About initiativeouryjalloh

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh klärt über Täterschaft und Hintergründe des Mordes an Oury Jalloh auf. Sie übernimmt somit jene Aufgaben, die der sog. Rechtsstaat für sich beansprucht, aufgrund seines planvollen destruktiven Totalversagens jedoch nicht zu leisten in der Lage ist

Dessauer Löschkommando

Im Fall Oury Jalloh wurden polizeiinterne Akten gelöscht. Protokolle darüber will man nicht herausgeben (pdf)

            Von Susan Bonath

15 Jahre Kampf um Aufklärung und Gerechtigkeit für Oury Jalloh! Pressemitteilung vom 07.01.20

                                                                                            Dessau, 7. Januar 2020

Gefoltert und verbrannt im Polizeirevier Dessau …          PM als pdf

15 Jahre Kampf um Aufklärung und Gerechtigkeit für Oury Jalloh!

Am 7. Januar 2005 wurde Oury Jalloh hier in Dessau rechtswidrig in Polizeigewahrsam genommen. Er wurde mit Gewalt in das Revier in die Wolfgangstraße 25 gebracht. Polizeibeamte haben ihn dort in der Zelle 5 auf eine schwer entflammbare Matratze an Händen und Füßen fest gekettet. Nur wenige Stunden später ist er bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.

Noch bevor die Tatortarbeit begann wurde von den verantwortlichen Polizeibeamten behauptet, Oury habe sich – trotz Fixierung – selbst angezündet. Am Tatort wurde jedoch kein Zündmittel gefunden. Erst 3 Tage später tauchte im Labor des LKA Sachsen-Anhalt ein Feuerzeugrest auf, der angeblich im Brandschutt aus der Zelle stammen sollte. Dieses verschmorte Beweisstück wurde jedoch erstmals 2012 untersucht: Es konnten keine Spuren von Ourys Kleidung oder der Matratze, geschweige denn seine DNA am Feuerzeug gefunden werden. Dafür hunderte Faserreste und DNA, deren Herkunft bis heute von den zuständigen Behörden nicht geklärt wurde.

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Mobilisierung und Anfahrt-Infos zur Gedenkdemonstration zum 15. Todestag von Oury Jalloh

AUFRUF ZUR GEDENKDEMONSTRATION am 07.01.2020 in DESSAU:

OURY JALLOH – DAS WAR MORD!                                      Aufruf als PDF

Am 07.01.2020 jährt sich zum 15. mal die Ermordung von Oury Jalloh in einem Dessauer Polizeirevier.
Ebenso lange zieht dieser „größte Justizskandal der bundesrepublikanischen Geschichte“ (ARD-Magazin Monitor) immer weitere Kreise und findet sich nun vor dem Bundesverfassungsgericht wieder. Nachdem im letzten Jahr der sachsen-anhaltinische Landtag mit den Stimmen der ganz großen Koalition aus CDU/SPD/Grünen (Enthaltung) und AFD (Nein) einen Antrag der Partei „Die Linke“ auf Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses verweigerte, hat sich ein wesentlicher Teil der herrschenden Parteienlandschaft voll und ganz hinter die Vertuschungsorgie von Innenministerium, Polizei und Justiz gestellt.

Am 23.10.19 wurde das Klageerzwingungsverfahren gegen die mutmaßlich am Mord beteiligten Polizeibeamten vom Oberlandesgericht Naumburg abgelehnt. Diese Entscheidung war auch zu erwarten, beteiligt sich die Justiz doch von Anfang an willig an der Nichtaufklärung und Vertuschung der Hintergründe dieses grausamen Verbrechens.
Es verwundert auch nicht, dass selbst die neue, durch ein radiologisch-forensisches Gutachten belegte Erkenntnis, dass Oury Jalloh vor seiner Ermordung körperlich gefoltert worden ist (Schädelbruch, mindestens eine gebrochene Rippe), zu keinem Umdenken geführt hat. Nein – der einmal eingeschlagene Weg:

Der Mythos, Oury Jalloh habe
* trotz fehlenden Zündmittels (Feuerzeug)
* trotz der Tatsache, dass er an Händen und Füßen eng
  am Podest fixiert gewesen ist
* trotz der Tatsache, dass er auf einer feuerfesten
  Matratze lag

den Zellenbrand und damit seinen Tod selbst verursacht.
Dieser Mythos „muss weiter verteidigt werden“.

Längst ist auch eindeutig nachgewiesen, dass ein solch heftiger Brand nur mit Brandbeschleunigern möglich gewesen ist – Das alles schert die Verantwortlichen einen Dreck.

Und so werden wir auch weiterhin permanent und penetrant unsere Finger in
die Wunden ihres „Rechtsstaates“ legen!                                   

We Will Never Surrender!                                                         Wir geben niemals auf!

 

Mobilisierungsplakat zur Gedenkdemonstration am 07.01.2020 in Dessau

Kopiervorlage in s/w, zum Drucken auf gelbem Papier

Kopievorlage-Sticker (sw, auf gelben Papier/Folie) Link-pdf

Demoroute                                                                                         Stadtplan Dessau

Wie jedes Jahr bitten wir euch, keine National- oder Parteifahnen auf die Gedenkdemonstration mitzubringen!

Kollektive Anreise mit Bahn/Bus