13. Juni 2021: Geburtstag von Oury Jalloh

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Am 13. Juni 2021 – wäre Oury 53 Jahre alt geworden…sein Sohn hätte ihm zum Geburtstag gratulieren können…er hätte mit all seinen Freunden dieses besondere Fest gefeiert… Egal was Ihr an diesem Tag machen werdet – nehmt Euch bitte 1 Minute Zeit und denkt an ihn, seine Familie, seine verstorbene Mutter und an seinen Sohn, der wahrscheinlich immer noch nicht weiß, wer sein Vater eigentlich war…

Tatort Porz – Keine Ruhe nach dem Schuss

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.. Der CDU-Politiker Hans Josef Bähner ist angeklagt, am 30. Dezember 2019 in Köln Porz aus nächster Nähe und unter rassistischen Beleidigungen auf einen jungen Mann geschossen zu haben. (..) Er ist nur wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Denn laut der Staatsanwaltschaft liegt keine Tötungsabsicht vor, weil Bähner nur einmal auf den Jungen geschossen haben soll. Außerdem wurde der Prozess mit der Begründung verschoben, es gäbe dringlichere Verfahren ..

 

African Liberation Day – Black Liberation Movement – Jahrestag der rassistischen Ermordung von Georg Floyd

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Infos zur KUNDGEBUNG zum Mord an Christy Schwundeck 19.5.21 in Frankfurt >Link

Von George Floyd zu Ouri Jalloh, von Breonna Taylor zu Alpha Oumar Bah, die Morde an uns haben System. Hier, in den USA und auf dem afrikanischen Kontinent. Doch mit jedem Blick auf den Rassismus in den USA entzieht sich Europa – und Deutschland – seiner eigenen Verantwortung hier und in Afrika. Genug damit! Wir rufen auf zur Kundgebung am 25.05.2021 auf dem Tempelhofer Feld, denn

BLM heißt nicht nur Black Lives Matter – es heißt auch BLACK LIBERATION MOVEMENT

Genau so wie der Kapitalismus global ist, ist es auch der Versuch, Schwarze Menschen zu unterdrücken und genau so lange ist es schon europäische Tradition!

Von der Berliner Konferenz bis zur Frontex: der Versuch, uns unserer Autonomie, unserer Traditionen und unserer Kultur zu berauben, über unsere Körper zu bestimmen hat tiefe europäische und deutsche Wurzeln. Doch schon mindestens genauso lange haben wir gegen all das Widerstand geleistet. An diese Geschichte knüpfen wir heute, morgen, und übermorgen an!

Kommt zur Kundgebung und leistet Widerstand! Nicht-schwarze Menschen sind eingeladen, uns bei dieser Kundgebung zuzuhören und uns zu unterstützen.

25.05.21 – As long as one of our siblings ain’t free, none of us is free!
Facebook-Event >Link

NO JUSTICE – NO PEACE! – KUNDGEBUNG ZUM 1. TODESTAG VON GEORGE FLOYD

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Am 25. Mai des vergangenen Jahres ermordete der weiße Polizist Derek
Chauvin den Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis (USA) in aller
Öffentlichkeit. NEUN Minuten und NEUNUNDZWANZIG Sekunden kämpfte
George Floyd um sein Leben. In diesen 9 Minuten und 29 Sekunden kniete
sein Mörder auf seinem Hals und drückte ihm die Luft ab. Alles Flehen
und Bitten, auch von umstehenden Personen, half nichts, George Floyd
wurde ein weiteres Opfer rassistischer Polizeigewalt. Ohne ein
Zeugenvideo des Vorfalls hätte die Welt vielleicht nie von dieser
schrecklichen Tat erfahren und auch die globalen Proteste, unter dem
Motto „Black Lives Matter“, hätte es in diesem Umfang sicherlich
nicht gegeben.

Ende April wurde Derek Chauvin von den Geschworenen u.a. wegen Mordes
zweiten Grades für Schuldig befunden. Ein Urteil wird im Juni diesen
Jahres erwartet. Den drei mitangeklagten Polizisten, welche den Mord
nicht verhinderten,wird im März 2022 wegen Beihilfe zum Mord der
Prozess gemacht.

Institutioneller Rassismus und Polizeigewalt auch in Deutschland

Um zu verstehen, dass institutioneller Rassismus System hat, braucht man
sich nur die besonders perfide Methode des „Racial Profiling“
anschauen. Bei dieser stufen Polizei-, Sicherheits-, Einwanderungs-, und
Zollbeamte Personen allein wegen ihrer Hautfarbe und ethnischen
Zugehörigkeit als Verdächtige ein, ohne dass ein konkreter
Verdachtsmoment vorliegt. Auch wenn „Racial Profiling“ in
Deutschland von den Behörden offiziell nicht genutzt werden darf, da es
gegen Art. 3 des Grundgesetzes verstößt, dringen immer wieder Berichte
an die Öffentlichkeit, in denen Menschen allein aufgrund ihres
Aussehens kontrolliert und durchsucht wurden.

Auch, dass Polizist*innen ihr Gewaltmonopol hierzulande viel zu oft
missbrauchen, ist kein Geheimnis. Die Chronologien sind voll von schwer
Misshandelten und leider auch von Toten. Christy Schwundeck, Dominique
Kouamayo, Laya-Alama Condé und Oury Jalloh seien hier stellvertretend
für all jene genannt, die keine Stimme mehr haben und denen wir, als
zivilgesellschaftliche Akteure, eine Stimme geben können und MÜSSEN!

Das Polizeirevier Dessau und seine Toten

In Dessau haben wir sozusagen aus erster Hand erfahren dürfen, was
institutioneller Rassismus, missbräuchliche Polizeigewalt,
unangebrachter Corpsgeist und der fehlende Wille zur vollständigen
juristischen Aufklärung und Aufarbeitung anrichten können. Das
Polizeirevier in Dessau ist ein Symbol für die vielen unzähligen
gewalttätigen Übergriffe deutscher Polizist*innen auf in ihren Augen
sozial Schwächere und/oder Menschen einer bestimmten Hautfarbe und
ethnischen Herkunft. Verbunden ist dieses Symbol auf immer mit 3 Namen.
Drei Namen, die zu drei Menschen gehören, welche im Zusammenhang mit
dem Polizeirevier in Dessau ihr Leben verloren. Jedes Jahr am 7. Januar
erinnern die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ und viele
weitere engagierte Gruppen und Privatpersonen auch an diese drei Opfer
von Polizeigewalt. Ihre Namen: Hans-Jürgen Rose, Mario Bichtemann und
Oury Jalloh.

Bis heute sind alle drei Todesfälle nicht restlos aufgeklärt worden.
Der Fall des 2005 in seiner Zelle ermordeten Oury Jalloh ist besonders
haarsträubend. Schuld daran ist nicht nur ein Polizeiapparat, welcher
durch völlig unangebrachten Korpsgeist, schlampige Ermittlungen, sowie
Lug und Trug der übelsten Sorte glänzt, sondern auch eine Justiz,
welche trotz erdrückender Beweislast keine weiteren Ermittlungen
zulässt und mit ihrer bewussten Blockadehaltung ein rechtsstaatliches
Verfahren ganz und gar unmöglich macht. VERTUSCHUNG und VERWEIGERUNG
sind die beiden tragenden Säulen eines Justizskandals, mit denen die
Aussage, dass ein Mensch in einem Polizeirevier in Deutschland Opfer
eines Mordes geworden ist, der von deutschen Polizist*innen begangen
wurde, auch zukünftig eine haltlose Behauptung vor deutschen Gerichten
bleibt.

Kein Frieden – keine Gerechtigkeit

Auch wenn der Mörder von George Floyd schuldig gesprochen wurde und ihm
wohl bis zu 40 Jahre Gefängnis drohen, kann von Frieden und
Gerechtigkeit noch lange keine Rede sein.

Solange Polizei und Behörden Menschen aufgrund ihre Hautfarbe und/oder
Herkunft diskriminieren und kriminalisieren, solange der Fall Oury
Jalloh nicht aufgeklärt wurde, solange müssen und WERDEN wir auf die
Straße gehen und für eine Welt ohne Rassismus und ohne gewalttätige,
tödliche Behördenwillkür streiten!

No Justice – No Peace !!

25.05.2021 | 18:00 | Polizeirevier, Wolfgangstr. 25 | Kundgebung


Bündnis Dessau Nazifrei Facebook-Event > Link

Christy Schwundeck, vor 10 Jahren von der Polizei im Jobcenter erschossen!

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Gedenkveranstaltung am 19. Mai 2021 / 17:00 Uhr / in Frankfurt a.M. / Hauptwache

Am 19. Mai 2011 wurde Christy Schwundeck von der Polizei erschossen. Der Vorfall
wurde bisher nicht aufgeklärt. Warum?

Beitrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zum Mord an Christy Schwundeck:

CHRISTY SCHWUNDECK – RIP
Wir gedenken heute voll Trauer Schwester Christy Schwundeck an ihrem 10. Todestag,
dem 19. Mai 2021

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen wir der Familie und Bekannten unser tiefstes Mitgefühl aus. Wir stehen in Solidarität mit euch und den Unterstuetzer*innen an eurer Seite. Wir unterstützen den Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem, einem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Polizeigewalt, der systematisch vom ersten Tag an von Seiten des deutschen Rechtsstaats nicht aufgeklaert werden will. Wir haben es geschafft uns im Fall von Bruder Oury Jalloh ueber 15 Jahre hinweg selbst und unabhaengig zu organisieren, die Aufklaerung selbst in die Hand zu nehmen und uns dem staatlichen Druck zu widersetzen. Denn wir wussten vom ersten Moment an Oury Jalloh – Das war Mord! Genauso wie wir von Tag eins wussten: Christy Schwundeck – Das war Mord!

Wir schicken Kraft an uns alle, die wir Schwester Christy Schwundeck niemals vergessen werden!

(Video von 2012) ICS die Initiative Christy Schwundeck stellt sich vor >Video-Link

Ihr seid keine Sicherheit!

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Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis in den
Sicherheitsbehörden

 Samstag 8. Mai 2021 // Berlin 13:00 Platz der Luftbrücke

Der 8. Mai 2021, der Jahrestag der Kapitulation Deutschlands und der Befreiung vom
deutschen Faschismus, ist ein Grund zum Feiern. Doch es ist auch ein Tag der Anklage von Rassismus, Antisemitismus und Faschismus. Wir klagen heute das #Polizeiproblem in Deutschland an. Wir fordern: Die konsequente Aufklärung unzähliger rassistischer Vorfälle und die sofortige Entnazifizierung der mit rechtsradikalen Netzwerken und Ideologien durchsetzten Sicherheitsbehörden.

Wir sagen: Das ist keine Sicherheit!

..Weitere Infos: auch in engl. / franc. / türk. /kurd. > Link

Dokumentation: Repression gegen die revolutionäre 1. Mai Demonstration in Berlin!

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Wie sah der 1. Mai in Berlin aus? Wir haben mit Demonstrant:innen gesprochen und Polizeigewalt dokumentiert. 20.000 Menschen demonstrierten am Abend in Berlin-Neukölln zum Revolutionären 1. Mai. Nachdem die Demo stundenlang immer wieder gestoppt und gekesselt wurde, löste die Polizei des rot-rot-grünen Senats die Demonstration kurz nach 20 Uhr gewaltsam auf. Wir haben aus dem Material, dass wir gefilmt haben und dass ihr uns geschickt habt eine Dokumentation geschnitten. Mehr zur Repression und Regierungsfrage, findest du aus http://www.klassegegenklasse.org

TONOU-MBOBDA – RIP

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Wir gedenken dem Bruder Tonou-Mbobda an seinem Todestag dem 26. April 2021.


Bruder Tonou Mbobda wurde vor zwei Jahren am 21.April 2019 auf dem Gelände der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Hamburg von den Mitarbeitern der Sicherheitsfirma KLE auf brutale Weise zwangsfixiert und ihm wurde dabei die Luft abgedrückt. Eine unnötige Gewalt, die dazu führte, dass Bruder Tonou-Mbobda einige Tage später im Krankenhaus starb.

Die Familie hat noch immer keinen Abschluss finden können und durchlebt seit zwei Jahren eine schmerzhafte Zeit. Die Enttäuschung der Familie gegenüber des Rechtstaats ist riesengroß, sie fühlt sich allein gelassen. Die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in Hamburg kämpft seither für Aufklärung und Gerechtigkeit: Justice for Mbobda! Denn ohne ein Gerichtsverfahren bliebt die Wunde ohne Heilung. Für die Familie und die Community und uns alle ist wichtig zu wissen, was passiert ist, so dass solche unnötigen Tode an Geschwistern in Zukunft verhindert werden können!

Als Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sprechen wir der Familie und seinen Freund*innen unser tiefstes Mitgefühl und Solidarität aus. Wir unterstützen die Black Community Coalition for Justice & Self-Defense in ihrem Kampf für Aufklärung und Gerechtigkeit in diesem weiteren Fall von tödlich-rassistischer Gewalt gegen einen weiteren Brüder in Deutschland.

#JUSTICEFORMBOBDA #WEWILLNEVERFORGET #RIP #TONOU-MBOBDA
#ALLPOWERTOALLTHEPEOPLE

Mehr Infos: Black Community Hamburg >Link

Tod nach Polizeieinsatz: Wie ein gesunder 19-Jähriger starb

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Qosay, ein 19 Jahre junger und gesunder Mann, starb vor einigen Wochen in Delmenhorst im Polizeigewahrsam. Grund seiner Festnahme: Er soll einen Joint geraucht haben. Als Polizisten kommen, läuft er weg, wird von eingeholt, mit Pfefferspray malträtiert und zu Boden gebracht.„Qosay habe auf dem Bauch vor einem Hauseingang gelegen, in Handschellen gefesselt. Ein Polizist habe auf seinem Rücken gekniet. “Zweimal” habe Qosay seinen Namen gesagt, berichtet Hamudi. “Daraufhin habe ich dem Polizeibeamten gesagt, dass die Fixierung mit dem Körpergewicht unnötig sei, da er sowieso schon auf dem Bauch liege und in Handschellen sei.” Qosay habe über Atemnot geklagt. “Er hat zum Polizisten gesagt: ´Ich möchte mich hinsetzen. Ich bekomme schwer Luft'”, so Hamudi. Ein paar Minuten später habe sein Freund sich dann hinsetzen dürfen, die Hände weiterhin in Handschellen auf dem Rücken.“Sanitäter werden gerufen, behandeln ihn jedoch nicht. “Nachdem er das (Wasser, um das er gebeten hatte) nicht bekommen hat, hat der Sanitäter gefragt, was seine Beschwerden seien. Qosay meinte daraufhin, dass ihm schlecht sei. Schwindlig.

Trauerfeier

Und dass er sehr schwer Luft bekomme. Daraufhin meinte der Sanitäter, dass er schauspielere. Qosay habe ja keine blauen Lippen und sei nicht kurzatmig.” Der Sanitäter habe weder Puls noch Blutdruck gemessen, noch einen Pupillencheck gemacht. “Er hat ihn gar nicht angefasst”, fasst Hamudi die Situation zusammen. Die Darstellung, Qosay habe eine Behandlung verweigert, weist der Zeuge zurück. “Das stimmt nicht. Er wollte behandelt werden.”“Im Polizeigewahrsam fällt Qosay ins Koma und stirbt. Er war als 13Jähriger alleine nach Deutschland gekommen, konnte später seine Eltern nachholen – so entkam die yezidische Familie der Ermordung durch den IS.Nach einem von der Familie privat in Auftrag gegebenen Obduktionsgutachten kommt die Staatsanwaltschaft aufgrund nicht mehr umhin, Ermittlungen gegen die beteiligten Polizeibeamten und Rettungskräfte einzuleiten.

(Text kopiert von Christiane Schneider & Panorama 3 NDR, vom 13.04.21)= >Link