Solidarität mit Christian D.: Opfer von Polizeigewalt vor AG Fürstenfeldbruck am 21.10.

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Aufruf von culture of deportation, Justizwatch & Bayerischer Flüchtlingsrat 20.10.2020

Am 21. Oktober 2020 muss sich Christian D. vor Gericht gegen den Vorwurf des tätlichen Angriffs und der Körperverletzung von Polizeibeamtinnen verteidigen. Dabei war er es, der von den gleichen Beamtinnen angegriffen wurde, die am 5. September 2019 gerufen wurden, um ihn unter Zwang in eine andere Unterkunft zu bringen.

Kommt zum Gericht und zeigt Solidarität mit Christian D: Am 21. Oktober 2020 um 11 Uhr im Amtsgericht Fürstenfeldbruck, Stadelbergerstraße 5, 82256 Fürstenfeldbruck.  – ANMERKUNG: Aufgrund der Situation mit COVID 19 können wir nicht vorhersehen, wie viele Personen den Gerichtssaal betreten dürfen.

Am 5. September 2019 liegt der westafrikanische Asylsuchende Christian D. auf dem Bett seines Zimmers einer Asylbewerberunterkunft in Fürstenfeldbruck bei München. Er soll an diesem Tag in eine andere Unterkunft umziehen. Seine Sachen sind ordentlich gepackt und stehen in der Ecke des Zimmers. Da er selbst aufgrund einer Operation keine schweren Lasten tragen darf, wartet er auf einen Bekannten, der ihm beim Transport helfen soll. Doch die Unterkunftsleitung unterstellt D., er widersetze sich der Anordnung die Unterkunft zu verlassen und bestellt die Polizei, um den Auszug von Christian D. unter Zwang durchzuführen zu lassen .. Continue reading

Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad – Von Kleve, Hanau bis Dessau – gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen

Am Dienstag den 13.10.20 findet die Gedenkveranstaltung für Amed Ahmad zum zweiten Jahrestag seiner Beerdigung statt. Unter dem Motto: “Von Kleve, Hanau bis Dessau – gemeinsam gedenken, solidarisch kämpfen” wollen wir gemeinsam an Amed Ahmad gedenken, an ihn erinnern und trauern. Amed wurde nur 26 Jahre alt, er verstarb am 29.09.2018 an den Folgen eines bislang ungeklärten Zellenbrandes.
Wir fordern Aufklärung, Gerechtigkeit und Veränderungen!
Amed Ahmad war kein Einzelfall. Wir gedenken daher auch allen anderen Opfern in Gewahrsam sowie rechter, rassistischer, patriarchaler und antisemitischer Gewalt.
Wir freuen uns sehr, dass die Familie und die Freund:innen an dem Tag durch diese noch unvollständige Liste von Initiativen solidarisch unterstützt werden:
NSU Watch NRW, Initiative DU 26. August 1984, Keupstraße ist überall – Her yer Keup Caddesi, Tribunal ‘NSU-Komplex-auflösen’, Bündnis Tag der Solidarität Dortmund, KARAWANE Wuppertal,  Initiative 19.Februar, Death in Custody, Migrantifa NRW, NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien e.V. .. und weitere lokale Gruppen aus Bonn und Köln.
Wir nehmen die Entwicklung der Corona-Pandemie sehr ernst. In Absprache mit der Stadt Bonn werden wir die Veranstaltung an dem Tag dennoch verantwortungsbewusst unter Einhaltung eines Hygienekonzepts durchführen. Denkt daher bitte an euren MNS und an den Abstand von 1,5 Metern und achtet aufeinander.  Link > Facebook-Event

Black Germans Say It’s Time to Look Inward

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The Black Lives Matter movement saw shows of solidarity around the world this summer. In Germany, some feel there is a reluctance to acknowledge more local problems.

Published Oct. 4, 2020  by New York Times: Is It 'Natural'? Consumers, and Lawyers, Want to Know - Peel Back The Label  Link > engl.

“Weiße Deutsche können nicht immer wieder auftauchen, wenn jemand in Amerika stirbt”, sagte Diana Arce, 38, Organisatorin von Black Lives Matter Berlin. „Sie sagen Black Lives Matter, aber sie weigern sich immer noch, wirklich vollständig zu untersuchen, was mit Oury Jalloh passiert ist. Hier gibt es bereits eine Geschichte der Gewalt. Es hat immer eine Geschichte von Gewalt gegeben. “ At least 15,000 people gathered to protest racism in Berlin on June 6. But people who work on anti-racism initiatives said the crowds seemed more eager to show solidarity with the United States than to self-reflect.

Credit…Mustafah Abdulaziz/National Geographic Society’s Emergency Fund for Journalists

Das Denkmal muss bleiben!

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Seit Samstag, 26. September 2020 steht am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizei-gewalt. Wir wollen uns nun an den Senat und den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wenden, um zu fordern: Dieser Ort muss bleiben.Unbekannte haben diesen Ort installiert, nachdem wir, die Initiative “Wo ist unser Denkmal?” auf das Fehlen eines solchen Gedenkortes aufmerksam gemacht hatte. So wurde aus der geplanten performativen Gedenkfeier am vergangenen Samstag überraschend eine Einweihungsfeier dieses neuen Mahnmals. Für die anwesenden Initiativen und Einzelpersonen – von denen viele selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden waren, auch von Seiten der Polizei, und von denen einige selbst geliebte Menschen verloren haben – war es nicht wichtig, wer das Mahnmal und die Gedenktafel installiert hatte. Ein solches Mahnmal hat zu lange gefehlt.
Und es muss bleiben! Wir fordern Bezirk und Stadtverwaltung dazu auf, diese wichtige Mahnung nicht einfach durch die Polizei entfernen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass dieser Ort langfristig erhalten und gepflegt wird.

Teile unserer Initiative #WoIstUnserDenkmal sind: Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), Death in Custody, Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, Welcome United Berlin-Brandenburg, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD), Theater x, Aktionsbündnis Antira, Antirassitische Initiative (ARI), Migrantifa Berlin, Interventionistische Linke Berlin (IL).          Link > pdf

Kontakt:
01521 8966723   woistunserdenkmal@gmail.com               Twitter: @WDenkmal                                        Instagram: wo_ist_unser_denkmal

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, vom 28.08.20

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Sonderberater des Landtages Sachsen-Anhalt  stellen juristische Urteile und Entscheidungen nicht in Frage, übernehmen die Täterversion und kriminaliseren das Opfer

                                                                                         Magdeburg, am 28.08.2020

Pressemitteilung der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zu dem Bericht der Sonderberater vom 26.08.2020, präsentiert am 28.08.2020 im Rechtsausschuss des Landtages von Sachsen-Anhalt                                                 

»Die Fesstellungen der Gerichte, wonach Oury Jallow durch ein von ihm selbst entfachtes Feuer gestorben ist und eine Tötung durch Dritte ausscheide, müssen – im Sinne einer objektiven Wahrheit – richtig sein. Für diesen Bericht jedenfalls sind es – als prozessual ermittelte Wahrheit – rechtskräftig feststehende Tatsachen, welche in Frage zu stellen vom an die Berater ergangenen Auftrag nicht gedeckt sind.«                                                         Link>PM als PDF

(Bericht der Sonderberater Jerzey Montag und Manfred Nötzel, 26.08.2020)

Wie bereits in dem gesamten juristischen Verfahren festzustellen war, so ist auch die Auftragsstellung der Sonderbearter von Vorn herein einseitig festgelegt:

Sie übernehmen die Täterversionen, vernachlässigen den Korpsgeist und bestätigen richterliche und staatsanwaltliche Entscheidungen. Entgegen der vorliegenden Beweislage wollen auch sie keine weiteren Ermittlungsansätze erkennen können ..


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Zum Mord an Oury Jalloh: Sonderberater sehen keine offenen Ermittlungsansätze!

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Presseberichte vom 28.08.20:

Links > VolksstimmeMitteldeutsche ZeitungDER SPIEGELMDRDIE ZEITNeues DeutschlandDeutsche Welle (engl.)tagesshau (info & video)Junge Welt (29.8.20) & (04.09.20)

Videodokumentation zu Brandversuchen – der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh (2013):

“Feuerzeug bleibt Hauptbeweismittel” Anwältin Gabriele Heinecke will vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen Von Susan Bonath / Junge Welt – 04.09.20 > Link-pdf

Oury Jalloh unvergessen
Schlussstrich in der Debatte: Sachsen-Anhalts CDU und AfD wollen Aufarbeitung des Feuertods ad acta legen. Zahlreiche Hinweise auf politische Einflussnahme
Von Susan Bonath / Junge Welt / 12.09.20 > Link-pdf

Nach Schüssen aus kurzer Distance wird bei einem Polizeieinsatz in den USA ein Schwarzer schwer verwundet.

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Drei Monate nach dem Tod von George Floyd sorgt nun die Polizeigewalt gegen den Schwarzen Jacob Blake für Empörung. Bei einem auf Video festgehaltenen Polizeieinsatz schossen Beamte im Bundesstaat Wisconsin dem Afroamerikaner aus kurzer Distanz mehrfach in den Rücken und verletzten ihn schwer ..”

Link > Frankfurter Rundschau < 25.08.20 > vollständiger Artikel

Link > Jacob Blake moved to Kenosha, where he was shot 7 times in the back by police, because ‘it was safer,’ according to his uncle <25.08.20> engl.

Link > Facebook / JUSTICE FOR JACOB BLAKE

DEFRAGMENTIERT – Die Ungetrösteten

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aus MIGAZIN / von A. Kadir Özdemir / 23.08.2020                       >Link-Migazin

Was bedeutet es für eine Weißdeutsche, darüber zu lesen, dass People of Color in Polizeigewahrsam sterben? Was macht es mit ihnen und was macht es mit People of Color?

Gesine fragt, warum wir besessen sind von NSU 2.0, NSU, Hanau, Oury Jalloh, Amad Ahmad, Eric Garner, George Flyod, Marwa El-Sherbini, Rooble Warsame, sogar noch von Hoyerswerda, Solingen, Mölln.

„Was ist ein angemessener Zeitraum, um die Opfer von weißer Gewalt zu vergessen?“, frage ich.

Sie ist etwas beleidigt, sie mag es nicht, wenn Menschen als weiß bezeichnet werden, sie empfindet es als rassistisch. Sie nimmt einen Schluck von ihrem Mate, ignoriert meine Frage und will wissen, ob ich ein Problem habe, Trauer loszulassen? Ich weiß, sie will mir was Gutes tun, mich trösten. Nur. Ich schließe die Augen. Können Weißdeutsche überhaupt begreifen, was diese Gewaltverbrechen in uns auslösen? Die Trauer und der Schmerz ist für uns Schwarze Deutsche, Türkisch-Deutsche, Kurdisch-Deutsche, Vietnamesisch-Deutsche, Yesidisch-Deutsche, Muslimisch-Deutsche, Sinti und Roma-Deutsche reell und wird nicht durch eine Fernsehansprache oder einige Betroffenheitsbekundigungen weggeweht. Unsere Trauer währt manchmal ein Leben lang. Wir gedenken unseren Toten, außerhalb von staatlich regulierten Gedenkkulturen, geben die Erinnerung an das Unrecht weiter, lassen die Ermordeten nicht durch Apathie und Schulterzucken ein zweites Mal sterben. Das ist Loyalität mit unseren Communities. ..
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HANAU IST ÜBERALL – UNITED WE STREAM

Um 15h startet unsere Kundgebung am Hanauer Freiheitsplatz. Ihr könnt sie über YouTube streamen: https://youtu.be/iiCtmTQ5wqY

An unzähligen Orten gibt es spontane Kundgebungen und Versammlungen, die die Kundgebung übertragen. Hier eine erste Übersicht – weitere Orte bitte unten posten:

Aschaffenburg: 14:30 Uhr | Wolfsthalplatz /Stream

Berlin: 15:00 Uhr | Oya, Karanfil | K-Fetisch | Mundvoll | Zielona Gora | Café Bavul | Oyoun (Wissmannstr. 32) | Herrfurthplatz | Bethanien New Yorck (Marielle Franco Platz/Südflügel) | Spree // Anarche | Linienstraße 206 | Urbanstr. 67 – Hinterhof

Bielefeld: 15:00 Uhr | Kesselbrink /Stream
Bremen: 15:00 Uhr | Leibnitzplatz / Stream

Darmstadt: 14:30 Uhr | Luisenplatz / Stream

Dortmund: 13:00 Uhr | Platz der alten Synagoge / Stream

Dresden: 16:00 Uhr | Jorge-Gomonda-Platz

Erfurt: 13:00 Uhr | Thüringer Staatskanzlei

Frankfurt am Main | 14:30Uhr | Günthersburgpark (große Wiese) |Mainufer (Friedensbrücke) | Bockenheimer Warte | Frankenallee/Ecke Hufnagelstraße | Opernplatz | Willy-Brandt-Platz | Rossmarkt | Hauptwache | Römer Niddastraße Ecke Karlstraße |Brentanopark / Rödelheim

Freiburg: 19:00 Uhr | Platz der Alten Synagoge | Von Hanau bis nach Kurdistan – Gegen rechten Terror!

Fulda: 15:30 Uhr | Bahnhofsvorplatz
Gießen: 14:00 Uhr | Elefantenklo /Stream

Göttingen: 15:00 Uhr | Gänselieselplatz | Jugendzentrum Innenstadt (Juzi) | Café Kabale

Hamburg: 13:00 Uhr | Holstenwall 10 /Stream
Hamburg: 15:00 Uhr | Mannesalleeplatz in Hamburg Wilhelmsburg | Rote Flora, Live-Audio-Stream aufs Schulterblatt/Piazza
Hamburg: ab 14:30 Uhr | Park Fiction, mit Solifoto mit Masken + Plakaten

Hannover | 14:30 | Halim Dener-Platz (Linden)

Jena: 14:30 Uhr | Johannisstraße /Stream

Kassel: 14:00 Uhr Kundgebung Gottschalkstr./Ecke West | 14.30 Uhr Kundgebung am Rathaus | Kundgebung am Friedrichsplatz | 15:00 Uhr Sternstr. 20 Kollektivcafe Kurbad | 14:00 Uhr in der Rothen | Ecke Bei Ali, Westring 73 (Naumburger/Engelhardtstr.)

Köln: 14:30 Uhr | Ebertplatz / Stream und Kundgebung

Leipzig: 13:30 Uhr | Willy-Brandt-Platz | 15 Uhr | Augustusplatz / Stream
Lübeck: 13:00 Uhr | Holstentor / Stream

Mainz: 15 Uhr| Uni Campus – AStA Hof, Staudingerweg 21

Magdeburg: 14:30 Uhr | Hasselbachplatz / Stream

Mannheim: 14:30 Uhr | Neumarkt/ Stream

München: 15:00 Uhr | Georg Freundorfer Platz / Stream

Marburg: 15 Uhr Erwin-Piscator-Haus | 21 Uhr am Marktplatz mit Videoübertragung

Offenbach: 15:00 Uhr Stellwerk /Hbf/ Aliceplatz

Osnabrück | 14:30 | Schlossgarten

Passau: 15:00 Uhr | Klostergarten/ Stream

Potsdam: 14:00 Uhr | Brandenburger Tor / Stream
Stuttgart: 14:00 Uhr | Rotebühlplatz / Stream

Stuttgart: 15:00 Uhr | Württembergischer Kunstverein / Stream

Tübingen: 15:00 Uhr | Eppelhaus / Stream

Witzenhausen: ab 12 Uhr |15 Uhr / Stream | Marktplatz

Wuppertal: 15:00 Uhr | Autonome Zentrum Gathe /Stream