Bilder der DEMO in Freiburg, am 07.01.22

07.01.2022 Gedenktag zum Mord an Oury Jalloh

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Vor 17 Jahren starb Oury Jalloh, an Händen und Füßen gefesselt, in einer Polizeizelle in Dessau. Die einzige mögliche Erklärung dafür: Polizisten haben ihn angezündet, um Mord oder schwere Gewalt an ihm zu vertuschen..

Redebeiträge von Karawane Wuppertal, am 07.01.22:

INFOS ZU AKTIONEN IN ANDEREN STÄDTEN: LINK

MEDIEN zum 17. Todestag von Oury Jalloh LINK

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OFFENER BRIEF:

In einem offenen Brief an die deutsche Regierung und die Generalbundesanwaltschaft schrieb Mouctar Bah, ein Freund und Mitbegründer der Oury Jalloh Initiative, gestern: “Bei der unabhängigen, selbstorganisierten Recherche- und Aufklärungsarbeit konnte die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh darüber hinaus feststellen, dass die ermittelnden Behörden, Gerichte und Politiker*innen neben dem Mord an Bruder Oury Jalloh (2005) auch die Morde an Hans-Jürgen Rose (1997) und Mario Bichtemann (2002) im selben Polizeirevier in Dessau-Roßlau übersehen und vertuschen wollten. Um die Dimension der Fälle zu verdeutlichen, wird seit der Veröffentlichung dieser Erkenntnisse im Oktober 2018 deshalb vom „OURY-JALLOH-KOMPLEX“ gesprochen.”

..siehe: https://www.ouryjallohcommission.com/offener-brief-2022

Er fordert die Wiederaufnahme der Ermittlungen wegen Mordes gegen die namentlich bekannten Polizisten des Dessauer Reviers.


Gedenkkundgebung zum 17. Todestag von LAYE ALAMA CONDÉ

Freitag, 7. Januar 2022 | 17 Uhr | Langemarckstraße (Haltestelle: Hochschule Bremen)

Die Initiative in Gedenken an Laye Alama Condé lädt auch dieses Jahr wieder zur Gedenkkundgebung ein. Der Mobile Gedenkort wird bis Mai 2022 in der Neustadt (Neustadtspark/Langemarckstraße, Haltestelle Hochschule Bremen) aufgestellt sein.Auf der Gedenkkundgebung wird u.a. ein Vertreter der Initiative in Gedenken an Achidi John aus Hamburg berichten. Achidi John wurde vor 20 Jahren – drei Jahre vor Laye Condé – im UKE durch Brechmittel getötet.Außerdem wird über den aktuellen Stand zum dauerhaften Gedenkort berichtet, der Ende 2020 von der Bremer Bürgerschaft nach langen Jahren entsprechender Forderungen seitens Aktivist*innen und Zivilgesellschaft beschlossen wurde.Zum Hintergrund:Von 1991 bis 2005 nahm die Polizei viele Schwarze Menschen fest, die sie verdächtigte, mit Drogen zu handeln. Im Polizeirevier wurde ihnen zwangsweise ein Brechmittel verabreicht. Das war eine rassistische und erniedrigende Polizeimaßnahme.Dies wurde insgesamt in über 1.000 Fällen so gemacht. Am 7. Januar 2005 starb Herr Laye Condé an den Folgen so einer Brechmittelvergabe.Im Jahr 2006 hat der Europäische Gerichtshof die Vergabe von Brechmitteln als Folter eingestuft. Seitdem ist sie verboten.

Medien zum 17. Todestag von Oury Jalloh

350 gedenken in Freiburg Oury Jalloh am siebzehnten Todestag > RDL (Info & Audio) 10.01.22 LINK

Gedenken an Oury Jalloh > JW 07 / 08.01.22 LINK

Mordfall Oury Jalloh: „Ich schwöre, ich wars nicht“ > taz 07.01.22 LINK

Gedenken an den Feuertod von Oury Jalloh in Dessau > mdr 07.01.22 LINK

Gedenkmarsch für Oury Jalloh in Dessau > zdf 07.01.22 LINK

»Die Justiz ist eindeutig Teil des Problems« > jw 07.01.22 LINK


Der Tod des Asylbewerbers Oury Jalloh > Labour-Net Germany 07.01.22 LINK

Fall Oury Jalloh: Bekennerschreiben nach brennender Matratze vor Staatsanwaltschaft Halle > MZ 07.01.22 LINK

Am Königsplatz: Kerzen brennen in Erinnerung an Oury Jalloh > AZ (München) 07.01.22 LINK

Der mysteriöse Tod des Oury Jalloh: 17 Jahre Ungewissheit > FR.de 05.01.22 LINK

Aktion auf dem Jenaer Holzmarkt zum Todestag Oury Jallohs > Thüringische Landeszeitung / 04.01.22 LINK

Vor 17 Jahren verbrannte Oury Jalloh in einer Zelle der Dessauer Polizei. Warum keine Aufklärung? Aus Rücksicht auf den Ruf der Polizei? Die Kolumne > FR.de / 03.01.22 LINK

Radio-Interview mit Nadine Saeed > Radio X – politopia magazin (Frankfurt a.M.) Dez. 21 AUDIO-LINK

Mahnwache in Jena 5. bis 7.1.22

Oury Jalloh, das war Mord – Gegen das rassistische System!

Dauermahnwache🗓 5. Januar – 7. Januar📍 Holzmarkt

Am 7. Januar 2022 jährt sich der Mord an Oury Jalloh zum 17. Mal. Trotz überwältigenden Beweisen, die belegen, dass er in Polizeigewahrsam angezündet und somit grausam ermordet wurde gibt es noch immer keine Konsequenzen für die Täter.Wir sind fassungslos, traurig und wütend, dass der Mord an Oury Jalloh genauso wie so viele andere rassistische Morde, insbesondere in Polizeigewahrsam, ohne Konsequenzen bleiben. Deshalb wollen wir mit euch auf die Straße gehen, weiter für Gerechtigkeit kämpfen, weiter anklagen und auf das Thema aufmerksam machen.🚌

am 7.1. werden wir um ca. 11 Uhr gemeinsam mit dem Bus nach Dessau fahren. Meldet euch bei uns oder der @jgstadtmitte, wenn ihr mitkommen wollt. 📢

Am Mittwoch um 16 Uhr wird es eine Auftaktkundgebung auf der Mahnwache geben, bei der wir zeigen: Rassismus hat System! Es gibt Zusammenhänge zwischen rassistischer Polizeigewalt, Alltagsrassismus, rassistischer Gewalt an Grenzen und Abschiebungen.⛺️ Die Mahnwache beginnt am Mittwoch Vormittag. Genaueres Programm folgt noch.🦠 Die gesamte Mahnwache findet unter 2G+ Regelungen statt. In Jena haben wieder viele professionelle & kostenlose Schnelltestzentren geöffnet. Als Backup gibt’s auch an der Mahnwache Schnelltests. 🤝 Wir freuen uns sehr, wenn ihr Lust habt, uns bei der Mahnwache zu unterstützen (z.B. Übernahme einer Schicht)! Schreibt uns einfach hier auf Insta oder per Mail: seebruecke_jena@riseup.netWir freuen uns auf einen lauten & bestimmten Protest mit euch! Bis zum 5. Januar!Solidarische Grüße von eurer Seebrücke Jena

Panafrikanischer Aufruf zur Demo in Gedenken an Oury Jalloh, vom Bündnis 25. Mai

Auf die Straße gegen rassistische Staatsgewalt!

Am 7. Januar erinnern wir an den Jahrestag der brutalen Ermordung von Oury Jalloh. Er war ein 21 Jahre junger Bruder, Vater eines Kindes und ein Sohn Afrikas. Am 7. Januar 2005 wurde er von der deutschen Polizei in Dessau brutal zusammengeschlagen, eingesperrt, gefoltert, ermordet undverbrannt.Das neue Gutachten im Auftrag der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zeigt erneut, dass Oury Jalloh ermordet wurde. Während der Staat rassistische Mörder in Uniform juristisch und politischdeckt, beauftragt und bezahlt, setzt die Initiative sich für den Kampf um Aufklärung und Gerechtigkeit ein.Diesem Kampf schließen wir uns an, um Wahrheit, Gerechtigkeit und Reparationen für alle Betroffenen staatlicher, rassistischer und neo-kolonialer Gewalt zu erkämpfen.Rassismus gegen Schwarze Menschen hat für den deutschen und europäischen Imperialismus Tradition. Denn die gleiche Brutalität, die in der Versklavung, Kolonialisierung, Besatzung und Ausbeutung Afrikas und Schwarzer Menschen weltweit historisch angewendet wurde, spiegelt sich in der Gegenwart wieder. Der Kampf für Schwarze Befreiung und Gerechtigkeit, für das Ende von weißer Vorherrschaft, findet auch in Deutschland statt.Im Jahr 2021 ist die Ermordung von Christy Schwundeck zehn Jahre her. Sie wurde als Schwarze Frau von der Frankfurter Polizei im Jobcenter hingerichtet. Ebenso erinnern wir mit dem Jahr 2021 an den zwanzigsten Jahrestag der Ermordung von Mareame N’deye Sarr, die in Aschaffenburg zunächst misshandelt und dann ebenfalls von der Polizei erschossen wurde.Am gleichen Tag wie Oury Jalloh wurde auch Laye-Alama Condé von der Polizei ermordet. Er wurde im Dezember 2004 in Bremen verhaftet und zu Tode gefoltert. Sie fesselten ihn, um ihmdurch die Nase gewaltsam Brechmittel in den Magen einzuführen. So erstickte er an dem Erbrochenen und wurde am 7. Januar 2005 für Tod erklärt.Ein weiteres Todesopfer rassistischer, staatlicher Gewalt in Deutschland ist Achidi John. Wie später Laye Condé in Bremen wurde Achidi schon im Dezember 2001 in Hamburg zu Tode gefoltert. Der für den Mord an Achidi John direkt verantwortliche Politiker ist heute Kopf der deutschen Regierung: Olaf Scholz (SPD) hatte als Innensenator die Brechmittel-Folter in Hamburg eingeführt. Anstatt von Reue und Bestrafung wegen Folter und Mord haben die Verantwortlichen Karriere gemacht.Diese und viele weitere Fälle, regelmäßige Nachrichten über faschistische Terroristen und Gewalttaten zeigen auf, dass wir es mit viel mehr als Einzeltätern zu tun haben. Das ganze Systemmordet – vom Geheimdienst, über die Polizei, das Militär, die Gerichte bis zur Berufspolitik.Um dem zu entgegnen und unsere Leute weltweit zu schützen, müssen wir uns organisieren. Bis wir erreichen, dass Afrika und Schwarze Menschen weltweit sich von Imperialismus, Rassismus,Kapitalismus und jeder Form von Ausbeutung befreit haben.Wir rufen alle Menschen, die gegen Rassismus sind, dazu auf gemeinsam nach Dessau zu fahren und den Kampf fortzusetzen. Alle Schwarzen Organisationen laden wir dazu ein, zusammen einZeichen zu setzten: Vereinen wir uns unter rot-schwarz-grünen Fahnen, die für den Kampf unserer Vorfahren, das Wohl unserer Leute und unseren Mutterkontinent Afrika stehen!No Justice – No Peace!Oury Jalloh – Das war Mord!Christy Schwundeck – Das war Mord!Mareame Sarr – Das war Mord!Laye Condé – Das war Mord!John Achidi – Das war Mord!– Widerstand an jedem Ort!

engl: https://25mai.blackblogs.org/2021/12/06/pan-african-call-for-the-demonstration-in-remembrance-of-oury-jalloh/

Abfahrts-Infos BERLIN-DESSAU / 07.01.22

FREE TRANSFER FOR BIPOC
KOSTENLOSE FAHRT FÜR BIPOC
VOYAGE GRATUITE POUR BIPOC
aufdiestrasse@die-urbane.de!!! JETZT ERST RECHT !!! NO JUSTICE NO PEACE !!!
(francais en bas, english below)
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BREAK THE SILENCE – BREAK THE SYSTEM
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Die Urbane. Eine HipHop Partei – Berlin organisiert wieder eine sichere Busanreise zur Demo nach Dessau am 7. Januar 2020
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ACHTUNG: DER 7. JANUAR 2022 IST DIESMAL EIN FREITAG!
SAVE THE DATE – TAG FREINEHMEN!
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Die Fahrtzeiten sind:
hin: ab Ostbahnhof (Busparkplatz) um 10:00h
rück: ab Hauptbahnhof Dessau (Busparkplatz) um 19:30h
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Preis: 10€ pP – Solitickets vorhanden
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Zum Buchen einfach
1) email schreiben an aufdiestrasse@die-urbane.de mit Zahl und (allen!) Namen der Reisenden (gerne Fantasienamen)
2) auf Bestätigung und Buchungsnummer warten (max 1 Tag)
3) Geld überweisen
— per paypal an paypal@die-urbane.de mit Stichwort “Bus” oder
— an diese Verbindung mit Verwendungszweck: Bus + Buchungsnummern)
Die Urbane
GLS Bank
IBAN: DE52 4306 0967 1216 3114 00
BIC: GENODEM1GLS
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Wer kein Konto hat und/oder keine email:
Ab 30. Dezember Barzahlung möglich, zum Verabreden mail an: niki.drakos@die-urbane.de
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Wer einzelne Tickets sponsern möchte, oder die Fahrt allgemein bezuschussen möchte, bitte die Überweisung als Spende kennzeichnen: “Spende Ticket” oder “Spende Bus”
eine zusätzliche mail ist nicht nötig
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DANKE!!
OURY JALLOH – DAS WAR MORD===============================================
EN FRANCAIS:
Die Urbane. Eine HipHop Partei organise encore le transfer en bus à la manifestation à Dessau le 7. Janvier 2022
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ATTENTION! LE 7. JANVIER 2022, C’EST UN VENDREDI!
NOTEZ LA DATE ET PRENEZ DES VACANCES!
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Les heures de départ:
aller: de Ostbahnhof (Bus-Parking) à 10:00h
retour: de Hauptbahnhof Dessau (Bus-Parking) à 19:30hx
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Prix: 10€ aller/retour par personne – il y a des tickets gratuits
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pour reserver:
1) écrire un email à
aufdiestrasse@die-urbane.de
avec le nombre & (touts!) les noms des voyageurs
2) attendre la confirmation et les numéros du booking (1 jour max)
1) Virer le prix sur
— paypal: paypal@die-urbane.de
ou
— ce compte-ci:
Nom: Die Urbane
Banque: GLS Bank
IBAN: DE52 4306 0967 1216 3114 00
BIC: GENODEM1GLS
Référence: Bus + n°s de booking
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Pour ceux sans compte ou sans email:
a partir du 30. Decembre c’est possible
d’acheter des tickets en espèces – contactez niki.drakos@die-urbane.de pour donner rendez-vous
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MERCI!!!!!
OURY JALLOH – DAS WAR MORD!=================================================
ENGLISH:
BREAK THE SILENCE – BREAK THE SYSTEM
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Die Urbane. Eine HipHop Partei is again organizing the bus transfer from Berlin to the demonstration in Dessau on the 7th of January 2022
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ATTENTION: THE 7th OF JANUARY IS A FRIDAY!
SAVE THE DATE! TAKE THE DAY OFF FROM WORK
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Travel schedule is:
departure in Berlin: from Ostbahnhof (Bus-Parking) at 10:00h am
departure in Dessau: from central station (Bus-Parking) Dessau at 7:30h pm
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ticket price: 10€ each – free tickets available if needed
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For bookings simply
1) write an email to aufdiestrasse@die-urbane.de with number and (all!) names of travelers (names can be made up/activist names)
2) wait for confirmation mail with booking ref numbers (1 day max)
3) Transfer the amount to
— paypal: paypal@die-urbane.de – subject: “Bus”
or
— to this account:
Name: Die Urbane
Bank: GLS Bank
IBAN: DE52 4306 0967 1216 3114 00
BIC: GENODEM1GLS
subject: “bus” + booking nrs
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For those without account and/or email:
From Dec 30th
Cash Payment possible
contact niki.drakos@die-urbane.de for meeting
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THANK YOU!!!!!
OURY JALLOH – DAS WAR MORD 

MOBILISIERUNG ZUM 07.01.22

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Gedenkdemonstration zum Mord an Oury Jalloh in Dessau

Posted on

Kontakt: initiative-ouryjalloh@so36.net

DEMOPLAKATE / Kopievorlagen LINK

MOBILISIERUNGS-VERANSTALTUNGEN LINK

ANFAHRTS-INFOS zum 07.01.22 aus Nürnberg / Bayreuth, Berlin, Hamburg, Göttingen, Köln, Jena, Magdeburg, Dresden .. nach Dessau LINK

Kundgebungen und Demonstrationen in anderen Orten LINK

.. vorraussichtliche DEMOROUTE am 07.01.22 in DESSAU:

Bild > vergrößert LINK
Wie jedes Jahr bitten wir euch, keine National- oder Parteifahnen auf die Gedenkdemonstration mitzubringen!

MEDIEN zum 17. Todestag von Oury Jalloh LINK

Weitere Informationen: pdf-LINK

Gedenkkundgebung zum 17. Todestag von LAYE ALAMA CONDÉ

Freitag, 7. Januar 2022 | 17 Uhr | Langemarckstraße (Haltestelle: Hochschule Bremen)

Weitere Infos, siehe LINK

Infoveranstaltung Göttingen / 09.12.21

Oury Jalloh: von deutschen Polizisten ermordet, vom Staat vertuscht!
Informationsveranstaltung und Busanreise zur Gedenkdemonstration anlässlich des 17.
Todestages in Dessau am 7. Januar 2022.
Info-Flyer als pdf

Aktivist*innen der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh berichten über den jahrelangen Kampf für die Aufklärung der Brand- und Todesursache von Oury Jalloh, der am 7. Januar 2005 von
Polizeibeamten rechtswidrig in Gewahrsam genommen, körperlich misshandelt und verbrannt wurde. Polizei, Justiz und Politik verweigern die Aufklärung und erklären offiziell, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet habe! Gegen diese Lügen gab es von Anfang an Widerstand. Seit nunmehr 16 Jahren erbringt die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh Fakten und Beweise, die belegen, dass Oury sich nicht selbst angezündet haben kann. Diese Aufklärungsarbeit wird von staatlichen Behörden bis hin zur Bundesanwaltschaft boykottiert und seitens der Polizei und Justiz Sachsen-Anhalts mit massiver Repression überzogen.
Die Initiative schrieb 2019:
„Wir haben es im Fall von Oury Jalloh mit Staatsräson zu tun. Die Wahrheit über diese Art von Verbrechen – also rassistische Verbrechen, die durch Polizeibeamte in der Bundesrepublik Deutschland begangen wurden und werden, sollen durch die Verbreitung von Lügen und schlichtweg falschen Behauptungen vertuscht werden. Wir haben dieser gezielten Manipulation der Öffentlichkeit seit nunmehr 15 Jahren selbstorganisierte Aufklärungsarbeit entgegengesetzt.
Über die Generalstaatsanwaltschaft von Sachsen-Anhalt wurden die Ermittlungen – trotz offenkundig gegenteiliger Beweislage – dann im Dezember 2018 eingestellt. Dies geschah auf der Grundlage völlig absurder Fantasien einiger Staatsanwälte. Deren irreführenden Begründungen wurden zuletzt am 22. Oktober 2019 durch das Oberlandesgericht Naumburg bestätigt. Dagegen legen wir momentan durch unsere Anwältin eine Beschwerde beim
Bundesverfassungsgericht ein. Gleichzeitig muss klar gesagt werden: Oury Jalloh ist kein Einzelfall, nicht in Dessau, nicht in Deutschland und nicht in Europa. Es bestehen tiefgreifende historische Kontinuitäten, die analysiert und in Zusammenhang gestellt werden müssen.“
Auf der diesjährigen Pressekonferenz hat die Initiative die Ergebnisse eines neuen Brandgutachtens zum Tod von Oury Jalloh veröffentlicht: Darin werden die vorsätzlich falsch konstruierten Behauptungen der Generalstaatsanwaltschaft von Sachsen-Anhalt, Oury Jalloh habe das Feuer selbst gelegt, widerlegt. Bewegungsversuche zeigen, dass Oury Jalloh weder den Bewegungsspielraum noch andere Möglichkeiten hatte, die Matratze selbst anzuzünden. Zudem decken sich die Ergebnisse des Brandgutachtens u.a. mit dem fachradiologischen Gutachten von 2019, welches belegt, dass Oury Jalloh bereits vor seinem Tod ein Nasen- bzw. Schädelbruch sowie offensichtlich mehrere Rippenbrüche zugefügt worden waren.
Somit ist einmal mehr bewiesen, was der Staat unter den Teppich kehren will:
Oury Jalloh – Das war Mord!