Das Denkmal muss bleiben!

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Seit Samstag, 26. September 2020 steht am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizei-gewalt. Wir wollen uns nun an den Senat und den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wenden, um zu fordern: Dieser Ort muss bleiben.Unbekannte haben diesen Ort installiert, nachdem wir, die Initiative “Wo ist unser Denkmal?” auf das Fehlen eines solchen Gedenkortes aufmerksam gemacht hatte. So wurde aus der geplanten performativen Gedenkfeier am vergangenen Samstag überraschend eine Einweihungsfeier dieses neuen Mahnmals. Für die anwesenden Initiativen und Einzelpersonen – von denen viele selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden waren, auch von Seiten der Polizei, und von denen einige selbst geliebte Menschen verloren haben – war es nicht wichtig, wer das Mahnmal und die Gedenktafel installiert hatte. Ein solches Mahnmal hat zu lange gefehlt.
Und es muss bleiben! Wir fordern Bezirk und Stadtverwaltung dazu auf, diese wichtige Mahnung nicht einfach durch die Polizei entfernen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass dieser Ort langfristig erhalten und gepflegt wird.

Teile unserer Initiative #WoIstUnserDenkmal sind: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), Death in Custody, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, Welcome United Berlin-Brandenburg, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Theater x, Aktionsbündnis Antira, Antirassitische Initiative (ARI), Migrantifa Berlin, Interventionistische Linke Berlin (IL).          Link > pdf

Kontakt:
01521 8966723   woistunserdenkmal@gmail.com               Twitter: @WDenkmal                                        Instagram: wo_ist_unser_denkmal

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 28.08.20

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Sonderberater des Landtages Sachsen-Anhalt  stellen juristische Urteile und Entscheidungen nicht in Frage, übernehmen die Täterversion und kriminaliseren das Opfer

                                                                                         Magdeburg, am 28.08.2020

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu dem Bericht der Sonderberater vom 26.08.2020, präsentiert am 28.08.2020 im Rechtsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt                                                 

»Die Fesstellungen der Gerichte, wonach Oury Jallow durch ein von ihm selbst entfachtes Feuer gestorben ist und eine Tötung durch Dritte ausscheide, müssen – im Sinne einer objektiven Wahrheit – richtig sein. Für diesen Bericht jedenfalls sind es – als prozessual ermittelte Wahrheit – rechtskräftig feststehende Tatsachen, welche in Frage zu stellen vom an die Berater ergangenen Auftrag nicht gedeckt sind.«                                                         Link>PM als PDF

(Bericht der Sonderberater Jerzey Montag und Manfred Nötzel, 26.08.2020)

Wie bereits in dem gesamten juristischen Verfahren festzustellen war, so ist auch die Auftragsstellung der Sonderbearter von Vorn herein einseitig festgelegt:

Sie übernehmen die Täterversionen, vernachlässigen den Korpsgeist und bestätigen richterliche und staatsanwaltliche Entscheidungen. Entgegen der vorliegenden Beweislage wollen auch sie keine weiteren Ermittlungsansätze erkennen können ..


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Zum Mord an Oury Jalloh: Sonderberater sehen keine offenen Ermittlungsansätze!

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Presseberichte vom 28.08.20:

Links > VolksstimmeMitteldeutsche ZeitungDER SPIEGELMDRDIE ZEITNeues DeutschlandDeutsche Welle (engl.)tagesshau (info & video)Junge Welt (29.8.20) & (04.09.20)

Videodokumentation zu Brandversuchen – der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (2013):

“Feuerzeug bleibt Hauptbeweismittel” Anwältin Gabriele Heinecke will vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen Von Susan Bonath / Junge Welt – 04.09.20 > Link-pdf

Oury Jalloh unvergessen
Schlussstrich in der Debatte: Sachsen-Anhalts CDU und AfD wollen Aufarbeitung des Feuertods ad acta legen. Zahlreiche Hinweise auf politische Einflussnahme
Von Susan Bonath / Junge Welt / 12.09.20 > Link-pdf

Nach Schüssen aus kurzer Distance wird bei einem Polizeieinsatz in den USA ein Schwarzer schwer verwundet.

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Drei Monate nach dem Tod von George Floyd sorgt nun die Polizeigewalt gegen den Schwarzen Jacob Blake für Empörung. Bei einem auf Video festgehaltenen Polizeieinsatz schossen Beamte im Bundesstaat Wisconsin dem Afroamerikaner aus kurzer Distanz mehrfach in den Rücken und verletzten ihn schwer ..”

Link > Frankfurter Rundschau < 25.08.20 > vollständiger Artikel

Link > Jacob Blake moved to Kenosha, where he was shot 7 times in the back by police, because ‘it was safer,’ according to his uncle <25.08.20> engl.

Link > Facebook / JUSTICE FOR JACOB BLAKE

DEFRAGMENTIERT – Die Ungetrösteten

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aus MIGAZIN / von A. Kadir Özdemir / 23.08.2020                       >Link-Migazin

Was bedeutet es für eine Weißdeutsche, darüber zu lesen, dass People of Color in Polizeigewahrsam sterben? Was macht es mit ihnen und was macht es mit People of Color?

Gesine fragt, warum wir besessen sind von NSU 2.0, NSU, Hanau, Oury Jalloh, Amad Ahmad, Eric Garner, George Flyod, Marwa El-Sherbini, Rooble Warsame, sogar noch von Hoyerswerda, Solingen, Mölln.

„Was ist ein angemessener Zeitraum, um die Opfer von weißer Gewalt zu vergessen?“, frage ich.

Sie ist etwas beleidigt, sie mag es nicht, wenn Menschen als weiß bezeichnet werden, sie empfindet es als rassistisch. Sie nimmt einen Schluck von ihrem Mate, ignoriert meine Frage und will wissen, ob ich ein Problem habe, Trauer loszulassen? Ich weiß, sie will mir was Gutes tun, mich trösten. Nur. Ich schließe die Augen. Können Weißdeutsche überhaupt begreifen, was diese Gewaltverbrechen in uns auslösen? Die Trauer und der Schmerz ist für uns Schwarze Deutsche, Türkisch-Deutsche, Kurdisch-Deutsche, Vietnamesisch-Deutsche, Yesidisch-Deutsche, Muslimisch-Deutsche, Sinti und Roma-Deutsche reell und wird nicht durch eine Fernsehansprache oder einige Betroffenheitsbekundigungen weggeweht. Unsere Trauer währt manchmal ein Leben lang. Wir gedenken unseren Toten, außerhalb von staatlich regulierten Gedenkkulturen, geben die Erinnerung an das Unrecht weiter, lassen die Ermordeten nicht durch Apathie und Schulterzucken ein zweites Mal sterben. Das ist Loyalität mit unseren Communities. ..
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HANAU IST ÜBERALL – UNITED WE STREAM

Um 15h startet unsere Kundgebung am Hanauer Freiheitsplatz. Ihr könnt sie über YouTube streamen: https://youtu.be/iiCtmTQ5wqY

An unzähligen Orten gibt es spontane Kundgebungen und Versammlungen, die die Kundgebung übertragen. Hier eine erste Übersicht – weitere Orte bitte unten posten:

Aschaffenburg: 14:30 Uhr | Wolfsthalplatz /Stream

Berlin: 15:00 Uhr | Oya, Karanfil | K-Fetisch | Mundvoll | Zielona Gora | Café Bavul | Oyoun (Wissmannstr. 32) | Herrfurthplatz | Bethanien New Yorck (Marielle Franco Platz/Südflügel) | Spree // Anarche | Linienstraße 206 | Urbanstr. 67 – Hinterhof

Bielefeld: 15:00 Uhr | Kesselbrink /Stream
Bremen: 15:00 Uhr | Leibnitzplatz / Stream

Darmstadt: 14:30 Uhr | Luisenplatz / Stream

Dortmund: 13:00 Uhr | Platz der alten Synagoge / Stream

Dresden: 16:00 Uhr | Jorge-Gomonda-Platz

Erfurt: 13:00 Uhr | Thüringer Staatskanzlei

Frankfurt am Main | 14:30Uhr | Günthersburgpark (große Wiese) |Mainufer (Friedensbrücke) | Bockenheimer Warte | Frankenallee/Ecke Hufnagelstraße | Opernplatz | Willy-Brandt-Platz | Rossmarkt | Hauptwache | Römer Niddastraße Ecke Karlstraße |Brentanopark / Rödelheim

Freiburg: 19:00 Uhr | Platz der Alten Synagoge | Von Hanau bis nach Kurdistan – Gegen rechten Terror!

Fulda: 15:30 Uhr | Bahnhofsvorplatz
Gießen: 14:00 Uhr | Elefantenklo /Stream

Göttingen: 15:00 Uhr | Gänselieselplatz | Jugendzentrum Innenstadt (Juzi) | Café Kabale

Hamburg: 13:00 Uhr | Holstenwall 10 /Stream
Hamburg: 15:00 Uhr | Mannesalleeplatz in Hamburg Wilhelmsburg | Rote Flora, Live-Audio-Stream aufs Schulterblatt/Piazza
Hamburg: ab 14:30 Uhr | Park Fiction, mit Solifoto mit Masken + Plakaten

Hannover | 14:30 | Halim Dener-Platz (Linden)

Jena: 14:30 Uhr | Johannisstraße /Stream

Kassel: 14:00 Uhr Kundgebung Gottschalkstr./Ecke West | 14.30 Uhr Kundgebung am Rathaus | Kundgebung am Friedrichsplatz | 15:00 Uhr Sternstr. 20 Kollektivcafe Kurbad | 14:00 Uhr in der Rothen | Ecke Bei Ali, Westring 73 (Naumburger/Engelhardtstr.)

Köln: 14:30 Uhr | Ebertplatz / Stream und Kundgebung

Leipzig: 13:30 Uhr | Willy-Brandt-Platz | 15 Uhr | Augustusplatz / Stream
Lübeck: 13:00 Uhr | Holstentor / Stream

Mainz: 15 Uhr| Uni Campus – AStA Hof, Staudingerweg 21

Magdeburg: 14:30 Uhr | Hasselbachplatz / Stream

Mannheim: 14:30 Uhr | Neumarkt/ Stream

München: 15:00 Uhr | Georg Freundorfer Platz / Stream

Marburg: 15 Uhr Erwin-Piscator-Haus | 21 Uhr am Marktplatz mit Videoübertragung

Offenbach: 15:00 Uhr Stellwerk /Hbf/ Aliceplatz

Osnabrück | 14:30 | Schlossgarten

Passau: 15:00 Uhr | Klostergarten/ Stream

Potsdam: 14:00 Uhr | Brandenburger Tor / Stream
Stuttgart: 14:00 Uhr | Rotebühlplatz / Stream

Stuttgart: 15:00 Uhr | Württembergischer Kunstverein / Stream

Tübingen: 15:00 Uhr | Eppelhaus / Stream

Witzenhausen: ab 12 Uhr |15 Uhr / Stream | Marktplatz

Wuppertal: 15:00 Uhr | Autonome Zentrum Gathe /Stream

 

AUFRUF ZUR PROTESTAKTION: AB FREITG, 07. AUGUST | 09:00 Uhr BIS DIENSTAG, 11. AUGUST

Bitte weiterleiten !!

Stellen Sie Ihre Fragen oder äußern Sie sich zur tödlichen Gewaltanwendung gegen Bruder Tonou-Mbobda und die andauernde Verschleppung der Anklage. Bekräftigen Sie das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung und Aufklärung des verantwortungslosen Umganges des UKE insgesamt, der ÄRZTIN, des PFLEGEPERSONALS und der 3 SICHERHEITSKRÄFTE …

Staatsanwaltschaft Hamburg
z.H. Oberstaatsanwalt Lars Mahnke
Tel: (040) 4 28 28 – 0
Fax: (040) 4 27 98 – 1002
Mail: poststelle-staatsanwaltschaft@sta.justiz.hamburg.de

Personalisieren Sie Ihr Fax bzw. Ihre Mail: Anrede | Name (ggf. Unterschrift)
Bei Mail: senden Sie bitte eine Blindkopie (Bcc) an: black_community_hamburg@riseup.net

Formulierungsvorschläge:

Betreff: Körperverletzung mit Todesfolge z.N. von William Tonou-Mbobda – Anklage jetzt

Ich bin äußerst enttäuscht über die Verschleppung und besorgt über die Untätigkeit der Strafverfolgungsbehörden trotz der aktuellen Black-Lives-Matter-Proteste. Über 15.000 Menschen waren in solidarischem Protest für George Floyd und gegen den Rassismus und dessen Straflosigkeit auch hier in Deutschland und Hamburg auf den Straßen der Stadt.

Bis zum heutigen Tag haben Sie keine Anklage im Fall des gewaltsamen Tod unseres Bruders Tonou-Mbobda vom 21. April 2019 erhoben. Die wesentlichen Ermittlungshandlungen waren nach Ihren eigenen Angaben bereits im Herbst 2019 abgeschlossen. Nach weiteren 7 Monaten ohne nachvollziehbare Ermittlungsschritte stellt sich die dringende Frage: Warum?

Der von Ihnen selbst vor dem Wissenschaftsausschuss dargelegte, hinreichende Tatverdacht einer Körperverletzung mit Todesfolge steht bis heute ohne Konsequenzen im Raum!

Die Familie, die Öffentlichkeit und insbesondere die Black Communities in Hamburg und Deutschland haben ein Recht auf Aufklärung sowie die Übernahme von Verantwortung für den Tod von Bruder William Tonou-Mbobda in einem zeitnahen rechtsstaatlichen Verfahren.

Ich fordere Sie deswegen auf, umgehend Anklage zu erheben und Ihre nicht zu rechtfertigende Verzögerungstaktik endlich zu beenden!

Deutschland hat ein Polizeiproblem

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2005 verbrannte Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle. Offiziell habe der in Sierra Leone geborene Mann sich angezündet. Doch der Fall hat unzählige Ungereimtheiten. Mittlerweile steht sein Tod als Paradebeispiel für rassistische Polizeigewalt in Deutschland. Nun wollen zwei Sonderermittler die vielen offenen Fragen klären – und stoßen dabei immer wieder an Grenzen. Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ versucht seit 15 Jahren, den Fall aufzuklären. Seit zehn Jahren ist Nadine Saeed Teil davon. Ein Gespräch über neue Erkenntnisse, unkooperative Behörden und strukturellen Rassismus.

Link > BELLTOWER-NEWS / Nicholas Potter 17.07.20 – Im Gespräch: Nadine Saeed ..
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Aktion in Berlin: Decolonize the City! Decolonize Berlin

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All Black Lives Matter. Alle Schwarze Leben heißt auch die, die nicht
durch US-amerikanische Polizisten ermordet wurden, sondern durch
deutschen Kolonialrassismus. Und trotzdem werden die Verbrechen an
diesen Menschen bis heute in Deutschland gefeiert. Verehrt an Orten wie
der Bismarckstatue, der Wissmannstraße oder der Petersalle. Berlin ist
voll mit Erinnerungen an und expliziten Ehrungen von Menschen, die
kolonialistisch und rassistisch waren. Es ist schon lange überfällig,
sich mit diesen Denkmälern und ihren Implikationen auseinanderzusetzen.

Weil die Stadt Berlin, die deutsche Regierung und weiße Bürger_innen die
Initiativen Schwarzer Aktivist_innen, die Straßen umzubenennen, seit Jahren torpedieren und verzögern, haben wir die Straßen unter dem Slogan #DecolonizeTheCity
selbst verschönert. Wenn die Stadt Mörder und Rassist_innen auf Sockeln
und Straßenschildern toleriert, leisten wir Widerstand.
Bereits begonnene Umbenennungen wie die der M-Straße in Glinkastraße
unterstützen wir nicht. Die Initiative der BVG scheint zunächst eine
gute Idee zu sein. Gleichzeitig haben Schwarze Aktivist_innen seit
Jahren dafür gekämpft, die Straße und die Station nach dem
Rechtswissenschftler und Philosophen Anton W. Amo umzubenennen. Die BVG
entschied sich stattdessen für die Benennung nach einem antisemitischen
Komponisten.

Es geht nicht darum, einen Namen zu streichen, um die Konfrontation zu
vermeiden und danach weiter zu machen wie zuvor. Sondern um eine
ausführliche Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe Berlins und mit
Rassismus. Der NSU, Haunau und die jüngsten Anschläge in Neukölln sind
keine isolierten Taten einzelner Rechtsradikaler. Vielmehr sind
Rassismus und Kolonialismus feste Bestandteile unserer Gesellschaft. Sie
systematisch zu verschweigen ist eine Fortsetzung dieser Gewalt. Es ist
an der Zeit, sich ihnen als Gesellschaft endlich zu stellen.

Aktivist_innen jeglicher Position tragen diesen Kampf seit Jahrzehnten
aus. Aktuell ist das Thema Rassismus im Zuge der brutalen Polizeigewalt
in den USA weltweit und auch in Deutschland wieder im Fokus. Diesen
Moment müssen wir nutzen:
Nieder mit den rassisitischen Straßennamen und kolonialverherrlichenden
Denkmälern.
Lasst uns gemeinsam ein Berlin gestalten, dass sich seiner Vergangenheit
stellt und ein würdevoller Ort für alle Berliner_innen wird!
Werdet aktiv, sprecht mit euren Freund_innen, Familien und Kolleg_innen
darüber. Falls ihr in der Nähe dieser Straßen wohnt: Beteiligt euch an
der
Umbenennung!
#DecolonizeTheCity #DecolonizeBerlin  / weitere Bilder der Aktion:

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