Oury Jalloh Gedenkdemonstration 2014

Video



Mobiplakate:
plakat-7.1.14-farbig
plakat-flyer-7.1.14-1-sw
plakat-flyer-7.1.14-2-sw

Aufruf (Auszug):

Nach einem Brandgutachten, das von der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh in Auftrag gegeben wurde, stellte sich heraus, dass davon ausgegangen werden muss, dass mehrere Liter Brandbeschleuniger benutzt wurden, um Oury Jalloh lebendig zu verbrennen.

Die Staatsanwaltschaft spricht seitdem zwar selbst von neuen Erkenntnissen und erklärt, dass nun Aufklärungsbedarf bestehe. Aber Oberstaatsanwalt Preissner hat trotz der vielfachen Aufforderungen, innerhalb und außerhalb der Prozesse, Abbrandversuche mit und ohne Brandbeschleuniger zur Rekonstruktion des Brandbildes aus Zelle 5 abgelehnt.

Ganzer Aufruf als PDF: Aufruf der Initiative Oury Jalloh zur Demonstration am 7.1.14 in Dessau

Folgende Gruppen und Organisationen haben sich dem Aufruf zur Gedenkdemonstration angeschlossen:

Initative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.:
http://isdonline.de/oury-jalloh-demo-2014/

Antifaschistische Aktion Burg:
http://burg.blogsport.de/

Karawane Nord (Hamburg):
https://www.facebook.com/events/218663374979712/?ref=22/

Zusammen e.V. (Frankfurt/Main):
target=_blank>http://www.zusammen-ev.de/index.php/themen/antirassismus/227-bus-zur-oury-jalloh-demo-am-07-01-2014

The Voice Refugee Forum Germany (Jena):
http://thevoiceforum.org/node/3420

Die Linke. Verbund offener Abgeordnetenbüros:
http://www.linke-bueros.de/termin.php?ID=3822&naviID=366

Bündnis gegen Rassismus (Berlin):
http://buendnisgegenrassismus.org/

Festival gegen Rassismus (Berlin):
http://festivalgegenrassismus.wordpress.com/2013/12/17/initiative-oury-jalloh-gedenkdemonstration-am-7-1-14-in-dessau-mobi-video/

Rote Hilfe e.V.:
http://www.rote-hilfe.de/77-news/526-demonstration-7-januar-keine-ruhe-fuer-polizei-und-justiz-oury-jalloh-das-war-mord

Siempre Antifa Frankfurt (Frankfurt/Main):
http://siempreffm.blogsport.de/2013/12/11/gedenkdemonstration-fuer-oury-jalloh/

Antirassistische Initiative Berlin:
http://www.ari-berlin.org/aktuelles/14-01-07%20ouryjallohtodestag.htm

No Nazis-Dessau:
http://nonazisdessau.blogsport.de/termine/

Rote Jugend Berlin:
http://rotejugend.blogspot.de/2013/12/termine-im-januar-2014.html

und weitere.

+ + + + +

Veranstaltungen in Köln:
Infoveranstaltung mit Vertreter_innen der Initiative Oury Jalloh aus Dessau
Wann? 05.01.2014, 18:00
Wo? Allerweltshaus Köln, Körnerstraße 77-79, 50823 Köln

Demonstration im Gedenken an Oury Jalloh
Wann? 07.01.2014, 18:00
Wo? Köln- Deutz (Treffpunkt U-Bahn-Haltestelle Deutzer Freiheit)

Damit die Demo nicht von weißen vereinnahmt wird, bitten wir von Rassismus betroffene Menschen voran zu gehen.
Da die Demo eine Gedenkveranstaltung für Oury Jalloh ist, fordern wir dazu auf, Partei- und Nationalfahnen zu Hause zu lassen.

Einladung auf Deutsch, Englisch und Französisch als PDF:
oury jalloh-demo koeln u infoveranstaltung

Prozess gegen die Initiative am 10.12.2013 in Dessau

Mouctar Bah, angeklagt wegen „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“ – kommt zum Prozess am 10.12.13 um 13:00 Uhr, Amtsgericht Dessau / Willy Lohmann-Str. 33 / 06844 Dessau-Roßlau / Raum 224

Gemeinsame Zugfahrt zum Prozess: Abfahrt 10.10 Uhr ab Berlin-Alexanderplatz, Ankunft 11.50 Uhr in Dessau

Wie jedes Jahr fand auch am 07.01.2012 eine Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh in Dessau statt: http://www.youtube.com/watch?v=pHM5zgjkxAE

Im Unterschied zu den anderen Jahren davor, hatten sich die verantwortliche Einsatzleitung entschieden, den Vorwurf „das war Mord“ zu kriminalisieren.

Obwohl der Einsatzleitung schon am Anfang der Demonstration ein Urteil gezeigt wurde, das belegt, dass diese Aussage nicht verboten ist, wurden Transparente beschlagnahmt und Demonstrant_innen, die „Oury Jalloh das war Mord“ mit Kreide auf den Boden malten, von den Ordnungskräften aggressiv angegangen.

Am Ende der Demonstration wurde in brutalster Weise in der Vorhalle vom Bahnhof gegen Demonstrant_innen und Aktivist_innen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh vorgegangen.

Polizisten verprügelten auch Mouctar Bah und Komi Edzro, Mitbegründer der Initiative, und setzten Pfefferspray ein.

Mouctar Bah und Komi Edzro lagen ohnmächtig auf dem Boden und Mouctar musste mehrere Tage ins Krankenhaus.

Auch wurden Menschen, die ihnen in dieser Situation helfen wollten, von der Polizei brutal daran gehindert.

Jetzt soll sich Mouctar vor Gericht wegen Widerstands gegen Polizeibeamte verantworten, nachdem sie ihn krankenhausreif geschlagen haben.

Diese Anklage ist ein weiterer Schritt von Polizei und Justiz, die Arbeit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu kriminalisieren.

Diese Anklage ist ein Angriff gegen alle, die inzwischen schon seit fast 9 Jahren die Wahrheit einfordern.

Kommt zur Demonstration in Gedenken an Oury Jallohs 9. Todestag, am 7.1.2014 um 14:00 Uhr nach Dessau-Roßlau / Hauptbahnhof

OURY JALLOH – DAS WAR MORD!

Lampedusa: Bitte um Schweigeminuten

IOJ e.V und ITAP e.V bitten um Trauer- und Schweigeminuten für die Geflüchteten, die am Donnerstag vor Lampedusa ertrunken sind.

Menschen, die vor Diktatur, Repressionen, Beschneidung, Verfolgung, Krieg, Armut fliehen, werden weiter ertrinken, sterben, weil die Länder, aus denen sie kommen, zerstört werden, durch Verkäufe von Panzern und anderen Waffen, Ausbeutung, Neokolonialismus.

Früher oder später werden diese Mauer fallen.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh e.V. und die Initiative Togo Action Plus e.V. trauern mit den Familien, Freund_innen, Bekannten, Verwandten der Gestorbenen und bitten alle, Schweigeminuten einzulegen.

Wir werden euch nie vergessen, ihr seid gestorben für die Freiheit der anderen, die noch kommen werden.
Menschen kommen und gehen; egal wer du bist, wir sind alle Reisende.
Que la terre vous soit légère.

Infotisch und Soli-Konzert, 28.09.2013, Biergarten Jockel, Ratiborstr. 14, Berlin

Infotisch und Soli-Konzert am Samstag, den 28. September 2013, im Biergarten & Café Jockel, Ratiborstr. 14, Kreuzberg, Berlin, für die Finanzierung eines international anerkannten Brandgutachtens zur Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh

Die Beauftragung eines internationalen Brandgutachters hat bereits viel Geld verschlungen. Der Gutachter wurde zwar von der Initiative beauftragt, arbeitet aber unabhängig von uns. Wir bitten euch, weiterhin zu spenden, damit wir die ganze Summe stellen können, die der Gutachter benötigt. Das unabhängige Brandgutachten ist notwendig, um den wirklichen Brandverlauf zu erfahren. Bisherige Brandgutachten wurden unter Vorgaben von Gericht und Staatsanwaltschaft erstellt, die jeweils von einer Selbstmordthese ausgingen. Unabhängig vom bisherigen Urteilsspruch soll die Spendenkampagne es ermöglichen, ein neues Brandgutachten zu finanzieren, was helfen kann, die Wahrheit über den Tod von Oury Jalloh zu erfahren. Wie wichtig solch eine juristische Eigeninitiative sein kann, haben wir bereits kurz nach dem Mord feststellen können, als wir eine Obduktion finanzierten, ohne die der Nasenbeinbruch und die Verletzungen an den Ohren Oury Jallohs nie hätten festgestellt werden können.

Infotisch: 15.00 bis 18.00 Uhr

Djs: Hip Hop, Soul und Funk: von 18.00 Uhr – 20.00 Uhr

Konzerte: 20.00 bis 22.00 Uhr
Mit dabei sind unter anderem RADICAL HYPE (punkrap) aus Bremen und SAD C aka EHEKATL (Hip Hop) aus Mexico City

Für das leibliche Wohl wird mit einem vegetarisch – veganem Grill gesorgt.

Kommt zahlreich um uns zu unterstützen! Damit wir klären können, wie es möglich war, dass Oury Jalloh angeblich ohne den Einsatz von Brandbeschleunigern, an Händen und Füßen gefesselt, in so kurzer Zeit, in einer Polizeizelle verbrennen konnte.

+ + + + +

Einladung als jpeg für die homepage, facebook etc.: oury-jalloh-soliparty-28.9.13-quer-oj-web

Video

prozess-termin am 18.sept 13-balken-3

Mobivideo: http://www.youtube.com/watch?v=Cb5CjkjgxeU

Aufruf zur Demonstration und Kundgebung in Merseburg / Sachsen-Anhalt am 26.08.2013 um 14Uhr

Pressemitteilung der Initiative Togo Action Plus e.V.
Aufruf zur Demonstration und Kundgebung für dezentrale Wohnungen für alle Geflüchteten des Lagers Krumpa, Merseburg / Sachsen-Anhalt
am 26.08.2013 um 14Uhr

Situationsaufnahme: prekäre Verhältnisse bei der medizinischen Grundversorgung, Wohnen in der Isolation und Diskriminierung durch Behörden prägen den Alltag der Bewohner_innen des Lagers Krumpa, Sachsen-Anhalt

Stellvertretend steht die obenstehende Beschreibung der Lebensbedingungen für die Situation vieler Geflüchteter, die durch das ausgebaute Lagersystem der Bundesrepublik Deutschland gezielt in die Isolation gedrängt werden und von jeglicher gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen bleiben. Das „Übergangswohnheim für Migranten“ in Krumpa, das durch den Träger „Betreuungs- und Integrationsverein Saalekreis“ verwaltet wird, stellt in diesem System einen Baustein von vielen dar. Der Zustand der Sammelunterkunft gilt offiziell als gut und die Unterkunft als Vorzeigeobjekt, weshalb die Integrationsbeauftragte Sachsen Anhalts Susi Möbbeck jegliche Kritik an baulichen und verwalterischen Mängeln vehement zurückweist. Direkt an sie herangetragene Beschwerden von Seiten der Bewohner_innen werden ignoriert und als Falschdarstellungen eingeschätzt.

[…]

Unsere Forderungen lauten deshalb:

Dezentrale Wohnungen für alle Geflüchteten in Krumpa! Profitunternehmen der Heimbetreiber stoppen! – Lagersystem abschaffen!
Das Recht auf unbefristeten Aufenthalt für alle Geflüchteten in Krumpa!
Isolation durchbrechen – Residenzpflicht abschaffen!
Behördenrassismus bekämpfen – für eine gute medizinische Versorgung im Sinne der Allgemeinen Menschenrechte!
Für das Recht auf Arbeit! Für das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe!

Aufruf zu einer gemeinsamen Kundgebung und Demonstration in Merseburg mit den Bewohner_innen des Lagers Krumpa am 26.08.2013 um 14Uhr.

Beginn um 14 Uhr vor der Ausländerbehörde des Landkreises Saalekreis in Merseburg, Klosterstr. 5
Abschlusskundgebung vor der SPD-Parteizentrale, Entenplan 1

Treffpunkt für Teilnehmer_innen aus Berlin zur gemeinsamen Busabfahrt nach Merseburg, 26.08.2013 um 8 Uhr vor dem „ParkInn“ am Alexanderplatz. Um 14Uhr starten wir gemeinsam mit den Geflüchteten aus Krumpa die Kundgebung.

Kontakt:
Initiative Togo Action Plus e.V.
Colbestr. 19
Friedrichshain
10247 Berlin
togoactionplus@googlemail.com
Tel.: 01 76 38 11 31 35

Die Initiative Togo Action Plus e.V. ist eine nicht-staatliche Organisation von Geflüchteten und UnterstützerInnen, die sich für eine Abschaffung der Residenzpflicht, das Grundrecht auf medizinische Grundversorgung, die Abschaffung von Polizeikontrollen im Sinne des racial profiling, für eine menschenwürdige Unterbringung in eigenen Wohnungen anstatt Sammelunterkünften und für die Gewährung des Rechts auf Asyl als Menschenrecht einsetzt.

http://togoactionplus.wordpress.com/

+ + + + +

Ganze PM als PDF: pressemitteilung itap 26.08.2013

+ + + + +

“Zusätzlich fällt für die Nutzung des bereitgestellten Inventars eine pauschale Nutzungsgebühr von 30 Euro monatlich an, wobei der sperrmüllartige Zustand des Inventars nochmal mehr das Wirtschaften des Heimbetreibers im Sinne eines Profitunternehmens deutlich macht.” (aus der Pressemitteilung)

Bilder des Inventars:

Gedenken an Mariama Djombo Jalloh

Impressionen der Gedenkveranstaltung am 25.07.2013 für die Mutter von Oury Jalloh, Mariama Djombo Jalloh, die am 23.07.2012 verstarb, ohne dass ihr Wunsch nach Aufklärung über den Tod ihres Sohnes erfüllt wurde.

Busse nach Dessau am 07.01.2013

Busse zur Demonstration in Dessau am 07.01.2013, 8. Todestag Oury Jallohs

Berlin

– Abfahrt: Alexanderplatz, auf dem Parkplatz des Park Inn Hotels, 10.00 Uhr

Die Mitfahrt ist kostenlos.

(Alternativ fährt ein Zug um 11.10 Uhr ab Bhf. Alexanderplatz nach Dessau Hbf. Die Kosten werden von der Initiative übernommen.)

Kontakt: +49-176-38113135

Jena

– Abfahrt: Jena Inselplatz, 10.00 Uhr

– Anmeldung: daswarmord@riseup.net

NRW

– Abfahrt:

Köln (BHF Ehrenfeld), 5.00 Uhr

Wuppertal (HBF), 5.45 Uhr

Dortmund (HBF, Nordseite), 6.30 Uhr

– Anmeldung: ouryjalloh-nrw@riseup.net (solidarische Finanzierung der Tickets)

Hamburg

– Abfahrt: S-Bhf Sternschanze, 6.00 Uhr (pünktlich!)

Karten für den Bus gibt es im Kopierladen Schanzenviertel (Bartelstraße 21, 20357 Hamburg) oder direkt am Bus für 20 Euro.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

A4-Mobi-Plakat in s/w als PDF: Demo_07.01.13

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Sarg

Pressemitteilung der Initiative vom 02.01.2013

Video

Aufruf zur Demo anlässlich des 8. Todestags von Oury Jalloh am Montag, den 07. Januar 2013, 13 Uhr ab Dessau Hbf

Nach dem skandalösen Freispruch in Dessau 2008 erfolgte vor dem Landgericht Magdeburg am 13. Dezember 2012 zwar eine Verurteilung des Angeklagten Schubert. Wir bewerten das Urteil jedoch als Farce. Schubert wurde als Bauernopfer verurteilt, um den Anschein eines Rechtsstaats zu bewahren und um die Polizei als Erfüllungsgehilfin der Justiz Sachsen-Anhalts aus der Schusslinie zu nehmen. Die Verurteilung war das geringere Übel, das Sachsen-Anhalt in Kauf genommen hat, um den Fall Oury Jalloh endlich vomTisch zu haben. Doch wir hören niemals auf weiter für Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu kämpfen. Wir werden solange nicht leise sein, bis diejenigen, die für den qualvollen Tod von Oury Jalloh verantwortlich sind, ihre gerechte Strafe bekommen haben. Dafür rufen wir am 8. Todestag von Oury Jalloh am 7. Januar 2013 zur großen Demonstration in Dessau auf. Kommt zahlreich, prangert mit uns die eklatanten Misstände an und fordert mit uns die Mordklage gegen die für Ourys Tod Verantwortlichen!

Wir kritisieren auf Schärfste, dass das Gericht blindlings der These des Staatsanwalts, Oury habe das Feuer selbst gelegt, gefolgt ist. Wie weit entfernt von rechtststaatlichen Prinzipien ist ein Gericht, das selbst nachdem fast alle Fakten gegen die These des selbst gelegten Feuers sprechen, immer noch daran festhält? Die schreiende Diskrepanz zwischen der konstruierten Welt des Gerichts und der Staatsanwaltschaft und den Fakten, die immer deutlicher auf einen Mord an Oury hinweisen, wurde versucht durch ein schnelles Urteil aus der Welt zu schaffen. Der Öffentlichkeit gaukelt das Gericht derweil vor, man habe alles versucht, um den Fall auzuklären, aber es sei eben nicht mehr möglich gewesen. Was für eine Lüge und welcher Hohn an der Familie und den Freunden des Opfers!

Obgleich
– das Feuerzeug nach Zeugenaussagen am Tag des Geschehens weder bei der mehrmaligen Durchsuchung Ourys Hosentaschen noch bei der ersten Spurensicherung durch die Kriminalpolizei angefunden wurde – folglich auch nicht in der Asservatenliste aufgeführt war,
– der als Beweismittel angeführte „Feuerzeugrest“, erst drei Tage nach dem Geschehen bei der Untersuchung entdeckt worden sein soll,
– belegt wurde, dass sich der Feuerzeugrest, der von der Staatsanwaltschaft als Brandrest des Tatfeuerzeug präsentiert wurde, zur Brandzeit nicht am Brandort befunden haben konnte, denn er wies keinerlei Materialspuren der Matratze oder der Kleidung von Oury Jalloh auf, stattdessen befindet sich eine enorme Anzahl anderer Faserreste am besagten Feuerzeug. Woher stammen diese Fasern?
– der Brandsachverständige dargelegt hat, dass es Oury nicht möglich gewesen sein konnte, die Bewegungen der rechten Hand so zu vollziehen, wie dies erforderlich gewesen wäre, um das Feuer selbst zu entfachen,
– eine Flüssigkeit in der Zelle gefunden wurde, die nach wie vor nicht bestimmt ist und über die sich der Brandsachverständige dahingehend äußerte, dass Brandbeschleuniger eine Rolle gespielt haben könnten
– das Videomaterial, welches von den zuständigen Kripobeamten zur Dokumentation der Tatortarbeit angefertigt wurde, genau in dem Moment abbricht, in welchem der Leichnam von Oury Jalloh angehoben wurde (und bei einem Weiterlaufen wichtige Beweise hätten gefilmt werden können).

Obgleich es so viele Widersprüche zwischen der staatsanwaltschaftlichen Hypothese und den Zeugenaussagen und Befunden gab, die die These heftig in Wanken gebracht haben, war das Gericht nicht Willens, weitere Nachforschungen, wie sie von den Anwälten der der Familie Oury Jallohs mit Nachdruck gefordert worden waren, zuzulassen! Schließlich war es ja nur ein Afrikaner, der verbrannte…

Fordert mit uns daher am 07. Januar 2013 in Dessau:

– Die Mordklage, basierend auf den Ergebnissen eines unabhängigen Brandgutachters!
– Aufklärung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung!
– Ein Ende der Schikanen und Repressionen gegen den Gründer der Initiative, Mouctar Bah und alle Aktivist_innen, die sich für die Aufklärung des Mordes an Oury Jalloh einsetzen!
– Ein Ende der Polizeibrutalität und des Behördenrassismus!

Oury Jalloh – Das war Mord!

BREAK THE SILENCE!

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Pressemitteilung als PDF: 02-01-12_PM Demo Dessau