burkina Faso, Kamerun, Kongo, Elfenbeinküste, Eritrea, Äthiopien, Guinea-Conakry, Guinea-Bissau, Libyen, Mali, Namibia, Nigeria, Somalia, Südafrika, Sudan, Tunesien, Uganda, Simbabwe, um einige zu nennen.
Abschlusskundgebung am Humboldt-Forum.

Das Motto des diesjährigen Gedenkmarsches lautet „United We Rise!“ (zu Deutsch: „Gemeinsam Erheben Wir Uns!“, dementsprechend unser Hashtag „#UnitedWeRise“.

Der Gedenkmarsch findet definitiv als Präsenzveranstaltung statt. Corona-bedingt haben wir das geplante Begleitprogramm bereits gecancelt. Alle Corona-bedingten Schutz- und Hygienevorschriften werden vor Ort eingehalten!

Wir rufen alle Menschen, insbesondere afrikanische / Schwarze / „BIPoC“-Communities, dazu auf, an dem Gedenkmarsch teilzunehmen, dafür zu mobilisieren, unsere Anliegen zu unterstützen, Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen, um zumindest die im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen zur Aufarbeitung des deutschen kolonialen Erbes rasch umzusetzen (s. unten).

Auch in diesem Jahr marschieren wir, um unsere heldenhaften Widerstandskämpfer*innen gegen die Maafa sowie die Opfer der Maafa zu ehren und zu würdigen. Mit Nachdruck formulieren wir unsere jahrzehntelange Forderung: die Einrichtung eines zentralen Denkmals in Berlin als Erinnerungs- und Lernort zum Kolonialismus und Neokolonialismus. Wir protestieren ebenso gegen Koloniale Kontinuitäten, gegen den Rassismus auf allen Ebenen aber auch gegen die rassistische und tödliche Migrationspolitik Europas gegenüber Afrika.

Wir gehen wieder auf die Straße, um einen Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu spannen:
534 Jahre nach Beginn der Maafa in Afrika. 500 Jahre nach Beginn der Transatlantischen Versklavung. 137 Jahre nach Besiegelung der Transformation von Versklavung in Kolonialisierung Afrikas (Berliner Afrika-Konferenz). 117 Jahre nach den unbeschreiblich grauhaften Genoziden der Deutschen an den Herero und Nama im heutigen Namibia. 77 Jahre nach der Zwangsrekrutierung und Zwangsbewirtschaftung Afrikas im Zweiten Weltkrieg und der Internierung und Ermordung von Schwarzen in KZ’s in Deutschland – ausgetrickst, ausgegrenzt, ausgebeutet, missbraucht und getötet, undokumentiert und vergessen. 60 Jahre nach der Ermordung von Patrice Lumumba im Kongo. Mehr als 45 Jahre nach dem Soweto-Massaker im Apartheidsüdafrika. 92 Jahre nach der historischen antikolonialen und antirassistischen Aba-Frauenrevolte (auch als „Frauenkrieg“ genannt) im Südosten des heutigen Nigerias. 57 Jahre nach der Ermordung von Malcolm X (USA) und 54 Jahre nach der Ermordung von Martin Luther King (USA). 31 Jahre nach dem Mord an Amadeu Antonio in Eberswalde. 21 Jahre nach der Hinrichtung des Umweltaktivisten Ken Saro-Wiwa (Nigeria) und acht seiner Mitstreiter. 17 Jahre nach der Ermordung von Oury Jalloh in Dessau. 13 Jahre nach der Ermordung von Marwa El-Sherbini in Dresden. 11 Jahre nach dem Mord an Christy Schwundeck im Job Center Frankfurt am Main. Acht Jahre nach Lampedusa. Drei Jahre nach der Ermordung von Marielle Franco in Rio de Janeiro, Rita Awour Ojungé in Hohenleipisch und des Psychiatriepatienten William Tonou-Mbobda in Hamburg-Eppendorf. Mehr als eineinhalb Jahre nach der Ermordung von George Floyd in Minneapolis (USA). Um einiges zu nennen

„Während wir marschieren, werden die Gebeine unserer Vorfahren und die Artefakte, die unsere Kulturen und kulturellen Reichtümer bewahrt haben, immer noch in deutschen / europäischen Museen ausgestellt. Wir fordern die Rückführung von allem, was von Deutschland aus Afrika gestohlen wurde“ betonte folgerichtig jahrzehntelang der Initiator des Komitees für ein afrikanischen Denkmals in Berlin (KADIB), Prof. Kapet de Bana† (RIP), der stets an das Recht auf Erinnerung und die Pflicht zur Erinnerung mahnte.

Die beteiligten Verbände, Organisationen und Initiativen fordern seit langem, auch in diesem Jahr, nicht nur die Errichtung eines zentralen Denkmals als Erinnerungs- und Lernort zum Kolonialismus und Neokolonialismus, sondern darüber hinaus: die umfassende Aufarbeitung deutscher Kolonialgeschichte und ihrer Kontinuitäten sowie eine ernsthafte Auseinandersetzung mit institutionellem und strukturellem Rassismus, wie es auch in der Agenda 2025 der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO) steht. Ebenso, wie die UN-Dekade für die Menschen mit afrikanischen Vorfahren (2015-2024) fordert.

Das Thema „Koloniales Erbe“ bleibt hierzulande aktuell, rassismuskritisch brisant, außenpolitisch und vor allem für die Betroffenen in Afrika und anderen kolonisierten Gebieten des sog. Globalen Südens existentiell wichtig. Insofern nehmen wir erfreulicherweise zunächst einmal zur Kenntnis, dass Teile unserer Forderungen in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufgenommen wurden:

„Um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte voranzutreiben, unterstützen wir auch die Digitalisierung und Provenienzforschung des kolonial belasteten Sammlungsgutes und dessen Zugänglichmachung auf Plattformen. Im Dialog mit den Herkunftsgesellschaften streben wir Rückgaben und eine vertiefte ressortübergreifende internationale Kooperation an. Wir unterstützen insbesondere die Rückgabe von Objekten aus kolonialem Kontext. Außerdem entwickeln wir ein Konzept für einen Lern- und Erinnerungsort Kolonialismus.“
[Koalitionsvertrag zwischen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP, S. 125, Kapitel VI, Abschnitt „Koloniales Erbe“]

Wir begrüßen ausserdem die Ankündigung der Bundesregierung über die längst fällige Rückführung geraubter („heiliger“) sog. Benin-Artefakte nach Nigeria. Auch wenn diese Entwicklungen nur als ein Anfang betrachtet werden müssen, erkennen wir sie an als ein unverkennbares Etappenergebnis unserer unermüdlichen und unnachgiebigen jahrzehntlangen antikolonialen / antirassistischen Widerstandskämpfe in diesem Lande aber auch im Mutterland Afrika. Dennoch lagern viele unserer spirituellen Artefakte, Schätze und Statuen afrikanischer Glaubenssysteme und Kunstwerke wie die Ngonso-Skulptur, die den Ursprung des Nso-Volkes aus Kamerun darstellt, noch immer in Kellern in Berlin und anderswo in Deutschland.

Unser Endziel bleibt unmissverständlich weiterhin dennoch die vollständige und bedingungslose Dekolonialisierung aller neokolonialen und imperialen Machtkonstrukte bzw. Machtsystematiken im Mutterland Afrika.

Wir fordern die Bundesregierung zur raschen inklusiven Umsetzung der o. g. Vereinbarung im Koalitionsvertrag auf. Denn: Wir fürchten aus mehr als 500 Jahren Erfahrung doch, dass solche Ankündigungen wie die der neuen Bundesregierung am Ende nur Lippenbekenntnisse bleiben. Wir brauchen aber keine Beruhigungspillen! Die neue Bundesregierung muss ernsthafte Taten erkennbar folgen lassen – Alles über uns ohne uns ist gegen uns!

KONTAKT:
Tel: 0152 159 286 58
Mail: abcberlin19@gmail.com

Träger ist das „Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin“ (KADiB), vertreten durch das Netzwerk „African / Black Community“ (ABC). Die unten aufgeführten Organisationen bzw. Verbände gelten hier als Unterstützer bzw. Mitveranstalter:

1) African / Black Community Networks
2) Afrikanischer Dachverband Norddeutschland – ADV-Nord
3) Afrika-Rat – Dachverband afrikanischer -Vereine und Initiativen Berlin Brandenburg
4) Africavenir International
5) Afropolitan Berlin
6) AFROTAK TV cyberNomads
7) Arbeitskreis Panafrikanismus München
😎 Afrikabund Hamburg
9) Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag BER
10) Berlin Global Village e.V.
11) Berlin Postkolonial
12) Black Nation Germany
13) Bündnis „Decolonize Berlin“
14) Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“
15) EOTO
16) Global Afrikan Congress
17) Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
18) Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund)
19) Pan-African Women Liberation & Empowerment Organisation – PAWLO Germany
20) PEACE Germany
21) The VOICE Refugee Forum Germany
22) Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland
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ENGLISH

16th MEMORIAL MARCH IN COMMEMORATION OF AFRICAN / BLACK HEROES / HEROINES AND VICTIMS OF THE MAAFA
[Enslavement, Colonialism, Neocolonialism, Nazism & Racism]

DATE: Sa. 26.02.2022, 11 Uhr
LOCATION: Wilhelm-Straße 92, 10117 Berlin

For the 16th consecutive year, the “Committee for an African Monument in Berlin” (KADIB), represented by the “African / Black Community” (ABC), invites the general public to join us for our annual Memorial March in commemoration of the African / Black (S)heroes / Heroines and victims of the Maafa. “Maafa” (Kiswaheli) means “The Great Destruction” in Africa: Enslavement, Colonialism and Genocides, Neo-Colonialism and Ecocides, Nazism and Racism.

As every year, the Memorial March begins here with wreath-laying ceremony and speeches. At the invitation of German Chancellor Otto von Bismarck, the infamous “Berlin Africa Conference” began on 15 November, 1884 in Berlin (Reichskanzlerpalais, Wilhelm-Strasse 77) and ended there on 26 February, 1885. Berlin, as the capital of Germany, was therefore purposely chosen as the location for the Memorial March, because of its colonial legacies, but also because of its involvement in Africa’s current plights.
#AfrikaIsBleeding: Burkina Faso, Cameroon, Congo, Côte d’Ivoire, Eritrea, Ethiopia, Guinea-Conakry, Guinea-Bissau, Libya, Mali, Namibia, Nigeria, Somalia, South Africa, Sudan, Tunisia, Uganda, Zimbabwe, to name but a few.
The Memorial March ends with a rally at the Humboldt Forum.

The motto of this year’s Memorial March is “United We Rise! “, and thus, our hashtag “#UnitedWeRise“.

The Memorial March will definitely take place as an outdoor physical activity. Due to the Corona pandemic, all planned supporting events have already been cancelled. All Corona-related safety and hygiene regulations will be observed during the Memorial March!
We would be very pleased if you could announce and report on this historically important event (pre-event and post-event reporting). You are of course also cordially invited to the Memorial March. In addition, we are available for interviews as well as for general information on the Memorial March.

We call on the general public, especially the African / Black / “BIPoC” communities, to participate in the Memorial March, to mobilise for it, to support our cause and demands as well as to intensify pressure on the German Federal Government to at least expeditiously implement measures agreed upon in the coalition contract of the new German Federal Government dealing on Germany’s colonial legacy (see below).

Also this year, we are marching to honour and pay tribute to our heroic Freedom Fighters who fought against the Maafa as well as the victims of the Maafa. We emphatically declare our decades-old demand: the erection of a central monument in Berlin to serve as a place for commemoration and extracurricular learning about colonialism and neo-colonialism. We are also marching to protest against colonial continuities, against all facets and levels of racism, but also against Europe’s racist and deadly migration policy towards Africa.

We are taking to the streets once again to draw lines between the past and the present:
534 years after the dawn of the Maafa in Africa. 500 years after the launch of the Transatlantic Enslavement. 137 years after sealing the transformation from enslavement into colonisation of Africa (Berlin Conference). 117 years after the inexplicably gruesome genocides of the Germans against the peoples of Herero and Nama in present today Namibia. 77 years after the forced recruitment of African soldiers and the menace of economic exploitation of the continent for World War II and the detention and murder of Blacks in Concentration Camps in Germany – suckered, racially segregated, exploited, abused and killed, undocumented and forgotten. 60 years after the murder of Patrice Lumumba in the Congo. More than 45 years after the Soweto Massacre in apartheid South Africa. 92 years after the historic anti-colonial and anti-racist Aba Women’s Revolt (also known as “Women’s War”) in South East of present-day Nigeria. 57 years after the murder of Malcolm X (USA) and 54 years after the assassination of Martin Luther King (USA). 31 years after the murder of Amadeu Antonio in Eberswalde (Germany). 21 years after the murder of environmental activist Ken Saro-Wiwa (Nigeria) and eight other Ogoni activists. 17 years after the murder of Oury Jalloh in Dessau (Germany). 13 years after the murder of Marwa El-Sherbini in Dresden (Germany). 11 years after the murder of Christy Schwundeck at the Job Centre in Frankfurt-am-Main. Eight years after Lampedusa (Mediterranean / Italy). Three years after the murder of Marielle Franco in Rio de Janeiro (Brazil), Rita Awour Ojungé in Hohenleipisch (Germany) and the psychiatric patient William Tonou-Mbobda in Hamburg-Eppendorf (Germany). More than one and a half years after the murder of George Floyd in Minneapolis (USA). Just to name but a few!

The initiator of the Committee for an African Monument in Berlin (KADIB), Prof. Kapet de Bana† (RIP), had constantly reiterated:
“While we march, remains of our Ancestors and artefacts that have preserved our cultures and cultural treasures are still been displayed in German / European museums. We demand the repatriation of everything stolen by Germany from Africa.” Prof. Kapet de Bana also persistently reminded the world of the right and duty to remember.

The campaigning organisations and initiatives have long demanded (also this year) not only the erection of a central Monument as a place for commemoration and extracurricular learning about colonialism and neo-colonialism, they are also demanding a comprehensive reappraisal of German colonial history and continuities as well as an earnest approach of confronting institutional and structural racism, as also stated in the Agenda 2025 of the Federal Conference of Migrant Organisations (BKMO) and as declared by UN’s International Decade for People of African Descent (2015-2024).

Colonial legacy remains topical in Germany, critical in its relation to racism, explosive in terms of foreign policy and, above all, existentially important for those affected in Africa and other colonised regions of the so-called Global South. Therefore, we are pleased to note that parts of our demands have been included in the coalition contract of the new German Federal Government, which states:

“In order to advance the reappraisal of German colonial legacy, we also support the digitisation and Provenance Research of colonially strained collections and make them accessible on platforms. In dialogue with the societies of origin, we strive for restitution and deeper interdepartmental international cooperation. In particular, we support the return of objects from a colonial context. We are also developing a concept for a place for commemoration and extracurricular learning about colonialism.”
[Coalition Contract between the Social Democratic Party (SPD), the Green Party and the Free Democratic Party (FDP), p. 125, Chapter VI, section “Colonial Legacy”]

We also welcome the announcement by the German Federal Government about the long-overdue return of looted (“sacred”) so-called Benin artefacts to Nigeria. These developments must be seen as “only a beginning” and we recognise them as partial victory which is a product of our vigorous and relentless decade-long anti-colonial / anti-racist resistance struggles in this country but also in Motherland Africa at large. Nevertheless, many of our sacred artefacts, treasures, statues and works of art that exhibit African traditional religious and belief systems, such as the Ngonso sculpture representing the origin and culture of the Nso People (Cameroon), are still stashed away in basements in Berlin and elsewhere in Germany.

Nevertheless, our ultimate goal remains unequivocal, which is the complete and unconditional decolonisation of all neo-colonial and imperial power constructs and systems in Motherland Africa.

We call on the German Federal Government to at least swiftly and inclusively implement the above-mentioned agreement in the coalition contract. Going by more than 500 years of experience, we presume that such announcements like those of the new German Federal Government could at the end remain only lip service. But we do not need any tranquilizers! These announcements by the new German Federal Government must be followed up with earnest and visible actions – Everything about us without us is against us!

CONTACT:
Tel: 0152 159 286 58 / Mail: abcberlin19@gmail.com / Facebook, YouTube, Twitter & Instagram

Organiser: “Committee for an African Monument in Berlin” (KADiB), represented by the network “African / Black Community” (ABC). The following organisations and initiatives are considered here as co-organizers / supporters:

1) African / Black Community Networks
2) Afrikanischer Dachverband Norddeutschland – ADV-Nord
3) Afrika-Rat – Dachverband afrikanischer -Vereine und Initiativen Berlin Brandenburg
4) Africavenir International
5) Afropolitan Berlin
6) AFROTAK TV cyberNomads
7) Arbeitskreis Panafrikanismus München
😎 Afrikabund Hamburg
9) Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag BER
10) Berlin Global Village e.V.
11) Berlin Postkolonial
12) Black Nation Germany
13) Bündnis „Decolonize Berlin“
14) Bündnis „Völkermord verjährt nicht!“
15) EOTO
16) Global Afrikan Congress
17) Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
18) Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund)
19) Pan-African Women Liberation & Empowerment Organisation – PAWLO Germany
20) PEACE Germany
21) The VOICE Refugee Forum Germany
22) Zentralrat der afrikanischen Gemeinde in Deutschland 

DEMO ZUM 2 JÄHRIGEN GEDENKEN AN DIE GETÖTETEN VON HANAU IN KÖLN AM 19/02/22

Zwei Jahre sind bereits nach dem rassistischen Anschlag in Hanau vergangen, bei dem neun unserer Geschwister aus dem Leben gerissen wurden. Zwei Jahre in denen der Staat und seine Organe, mitsamt den Cops und Gerichten, immer wieder gezeigt haben, dass sie kein Interesse an der Aufklärung des Anschlags und seinen Hintergründen haben.

Zwei Jahre in denen der Staat die Hinterbliebenen und Überlebenden dauerhaft im Stich gelassen hat. Zwei Jahre in denen rechter Hetze und Faschos, auch in Medien und Sicherheitsbehörden, wieder Raum gelassen wurde. Zwei Jahre die bereits jetzt wieder zu vielen Migrant*Innen das Leben gekostet haben, weil sie in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen sind.

Kommt deshalb am 19.02.22 nach Köln, um gemeinsam unseren getöteten Geschwistern in Hanau zu Gedenken und unserer Wut über die deutschen Zustände auf die Straßen zu bringen. Wir rufen alle solidarischen, fortschrittlichen und vor allem migrantischen Menschen dazu auf da zu sein – seien wir laut, wütend und solidarisch!